News 05.03.2012, 12:04 Uhr

Auch die Nasa ist vor Hackern nicht sicher

Wie ein Verantwortlicher der Nasa gegenüber US-Parlamentariern zugibt, haben Hacker 2011 die «volle funktionelle Kontrolle» über wichtige Computer der Raumfahrtbehörde gehabt.
Wie Paul Martin, Chefinspektor der Nasa, vor einer Kommission des US-Repräsentantenhauses bestätigt, hätten die Hacker Computer des Jet Propulsion Laboratory (JPL) übernommen. Dabei hätten sie namentlich «die Konten von hochprivilegierten JPL-Anwendern gehackt». Die Attacke werde aber noch weiter untersucht, fügt er an.
Folgendes ist laut Martin bislang bekannt: Die Angreifer haben demnach chinesische IP-Adressen verwendet. Sie hatten «den vollen Systemzugriff» und sind damit in der Lage gewesen, «sensible Dateien zu verändern, zu kopieren und zu löschen» oder «Hackingtools hochzuladen, um Anwenderzugangsdaten zu stehlen und weitere Nasa-Systeme zu unterwandern».
Insgesamt habe man «5408 Computer-Security-Vorfälle» zwischen 2010 und 2011 registriert, wie sich Martin ausdrückt. Im vergleichbaren Zeitraum seien zudem «48 mobile Geräte der Nasa durch Verlust oder Diebstahl abhanden gekommen».
Bei einem Fall fehlt ein Notebook, auf dem unverschlüsselte Algorithmen lagerten, mit denen die internationale Raumstation ISS (International Space Station) gesteuert werden kann. Allerdings beeilt sich die Nasa zu versichern, dass zu keinem Zeitpunkt die Funktionsweise der Raumstation wegen des Hacks in Gefahr gewesen sei.


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