Microsoft 23.02.2021, 09:33 Uhr

Erste Preview von .NET 6 ist da

Die .NET-6-Preview 1 für Windows, macOS und Linux steht zum Download bereit. Microsoft hat diese, Visual Studio 16.9 Preview 4 sowie Visual Studio für Mac 8.9 getestet und empfiehlt beim Testen genau diese Builds zu verwenden.
(Quelle: Microsoft)
Laut Richard Lander, Program Manager in Microsofts .NET Team, ist das Herzstück von .NET 6 die Umsetzung der letzten Teile des .NET-Vereinheitlichungsplans, der mit .NET 5 begann. Das Release soll zudem wichtige Verbesserungen in allen Teilen von .NET enthalten, einschliesslich für Cloud-, Desktop- und mobile Apps. Er kündigt schon jetzt an, dass es mehrere Previews geben wird, bis der geplante Umfang der Neuerungen vollständig in .NET-6-Builds verfügbar ist.
In .NET 6 will Microsoft die Android-, iOS- und macOS-Funktionen integrieren, die Teil von Xamarin sind. Ausserdem sollen die Möglichkeiten von Blazor zu einer neuen Art von hybriden Client-Apps – die Web- und native UI miteinander kombinieren – erweitert werden, die für Desktop- und mobile Szenarien verwendet werden können.
Wie Richard Lander mitteilt, bieten die Neuerungen etwas für alle .NET-Entwickler. Für Desktop-App-Entwickler verspricht er neue Möglichkeiten, neue Benutzer zu erreichen. Entwickler von mobilen Apps sollen von der Verwendung der Mainline-.NET-Tools und APIs profitieren, während sie auf iOS- und Android-Plattformen zielen. Für Web- oder Cloud-Entwickler soll es einfacher werden, Dienste für mobile .NET-Apps freizugeben und Code mit ihnen zu teilen.
Für .NET 5 hatte Microsoft das Blazor WebAssembly als erste vereinheitlichte Plattform ausgewählt. Es basiert auf der Mono-Laufzeit, verwendet die .NET-Klassenbibliotheken und die .NET-SDK-Tools. Das gleiche Modell wurde jetzt für die Integration von Xamarin gewählt. Mit einer einheitlichen Plattform sollen neue APIs und Leistungsverbesserungen für alle Entwickler am selben Tag verfügbar sein und für alle Apps funktionieren.

Ähnliche Erfahrungen mit Visual Studio und Visual Studio Code

Wer das .NET SDK installiert, kann mit dem Erstellen von Apps für mobile Plattformen beginnen, erklärt Lander. Nach der Installation besteht die Möglichkeit, dotnet new android und dann dotnet run einzugeben, damit ein Android-Emulator eine .NET-App ausführt. Das Gleiche gilt für iOS-Apps. Ähnliche Erfahrungen verspricht Lander für Visual Studio und Visual Studio Code.
Wer keine mobilen Apps bauen möchte, kann den dafür zusätzlich erforderlichen SDK-Workload übrigens abwählen. Aufgrund weiterer optionaler Workloads kann das neue .NET SDK sogar etwas kleiner sein als das bisherige.
In diesem Beitrag in Microsofts dotnet-Blog stellt Richard Lander die erste Preview von .NET 6 ausführlich vor.

Bernhard Lauer
Autor(in) Bernhard Lauer


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