News 18.10.2004, 09:00 Uhr

Googles Desktop-Suche: ein Sicherheitsrisiko?

Letzte Woche hat Google ein neues Tool veröffentlicht, das auch auf der Festplatte suchen kann. Anscheinend erfüllt es seine Aufgabe ein wenig zu gut.
Seit einigen Tagen bietet Google eine erste Testversion seiner Desktop-Suchmaschine an. Sie ermöglicht es, Dateien, E-Mails und Chats zu durchforsten [1]. Unsere Schwesterzeitschrift PC World hat das neue Tool ausgiebig getestet [2] und stiess dabei auf ein bedenkliches Sicherheitsproblem: Die Software unterscheidet nicht richtig zwischen verschiedenen Benutzerkonten. Auf einem Mehrbenutzer-PC sollen sich auch E-Mails von anderen Usern anschauen lassen, wenn sie mit einem webbasierenden Dienst wie GMX erstellt und empfangen wurden. Laut PC World war es nur nötig, nach den Begriffen "Compose" ("erstellen") und "Inbox" ("Posteingang") zu suchen. Anschliessend liessen sich die Nachrichten anderer Nutzer über Googles "Cache"-Funktion betrachten.
Wie der Suchmaschinenbetreiber gegenüber PC World erklärte, ist die Funktion beabsichtigt und kein Fehler. Google Desktop Search sei nur zur Verwendung auf Einzel-Nutzer-PCs vorgesehen. Der Anwender habe zudem die Möglichkeit, das Tool so zu konfigurieren, dass keine Webseiten oder spezifischen Domains indiziert werden.


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