Tipps & Tricks 19.05.2020, 11:30 Uhr

Fotokamera: So wird sie gereinigt

Die Kamera ist am besten mitten im Geschehen. Dort wird sie aber auch schmutzig und das kann der Bildqualität schaden. Wir zeigen, wie Sie Ihre Kamera wieder in Schuss bringen.
Technische Geräte zu reinigen, ist fast immer eine Frage des Entstaubens. Schliesslich kommt die Hardware meistens drinnen zum Einsatz. Kameras bringen da eine neue Dimension ins Spiel. Zum einen werden sie viel draussen verwendet, zum anderen haben Schmutzpartikel am falschen Ort einen direkten Einfluss auf die Funktionstüchtigkeit und Fotoqualität.
Glücklicherweise gibt es einige relativ einfache Reinigungsmethoden, mit denen man eine dreckige Kamera einfach wieder sauber bekommt. Dazu sei gesagt: Kleinere Verunreinigungen können Sie problemlos selbst beseitigen. Bei grösseren Problemen, besonders auf dem Sensor der Kamera, bringen Sie die Kamera besser in ein lokales Kamerageschäft.

Vorbeugen

Wie bei so vielen Dingen ist auch beim Sauberhalten einer Kamera vorbeugen besser als putzen. Tragen Sie Ihrer Kamera also Sorge. Verstauen Sie die Kamera in einer Tasche, wenn Sie diese nicht brauchen. Objektivdeckel schützen sowohl vor Schmutz als auch vor Kratzern, also rauf damit. Falls Sie keine speziellen Objektivbehälter haben, wickeln Sie das Objektiv für unterwegs in Noppenfolie und verstauen Sie es so in der (Foto-)Tasche.
Und zuletzt: Wechseln Sie Objektive mit einem gewissen Mass an Vorsicht. Gerade an Orten mit viel Staub, Blütenpollen, Sand oder anderen kleinen Partikeln sollten Sie ein Objektiv nur dann wechseln, wenn es unbedingt nötig ist und auch nur mit Windschutz. Besonders vorsichtig sollten Sie an sandigen Orten sein. Sandkörner in Kombination mit Wind können Ihre Kamera nicht nur verschmutzen, sondern auch das Glas des Objektivs verkratzen.
In solchen Fällen kann es sich lohnen, einen Schutzfilter aufzuschrauben. Je nachdem, welchen Teil der Kamera Sie reinigen möchten, sind andere Methoden gefragt. Das Äussere einer Spiegelreflexkamera bekommt man mit gröberen Methoden gut sauber. Beim Innern der Kamera und auf dem Objektivglas sind hingegen feinfühlige Finger gefragt.

Sensorreinigung

Wenn Sie sich selbst an die Reinigung des Sensors wagen, hat Kollege Diggelmann die Schritte unten in der Bildergalerie erklärt. Besitzer einer DSLR (engl. digital single lens reflex) müssen allenfalls den Spiegel hochklappen, um ihn zu reinigen. Das geht über das Kameramenü (Sensorreinigung oder ähnlich). Die genaue Bezeichnung finden Sie in Ihrem Kamerahandbuch. Falls trotz der manuellen Reinigung des Sensors noch Flecken auf Fotos zu sehen sind, lohnt es sich allenfalls, in ein Fachgeschäft zu gehen.
Reinigung bei Systemkameras
Auch Systemkameras mit Wechselobjektiven sind von den oben genannten Problemen nicht gefeit. Auch bei ihnen können sich beim Wechsel der Objektive Staub und Dreck festsetzen. Beispielsweise meine Sony NEX-5N verfügt über eine Ultraschallreinigung. Dabei wird durch sehr schnelle Bewegungen des Sensors der Staub abgeschüttelt. Aktiviert wird diese Reinigung via Menü, Einstellung, Reinigungsmodus. Bei Kameras anderer Hersteller wird es ähnlich heissen (finden Sie im Handbuch). Achten Sie vor dem Start der Reinigung darauf, dass der Akku möglichst voll geladen ist.
Sollte die Ultraschallreinigung noch nicht genügen, können Sie das Objektiv entfernen und den Sensor manuell reinigen. Schauen Sie sich die Bilder dazu ebenfalls in der Bildergalerie an.

Für die Reinigung brauchen Sie einen Blasebalg mit Bürste, ein Mikrofasertuch und für gröbere Verschmutzungen ein spezielles Linsenreinigungsmittel (im Fachhandel erhältlich)

Dieser Artikel erschien erstmals im Mai 2018 und wurde am 19. Mai 2020 aktualisiert.


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