Test: Google Home Max

Verständigung, Quellen und Multiroom

Wie bitte?!

Der Google Assistant ist in jedem zertifizierten Lautsprecher genau gleich klug (oder beschränkt, je nach Tagesform). Er reagiert stets auf den Zuruf «Hey Google!» oder «Okay, Google!», um anschliessend die Befehle oder Fragen entgegenzunehmen.
Ein smarter Lautsprecher muss also nicht nur gut klingen, sondern auch gut zuhören, wenn während der Musikwiedergabe das Kommando «Hey Google!» fällt. Auch diese Resultate waren im Test durchzogen. Manchmal reicht ein «Hey Google!» mit ruhiger Stimme, obwohl die Musik dröhnt – was ziemlich beeindruckend wirkt. Doch bereits beim nächsten Versuch sind drei Anläufe mit eskalierender Lautstärke nötig, um die Aufmerksamkeit der Maschine auf sich zu lenken. Zurufe aus anderen Räumen wurden während der Musikwiedergabe überhaupt nicht registriert. Kurzum, die Güte der Erkennung fiel so unterschiedlich aus, dass es fast nicht möglich ist, eine klare Wertung abzugeben.
Die Mikrofone auf der Rückseite liefern sehr gemischte Resultate
Quelle: PCtipp / Ze

Quell der Wahl

Die natürliche Nahrung für den Home Max sind Streamingdienste wie Google Music oder Spotify, die zum Beispiel mit einem «Hey Google, spiele ‹Railroad Track› von ‹Willy Moon›!» in Gang gesetzt werden. Dabei bekundet der Assistant keine Mühe mit der Vermischung von Deutsch und Englisch.
Ausserdem steht ein Klinkeneingang für Analoggeräte zur Verfügung. Und weil der Lautsprecher natürlich mit Google Cast ausgestattet ist, lässt sich Musik unter Android oder iOS direkt via WLAN übertragen – eine verständnisvolle App wie Spotify vorausgesetzt.
Von links nach rechts: Strom, USB-C, Klinke
Quelle: PCtipp / Ze

Multiroom-Eigenschaften

Der Google Home Max wird als Multiroom-Lautsprecher angepriesen, will heissen: Dieselbe Musik spielt synchron in mehreren Räumen. Damit schafft er, was seit jeher das Markenzeichen von Sonos ist, während Apple mit dem AirPlay-2-Protokoll erst im Verlauf des Jahres nachziehen wird.
Dabei sollte jedoch erwähnt werden, dass alle Google-Lautsprecher diese Eigenschaft mitbringen. Dazu muss lediglich in der Home-App eine Gruppe aus zwei oder mehr Lautsprechern gebildet werden. Mit wenigen Tipps kann also ein klassischer Google Home mit dem dicken Max oder einem anderen smarten Lautsprecher zusammenspannen. Allerdings wirkt die Wiedergabe zwischen den Räumen ein wenig irritierend, wenn die Qualitätsunterschiede zu gross sind.
Die Erstellung einer Gruppe dauert keine Minute; anschliessend wird diese wie ein einzelner Lautsprecher ausgewählt, wie hier zum Beispiel in Spotify
Quelle: PCtipp / Ze

Fazit

Der Google Home Max ist ein toller Lautsprecher und bietet eine angenehme, warme Musikwiedergabe. Eine richtige Schwäche lässt sich höchstens bei der Erkennung von «Hey Google!» ausmachen, während die Musik läuft. Die Multiroom-Einrichtung ist ein Klacks. Kurz, die gebotene Leistung ist steinsolide. Trotzdem reicht das nicht ganz, damit wir in heillose Begeisterung ausbrechen, was allerdings nur am relativ hohen Preis liegt. Wenn Sie jedoch am Design Gefallen finden und bereits heute einen wohlklingenden Lautsprecher mit Google Assistant suchen, können Sie hier nichts falsch machen.
Der Lautsprecher ist in den Farben «Kreide» (hellgrau) und «Carbon» (dunkelgrau) bei digitrends.ch erhältlich.

Testergebnis

Einrichtung, Klang, Multiroom-Eigenschaften, Anschlüsse
Erkennung bei der Musikwiedergabe, eher teuer

Details:  Duale 4,5"-Tief- und Hochtöner, Chromecast-fähig, WLAN-AC, Bluetooth 4.2

Preis:  Fr. 589.–

Infos: 
www.digitrends.ch

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