News 04.09.2019, 12:22 Uhr

Windows 10: Update macht schon wieder Probleme

Das Update KB4512941 behebt viele Bugs – und schafft neue, wie Nutzer berichten.
Letzten Freitag wurde das Update KB4512941 für die Windows 10 Build 1903 freigegeben. Dies nach intensiven Tests, die im Rahmen eines Release Preview Rings stattfanden. Diese (zusätzliche) Kontrollinstanz wurde ins Leben gerufen, nachdem es in der Vergangenheit oft zu Problemen bei Roll-outs von Updates und neuen Builds gekommen ist.
Dieses Update behebt zahlreiche, dringende Probleme, die mit dem Roll-out von 1903 aufgetreten sind, beispielsweise mit der Sandbox oder Visual Basic for Applications (VBA). Den genauen Changelog finden Sie hier.
Besagter Changelog verkündete ebenso, dass es sich bei KB4512941 um ein Update ohne bekannte Probleme handle. Dies war offenbar etwas vorschnell: Es gab es offenbar Probleme bei der Desktop-Suche – und zwar bereits während der Testphase. Das Suchfeld sei schwarz geblieben. Dazu kam, dass die CPU-Auslastung stark stieg, was offenbar auf Cortana zurückzuführen war. 44 Prozent CPU-Last erzeugte die Windows-Assistentin.
Update Sept 2019: Die Ursache für dieses Problem liegt offenbar auf den meisten betroffenen Computern in einer deaktivierten Bing-Suche. Auch PCtipp hatte im Mai 2018 diesen Trick getestet und für gut befunden. Es ging darum, wie man die (für viele Nutzer lästige) Bing-Websuche im Startmenü mittels Registry-Eintrag deaktivieren konnte.
Update 6.2.2020/sal: Es ist seit dem Update KB4515384 vom Oktober 2019 kein Problem mehr, die Bing-Suche per Registry zu deaktivieren. Man sollte es also nicht mehr rückgängig machen. Im Gegenteil: Das Deaktivieren laut dieser Anleitung löst sogar ein neues Problem, das vor ein paar Tagen entdeckt wurde.

Hohe CPU-Last wegen deaktivierter Bing-Suche

Jetzt aber – über ein Jahr später – platzt das erwähnte Update herein, das den Nutzern einen neuen Streich spielt. Wer die Änderung via Registry-Eintrag damals vorgenommen hat, kann sie auf folgendem Weg wieder rückgängig machen: 
Starten Sie den Registry-Editor mit Administrator-Rechten, indem Sie auf Start klicken, regedit eintippen, den gefundenen Registrierungs-Editor mit rechts anklicken und Als Administrator ausführen wählen.
Navigieren Sie in der linken Fensterhälfte durchs Aufklappen der Zweige zu diesem Zweig und klicken Sie ihn an:
HKEY_CURRENT_USER\SOFTWARE\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Search
In der rechten Fensterhälfte sehen Sie dessen Einträge. Falls bei Ihrem System das eingangs erwähnte Symptom auftritt, dürften Sie in der rechten Fensterhälfte einen Eintrag mit Namen BingSearchEnabled mit dem Wert 0 entdecken. Doppelklicken Sie diesen und verpassen Sie ihm den Wert 1 (Ziffer Eins).
Ändern Sie den Eintrag BingSearchEnabled wieder auf «1», falls Ihr System seit dem Update die massiv höhere CPU-Auslastung zeigt
Quelle: pctipp.ch
Für weniger erfahrene User empfiehlt es sich eher, auf eine Korrektur von Microsoft zu warten – bei KB4512941 handelt es sich ohnehin nur um ein optionales Update.


Kommentare

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malamba
05.09.2019
Ich bin schon erleichtert, dass es nur an diesem Update liegt und nicht an einer serbelnden Festplatte. Da "Starten Sie den Registry-Editor mit Administrator-Rechten, indem Sie auf Start klicken..." eben desswegen auch seine Zeit braucht ;-(, warte ich auf das entsprechenden Korrektur Update.

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Gaby Salvisberg
05.09.2019
Hoi malamba Da "Starten Sie den Registry-Editor mit Administrator-Rechten, indem Sie auf Start klicken..." eben desswegen auch seine Zeit braucht ;-(, warte ich auf das entsprechenden Korrektur Update. Nun sooo lange dauert es eigentlich nicht. Und der "falsche" Registry-Eintrag ist nur da, falls man ihn früher einmal selbst so gesetzt hat. Es handelt sich zudem um einen Reg-Eintrag innerhalb von Hkey_Current_User; das dürfte auch ohne Admin-Rechte klappen. Es klingt immer viel komplizierter, als es eigentlich ist...

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malamba
05.09.2019
Danke Gaby nachdem ich "Windowstaste+R drücken, regedit eingeben, Enter drücken" erledigt habe, poppte das Fenster auch gleich auf. Weil ich nacher keine "im Regedit-Fenster direkt in die Zeile unterhalb des Menüs einfügen" gefunden habe, bzw nicht genau verstand, wo diese Zeile reinkommt, habe ich den weiteren Weg, wie im Artikel beschrieben genommen-was dann auch zum Ziel führte, bzw ich den Bingwert von 0 auf 1 veränderte.

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malamba
05.09.2019
Nach einem PC Neustart läuft dieser wie gewohnt-gut gekühlt, leise und schnell.

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Geoffrey
06.09.2019
Und der "falsche" Registry-Eintrag ist nur da, falls man ihn früher einmal selbst so gesetzt hat. ... ... Es gibt keinen falschen Registry Eintrag. Es gibt nur nachlässig programmierte Updates. Und mir fällt auf, dass es seit einiger Zeit fast nur noch fehlehafte gibt bei Microsoft. Die Registry ist da, um das Verhalten von Windows zu steuern. Und wenn Microsoft es vorsieht, die Bingsuche abzuschalten, kann der Benutzer das tun ohne dass etwas anderes auch kaputt geht. Das funktionierte ja auch schon lange - eben bis wieder so ein Anfäger bei MS daran herumgefummelt hat. Es gibt noch viele Beispiele, wo durch Herumgefummel von MS vorher Funktionierendes dann nicht mehr geht. Mich hat es auch erwischt. Die Suche ging nicht mehr. Also deinstallierte ich den KB4512941. Reboot und Windows war kaputt. "Es ist ein kritischer Fehler im Startmenue aufgetreten es wird nun ausgeloggt". Also - Windows nicht mehr brauchbar. So geht das Spiel heutzutage. Ist man ein gewöhnlicher Anwender, kann man nur jeden Tag beten ob es denn noch geht. Fúr mich war es kein Problem - Image von gestern zurück geladen, Updates ausgesetzt und erledigt ist die Sache. geoffrey