News 03.07.2012, 08:33 Uhr

Die Jungen kehren Facebook den Rücken

Ist Facebook bei der Jugend schon wieder out? Fakt ist: Immer mehr Schweizer Jugendliche ziehen sich von der einstigen Trend-Plattform zurück.
Im zweiten Quartal 2012 wuchs die aktive Schweizer Facebook-Gemeinde um lediglich 0,8 Prozent. Das Wachstum hat sich damit im Vergleich zum ersten Quartal (+ 3,2 Prozent) weiter verlangsamt – der Wendepunkt scheint bald erreicht. Bei den Jungen ist er gar längst erreicht.
Dies geht zumindest aus den Zahlen der PR-Agentur Bernet zur Schweizer Facebook-Aktivität hervor. Demnach verlor die Gruppe der aktiven unter 15-jährigen Schweizer Facebook-Nutzer im letzten Quartal rund 10 Prozent. In absoluten Zahlen ausgedrückt: Über 10'000 Jugendliche unter 15 kehrten Facebook in diesem Zeitraum den Rücken. Die Zahlen von Bernet beruhen auf Nutzeraktivität: Als inaktiv wird ein Nutzer angesehen, wenn er während der letzten 30 Tage keine Aktivität mehr auf Facebook gezeigt hat.
Über 30 ist Facebook noch interessant
Ebenfalls, wenn auch nur leicht, rückläufig ist die Zahl der aktiven Nutzer zwischen 15 und 19 Jahren. Praktisch Status Quo herrscht bei den 20- bis 29-Jährigen. Merkliches Wachstum verzeichnen erst die Altersgruppen ab 30 Jahren. Noch vermögen diese Zunahmen die Abgänge der Jungen auszugleichen, aber wie lange noch? Ungeklärt ist zudem die Frage, auf welche anderen Plattformen Jugendliche, die Facebook verlassen, ausweichen.
Auch weltweit stagniert das Wachstum von Facebook langsam, trotz teils hohem Wachstum in Entwicklungsländern. Die Zahl der aktiven Nutzer weltweit konnte im ersten Halbjahr 2012 nur noch um 8 Prozent zulegen. Angesichts der hohen Wachstumszahlen der letzten Jahre muss dies für Facebook ein enttäuschender Wert sein.
Noch einmal zur Schweiz: 52 Prozent der aktiven Nutzer hierzulande sind laut Bernet männlich. Fast 60 Prozent nutzen das soziale Netzwerk auf Deutsch, knapp 23 Prozent auf Französisch. Interessanterweise ist die Zahl der Mitglieder, die Facebook auf Englisch nutzen (13 Prozent), grösser als jene, die Italienisch bevorzugen (5 Prozent).


Kommentare

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Ikso
03.07.2012
Geburtstag und wie viele von diesen 15 Jährige sind 16 geworden?? die dan nicht mehr ins Schema passen? Sorry aber diese Studie ist doch absolut nichts wert!