Monthly Patch 15.04.2020, 12:37 Uhr

Microsoft schliesst mit April-Patch 113 Sicherheitslücken

Microsoft hat seine Sicherheitsupdates für April veröffentlicht. Damit werden über 100 teilweise als kritisch eingestufte Lecks abgedichtet. Betroffen sind neben Windows unter anderem auch der Internet Explorer sowie der «alte» Edge-Browser.
(Quelle: Datenschutz-Stockfoto / shutterstock.com)
Microsofts April-Patch ist da. Die Redmonder schiessen damit 113 Sicherheitslücken – 19 davon gelten als kritisch.
Betroffen ist unter anderem der Internet Explorer (IE). Im in die Jahre gekommenen IE befinden sich den Angaben zufolge insgesamt vier Schwachstellen. Darunter befindet sich ein als kritisch gekennzeichnetes Leck, das bereits aktiv ausgenutzt wird. Dazu muss ein Opfer lediglich eine verseuchte Webseite aufrufen. Sodann sind die Hacker in der Lage, Code auf den Geräte-Speicher des Opfers zu schleusen und auszuführen.
Microsoft behebt ausserdem eine weitere Schwachstelle im IE. Da diese jedoch noch nicht von Angreifern genutzt wird, hält sich Microsoft mit weiteren Informationen dazu eher zurück. Auch im «alten» Edge-Browser (EdgeHTML-basiert) wurden zwei kritische Lecks entdeckt und nun beseitigt.

Fünf kritische Lücken in Office

Ferner schliesst das neue Update Schwachstellen in Office (fünf davon sind als kritisch eingestuft). Der Grossteil der Lücken befindet sich jedoch in Windows selbst. Betroffen sind alle Versionen ab 8.1. Neun der insgesamt 68 Lücken sind als kritisch eingestuft.
Weitere, teilweise als kritisch eingestufte Lecks, befinden sich zudem in der Windows Media Foundation unter Windows 10 (Server und Client), in der Codec-Bibliothek, in OneDrive (Desktop-Version), in Hyper-V sowie in der Business-Software Dynamics Business Central. Weitere Einzelheiten und Details stehen über die Webseite von Microsoft bereit.
Der monatliche Patch steht wie üblich als kumulatives Update bereit. Der automatische Rollout hat bereits begonnen. Anders als bei Feature-Aktualisierungen, ist es bei Sicherheits-Updates dringend ratsam, diese möglichst zeitnah zu installieren.



Kommentare

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was
19.04.2020
Ich frage mich, für was Microsoft für Windows 10 überhaupt Geld verlangt! Jeden Monat dutzende, jetzt über 100 Schwachstellen ausgebügelt! Ein dermassen schlechtes Produkt sollte verboten werden. Da hätte man ruhig bei Windows 7 bleiben können. Dieses hst zwar dieselbe Prozedur durchgemacht, aber zum Lebensende waren die Unzulänglichkeiten praktisch ausgemerzt. Aber eben, Geld machen liess sich damit natürlich keines mehr. Also musste was neues her, mit neuem Gesicht, aber mit der bekannten Pflästerlipolitik. Wenn Windows ein Medikament wäre, so hätte Microsoft Sammelklagen in Milliardenhöhe am Hals und sie könnten die Fahnen in Redmont einziehen, was ich durchaus unterstützen würde.

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Taximan
19.04.2020
Ich frage mich, für was Microsoft für Windows 10 überhaupt Geld verlangt! Jeden Monat dutzende, jetzt über 100 Schwachstellen ausgebügelt! Ein dermassen schlechtes Produkt sollte verboten werden. .. Hallso "was", schon mal selber Software geschrieben? Das Betriebssystem dürfte aus Millionen von Codezeilen bestehen. Da ist es unmöglich, dass alles fehlerfrei funktioniert. Desweiteren war Win10 als Upgrade zu Win7 gratis. Und alle Updates sind auch gratis. Was willst du mehr? Aber statt rummotzen kannst du ja ein anderes Betriebssystem installieren.