Testcenter 27.09.2021, 08:00 Uhr

Im Test: Oppo Enco Free 2

Oppo lanciert den Nachfolger seiner Enco Free – die Enco Free 2. Diese sollen in erster Linie mit einem guten Preis/Leistungs-Verhältnis und Dynaudio-Technologie glänzen. Wir testen, ob sie das tun.
(Quelle: Oppo)
Jeder Tech-Hersteller hat mittlerweile nicht nur eigene True-Wireless-Kopfhörer, sondern sogar eine eigene Kopfhörer-Serie. Und das ist aus zwei Gründen kein Zufall: Da ist zum einen die Pandemie, die den Bedarf an kabellosen Audio-Lösungen fürs heimische Büro enorm erhöht hat. Zum andern sind – wenn die Basis-Technologie mal steht – die Produktionskosten überschaubar. Unter dem Strich: Es lohnt sich einfach, diese kleinen Stöpsel in seinem Produkte-Portfolio zu führen. Oppo, die ja ursprünglich aus dem Audio-Bereich kommt, auch wenn sie hierzulande eher für Smartphones bekannt ist, darf da natürlich nicht fehlen. Nach dem High-End TW-Kopfhörer Oppo Enco X lancieren die Chinesen nun den Nachfolger ihrer Enco Free, die Enco Free 2.
Die Ladeschale der Enco Free 2 ist anderen Boxen sehr ähnlich – beispielsweise jener der Enco X. Ganz in Weiss gehalten, ist die Box also wieder oval, aber mit flachen Seiten. Das Gehäuse beherbergt, nebst Akku, auch einen USB-C-Anschluss an der Unterseite, während sich auf der rechten Seite die Kopplungstaste befindet. Auf der Vorderseite des Ladegehäuses prangt eine einzelne LED-Leuchte, die Auskunft über einen niedrigen Akkustand und die Ladezeit gibt. Die Box enthält auch wieder ein USB-Kabel – soweit ganz nett, aber die 10 Zentimeter-Käbelchen landen bei mir stehenden Fusses in einer Kiste, die nur geöffnet wird, wenn sich wieder ein solches Kabel bei mir einfindet. Daneben gibts natürlich die Kurzanleitung und zwei Sets an zusätzlichen Gummiaufsätzen – insgesamt also drei Paare in verschiedenen Grössen.
Nach der Inbetriebnahme (App «Hey Melody» ist übrigens kostenlos und lohnt sich fürs Feintuning), kommen die «Pros» des Enco Free 2 klar zum Vorschein: klare, ausdifferenzierte Klänge, präsente Vocals, dezenter, aber deutlich wahrnehmbarer Bass.
Gefallen hat mir auch die Anrufsteuerung und der klare Klang am Telefon. Es kommt hin und wieder noch zu Hintergrundgeräuschen, die drei Aussenmikrofone fangen nicht ganz alles ab. Dies ist aber nur beim Telefonieren der Fall – das berühmte «White Noise» ist beim Musikhören kein Thema. Ohnehin ist die aktive Geräuschunterdrückung bei Kopfhörern dieser Preisklasse nichts, was man voraussetzen kann. Schön, ist es trotzdem da.

Apropos ANC

Es gibt hier verschiedene Modi – Geräusche unterdrücken oder Transparenz. Diese habe ich verschiedentlich durchprobiert, wenn auch versehentlich. Ich habe nämlich versucht, mittels Slider-Bewegungen die Lautstärke zu regeln. «Trial-and-Error» beschreibt das Ganze soweit gut.
Geladen wird über USB-C – wenns denn mal nötig wird. Die Hörer halten gute sechseinhalb Stunden durch, wenn man auf ANC verzichtet. Sonst sinds 4. Bis zu 30 sind es, wenn man konsequent ANC deaktiviert und das ganze Potenzial aus der Ladeschale ausschöpft.
Nicht zuletzt: Dank der IP54-Zertifizierung darf auch mal im (leichten) Regen oder beim Sport Musik gehört werden.

Fazit

Zu diesem Preis kann man wirklich nichts aussetzen. Auch wenn es akustisch hinter dem Enco X etwas zurückfällt, ist es ein tolles Gesamtpaket.

Testergebnis

Sound, Akku
Touchsteuerung etwas "eigenwillig"

Details:  TW-Kopfhörer, bis zu 30 Stunden Akkulaufzeit, ANC, AAC, SBC, Bluetooth 5.2, IP54, USB-C

Preis:  Fr. 99.-

Infos: 
oppo.com



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