Soundclip am Ohr
30.01.2026, 10:15 Uhr
Im Test – Sony LinkBuds Clip
Ein Kopfhörer für den ganzen Tag, der die Umwelt nicht aussperrt: Das verspricht Sony mit dem LinkBuds Clip. Dank offener Bauweise bleibt man ansprechbar, während die Audioqualität laut Hersteller erstklassig sein soll. Wir testen, ob dieses Konzept im Alltag überzeugt.
Wer klassische In-Ears gewohnt ist, muss sich bei Sonys LinkBuds Clip auf ein ganz anderes Hörerlebnis einstellen. Das beginnt bereits beim Design. Die Ohrhörer sehen wie Minikopfhörer aus. Sie werden nicht ins Ohr gesteckt, sondern ans Ohr geklemmt. Dabei sitzt ein Teil hinter dem Ohr, der Lautsprecher liegt vor dem Gehörgang – daher der Name LinkBuds Clip.
Gefummel statt Plug-and-play
Hängen die Hörer endlich am Ohr, halten sie sicher. Doch das Montieren ist anfangs ein Geduldsspiel. Es braucht einige Übungsrunden, bis sich der LinkBuds Clip so schnell wie ein herkömmlicher In-Ear anlegen lässt. Ein Vorteil hat der Clipmechanismus gegenüber anderen offenen Kopfhörervarianten mit Bügel: Der LinkBuds Clip eignet sich auch für Brillenträger.
Damit die Konstruktion an jedem Ohr hält, legt Sony zwei Passform-Polster bei. Während der Tragekomfort für mich in Ordnung war, klagen Nutzer im Netz teils über Schmerzen nach längerem Tragen. Bei einem stolzen Preis von 189 Franken ist ein Probetragen daher Pflicht.
Magere Ausstattung
Für fast 200 Franken ist der Lieferumfang mager. Hörer, Case, Passform-Polster und Kurzanleitung – mehr gibt es nicht. Das Ladekabel hat sich Sony gespart. Immerhin: Die Einrichtung gelingt problemlos. Bluetooth an der Soundquelle einschalten, Hörer aus dem Case nehmen, die Verbindung steht. Wer das Maximum herausholen will, sollte Sonys Sound-Connect-App installieren. Diese bietet einen mächtigen 10-Band-Equalizer und viele Konfigurationsmöglichkeiten. Leider wirkt sie optisch aus der Zeit gefallen und überladen. Ein Facelifting wäre dringend nötig.
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