Kommentar 18.11.2005, 10:45 Uhr

Das Freitagsbit: Game over

Die WWKolumne
"Wotsch uf Schnurre?", hat mich die türkische Barfrau heute Morgen in meiner Lieblingskaffeeschlürfzeitunglese-Beiz mit dem süssesten Lächeln der Welt gefragt. "Unbedingt", habe ich zurückgestrahlt und den imaginären Ehering an meinem Finger verflucht. Könnte ja sein, dass ich gerade die potenziell beste aller Ehefrauen vor mir stehen habe, mit dem Serviertablett in der Hand. Ich werfe ihr eine Kusshand zu.
Ein Schweizer Komplott [1] wittern die türkischen Medien, anstatt sich um die Frage zu kümmern, weshalb ein fachkundiger Nationalcoach sich in einem wichtigen Spiel gezwungen sieht, gleich sieben Spieler auszutauschen. Vielleicht zwingt die FIFA ja bald den türkischen Verband dazu, sich für die Tekken [2]-Weltmeisterschaften anzumelden. Die Erfolgschancen wären hier ungleich höher.
Game over.
Schweizer Meister im Schwarzmalen nach Zahlen ist die IFPI. Der Verband der einheimischen Musikindustrie will private Tauschbörsennutzer vor Gericht ziehen [3]. Anstatt sich um Aufklärung zu bemühen, marktwirtschaftliche Lösungen zu suchen und das Übel an der Wurzel zu packen, erhalten Kundinnen und Kunden der Musikindustrie virtuelle Tritte ans Schienbein.
Hoffentlich blinken bald auf dem inneren Bildschirm aller Fanatiker dieser Welt, egal auf welchem Standpunkt sie sich gerade aufhalten, jene Worte, die jeder Spieler fürchtet:
Game over.


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