Hands-on: Windows 11 unter der PCtipp-Lupe

Shortcuts, Widgets, Whiteboard

Widmen wir uns nun einigen Tastenkombinationen sowie weiteren Ausstattungsmerkmalen.
Die Tasten-Kombi Alt+Tab wechselt weiterhin zwischen geöffneten Anwendungen. Geändert wurde Windowstaste+Tab. Das zeigt keine Zeitachse mehr an; diese ist aus dem neuen Win­dows 11 verschwunden. Stattdessen erhalten Sie eine Übersicht über die geöffneten Anwendungen und allenfalls über Ihre mehreren Desktops. Hier erstellen Sie einen zusätzlichen virtuellen Desktop und ziehen die Anwendungsfenster auf Wunsch per Maus beispielsweise auf Desktop 2, Bild 9. Haben Sie das Gerät heruntergefahren und starten Sie es am nächsten Tag wieder, sind die Desktops wieder da.
Bild 9: Die Verwaltung mehrerer Desktops erfolgt via Windowstaste+Tab
Quelle: PCtipp.ch
Windowstaste+A öffnet kein «Action-Center» mehr in der rechten Spalte, sondern blendet dieselben Elemente ein, wie wenn Sie unten rechts auf den Info­bereichs-Abschnitt mit den Buttons für WLAN, Lautstärke und Batterie klicken, Bild 10. Sollte in der unteren rechten Ecke ein Mond-Symbol auftauchen, ist der Benachrichtigungs-Assistent aktiv, der einige oder alle Benachrichtigungen unterdrückt. Ihn steuern Sie ebenfalls via Windowstaste+A. Dann wäre da noch Windowstaste+W, das die Widgets anzeigt.
Bild 10: Das Action-Center ist diesem Einstellungsfenster gewichen
Quelle: PCtipp.ch
Widgets: Die Widgets finden Sie als Icon in der Task­leiste. Versprechen Sie sich von diesen derzeit noch nicht zu viel. Anders, als man es sonst von Widgets kennt, lassen sich diese nicht frei auf dem Desktop platzieren. Sie bleiben in diesem Widget-Board gefangen. Sie unterscheiden sich auch kaum von den «Neuigkeiten und interessante Themen», die Microsoft in Windows 10 bereits eingeführt hat und die primär für Traffic auf Microsofts eigenen Websites (msn.com, bing.com) sorgen sollen. Ein paar der Widgets (zum Beispiel Aufgaben, Kalender, Wetter) könnten allerdings nützlich sein, Bild 11.
Bild 11: Es gibt nützliche Widgets abseits der sonst eingeblendeten Newsmeldungen
Quelle: PCtipp.ch
Das Widgets-Board lässt sich durch einen Klick aufs Widget-Symbol auf der Taskleiste, über die Tastenkombination Windowstaste+W oder auf Touchscreens durch Hereinwischen vom linken Display-Rand öffnen. Besuchen Sie Widgets hinzufügen, um in der aktuellen Widget-Auswahl zu stöbern. Über das Drei-Punkte-Symbol lässt sich jedes Widget wahlweise entfernen oder anpassen. Schnappen Sie eins per Maus, um es auf dem Board anderswo anzuordnen.
Whiteboard: Auf unserem Gerät ist nach dem Upgrade auch die App «Microsoft Whiteboard» zu entdecken. Diese Anwendung eignet sich für Brainstorming-Sitzungen, in denen Sie allein oder mit anderen Ideen sammeln und ordnen oder einander Sachverhalte per Grafiken veranschaulichen. Es lassen sich auch PDF-Dokumente und andere Dateien anfügen sowie bequem Bilder, Notizen und Texte platzieren. Die Whiteboard-App von Windows 11 dürfte inzwischen ein Update erhalten haben, das innerhalb der App bereits angekündigt wurde, Bild 12.
Bild 12: Fürs Ideensammeln oder grafische Erklären von Sachverhalten gibts die Whiteboard-App
Quelle: PCtipp.ch



Kommentare
Avatar
Kosmol
05.10.2021
Microsoft ein Umweltschädling ; Auch brauchbare Computer gehören für Microsoft nach einiger Zeit auf den Müll, indem man einfach Windows durch ein neues ersetzt, sodass es auf etwas älteren Computern nicht mehr funktioniert. Typisch amerikanischre Art. Schon vor mehr als 50 Jahren wurde mokiert: Kühlschrank Müll, da eine defekte Schraube nicht mehr lieferbar ist. Oder soll man auf Linux umsteigen ? Kosmol

Avatar
Adrian64
06.10.2021
Microsoft ist wirklich nicht umweltfreundlich. Auch mein nicht mehr ganz neues Surface der 5. Generation wird offiziell nicht unterstützt, da Prozessoren der 7th Generation und älter offiziell nicht unterstützt werden. Was für ein Schwachsinn. Man kann aber mit dem Media Creation Tool eine CD/ISO erstellen und dann sollte es doch gehen (Zitat aus den Tiefen des Internets: However, it is quietly making a second concession you won’t find in its post about this topic: Behind the scenes, Microsoft will allow enthusiasts who wish to upgrade non-compliant older PCs to Windows 11 to do so. These upgrades will not be officially supported, but those who wish to manually upgrade a PC to Windows 11, either by keeping it in the Windows Insider Program or by manually creating Windows 11 install media with the Media Creation Tool, will be allowed to do so. (This might be seen as similar to the quiet but ongoing ability to use a Windows 7 or newer product key to clean install and activate Windows 10.)

Avatar
Gaby Salvisberg
06.10.2021
Hallo Adrian64 - und willkommen im PCtipp-Forum! Es gibt für Windows 10 noch vier Jahre Update-Support. Damit können die nicht-"zugelassenen" Geräte noch ein paar Jahre weiterlaufen. Einige der neuen Windows-11-Funktionen lassen sich unter Windows 10 mehr oder weniger nachrüsten (z.B. das Terminal sowie winget; und mittels PowerToys auch die FancyZones, die so etwas ähnliches wie die Snap-Layouts sind). Mein Surface Pro 4 ist auch nur wegen des CPU-Typs nicht kompatibel, obwohl geforderte Mindesttaktrate und Anzahl Kerne übertroffen werden. Ich bin noch am Überlegen, ob ich es mittels ISO-File-Download und manueller Installation upgraden soll. Ich warte damit wohl noch ein Weilchen. Die Preview (via Windows-Insider) lief auf dem Surface-Gerät jedenfalls bestens. Die einzige Gefahr wäre, dass Microsoft bei Geräten, die trotz veralteter CPU von ihren Usern ein Windows 11 installiert bekommen haben, die Updates verweigert (wie z.B. hier vermutet wird: https://www.theverge.com/2021/8/28/22646035/microsoft-windows-11-iso-workaround-no-update-guarantee): ...but Microsoft has since told The Verge that unsupported PCs won’t be entitled to receive Windows Updates, and that even security and driver updates may be withheld. Nun bleibt die Frage, wie Microsoft dieses "won't be entitled to receive Windows Updates" ("erhalten nicht das Recht auf Windows-Updates") genau gemeint hat. Es hiess nicht, dass sie keine Updates erhalten werden, sondern, dass sie nicht das Recht auf Updates haben werden. Das könnte man so auslegen, dass die Updates wohl angeboten werden, aber dass sie keine Garantie geben können, dass sich diese auch problemlos installieren lassen. Herzliche Grüsse Gaby

Avatar
Adrian64
06.10.2021
Hallo Gaby Danke für die Rückmeldung. Die ganze Übung ist doch schon sehr fragwürdig, zumal versprochen wurde, dass W10 die letzte Fassung sein würde und einfach immer weiter entwickelt werde. Ich bin enttäuscht und frustriert, denn wie Kosmol richtig schreibt, generiert dieses Vorgehen von Microsoft noch mehr Elektroschrott. Statt alte Kisten weiterbetreiben zu können, solange sie hardwaremässig noch laufen, muss man sie ohne wirklichen Grund irgendwann wegschmeissen, weil Microsoft das so befiehlt. Beste Grüsse Adrian

Avatar
Billmar
06.10.2021
Statt alte Kisten weiterbetreiben ... die alte Kiste kannst Du ja noch bis zum 14. Oktober 2025 weiter betreiben, wenn sie bis dahin noch läuft... also im Moment kein Grund um diese zu Entsorgen :cool: