Tests 06.08.2015, 05:31 Uhr

Test: Panasonic Lumix DMC-G70

Fotos und 4K-Videos verschmelzen bei dieser pfiffigen Kamera zu einem sinnvollen Ganzen.
«Wie billig!» Das war der spontane Gedanke beim Erstkontakt mit der Panasonic Lumix DMC-G70. (Im folgenden kurz «G70» genannt.) Das Gehäuse aus Kunststoff entspricht so gar nicht dem aktuellen Trend der edlen Kompaktkameras. Unser Testgerät war in Anthrazit gehalten, aber der Anblick des Gehäuses lässt trotzdem keinen Zweifel daran offen, woraus es besteht.
Klein, leicht, potent: die Panasonic Lumix DMC-G70
Quelle: PCtipp
Bei nochmaligem Nachdenken muss dieser erste Eindruck bereits relativiert werden. Die G70 verströmt zwar kein Gefühl von Luxus, aber das ist auch nicht nötig. Wie wir noch sehen werden, bietet die Panasonic aussergewöhnliche Möglichkeiten, die fast allen Anforderungen gerecht werden. Und weil sie mit Objektiv nur 516 Gramm wiegt, kann man sie stundenlang durch die Gegend tragen, ohne den aufrechten Gang zu verlernen.
Die Gehäuseform der G70 orientiert sich an den Spiegelreflex-Kameras, allerdings mit geringeren Abmessungen. Der grosse Wulst auf der rechten Seite liegt perfekt in der Hand. Durch das geringe Gewicht lässt sich die Kamera ohne Anstrengung einhändig bedienen, solange nicht gezoomt oder an den Einstellungen geschraubt wird. Ein weiterer Vorteil: Die Batterie und die Speicherkarte sind im Handgriff untergebracht und lassen sich auch dann wechseln, wenn die Kamera mit dem Stativ-Adapter bestückt ist.

Bedienung

Die Bedienelemente fühlen sich griffig an; allerdings sind die Einstellräder scharfkantig genug, um während der umtriebigen Lernphase unangenehm aufzufallen. Die beiden beschrifteten Räder steuern die Auslöseart und die Belichtungsprogramme. Zwei weitere, unbeschriftete Einstellräder befinden sich neben der Daumenauflage und unter dem Auslöser. Sie regeln je nach Belichtungsart die Verschlusszeit, die Blende oder andere Einstellungen, wenn gleichzeitig eine der Funktionstasten gedrückt wird.
Die Einstellräder sind griffig, aber auch scharfkantig
Quelle: PCtipp
Apropos: Ganze 11 Funktionstasten lassen sich frei belegen, bis hin zur Steuerung der Mikrofon-Richtcharakteristik. Allerdings sind nur 5 Tasten «echt», die restlichen sind Bestandteil der Display-Anzeige.
Ein Lob verdienen auch die Menüs: die grosse Schrift und die klare Darstellung erleichtern den Umgang enorm. Allerdings scheinen die Einstellungen kein Ende zu nehmen. Allein die Parameter für die Fotofunktion umfassen acht Display-Seiten; hier hilft das «Quick-Menü» weiter, das individuell belegt werden kann.
Die Menüs sind umfassend und trotzdem angenehm zu bedienen
Quelle: PCtipp

Display und Sucher

Display. Das Touch-Display lässt sich in alle Richtungen kippen und schwenken. Bei Bedarf wird es nach innen versenkt – sei es seinem Schutz in einer rauen Umgebung oder als Disziplinieren gegen das Chimping (das ständige Kontrollieren der letzten Aufnahme). Die Anzeigen sind gross und übersichtlich. Bei der Bedienung mit dem Finger überzeugt das Display mit seiner Präzision und Reaktionsfreude.
Optimal geschützt
Quelle: PCtipp
Über das Touch-Display werden nicht nur Einstellungen geändert, sondern auch der Fokus verschoben. Das funktioniert selbst bei Filmaufnahmen, was zu einer butterweichen Verlagerung der Schärfe führt – solange die Kamera auf einem Stativ montiert ist.
Der grosse OLED-Sucher gefällt durch seine hervorragende Schärfe und Klarheit. Dafür sorgen nicht nur die 2.36 Millionen Bildpunkte, sondern auch die schnelle Wiederholrate von 60 fps. Erst wenn es fast dunkel ist, beginnen schnelle Bewegungen zu verschmieren. Der Sucher lässt sich ausserdem bis zu ±4.0 Dioptrien korrigieren – zum Glück, denn als Brillenträger ist es praktisch unmöglich, das gesamte Sucherbild zu überblicken.

Objektiv

Das mitgelieferte Zoom ist leicht, sehr kompakt und bewahrt den Charakter der G70. Diese Leichtigkeit ist aber auch den durchschnittlichen Werten zu verdanken. Die Brennweite erfasst den unspektakulären Bereich von 28 bis 84 mm (KB), die Lichtstärke beträgt gerade einmal ƒ/3.5 bis ƒ/5.6. Die kürzeste Entfernung beträgt rund 30 Zentimeter.
Klein und leicht: das Kit-Zoom
Quelle: PCtipp
So viel zum ersten Augenschein. Sehen wir uns an, was die G70 ihrem Fotografen an Möglichkeiten bietet.
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Foto trifft Video

Normalerweise laufen meine Kameratests so ab, dass zuerst die fotografischen Möglichkeiten und Qualitäten unter die Lupe genommen werden, gefolgt von den Videofunktionen. Doch das würde der G70 nicht gerecht werden. Bei dieser Kamera verschmelzen die Bereiche auf raffinierte Weise – denn Fotos können bei der Panasonic auch hochstehende «Abfallprodukte» der Videofunktion sein. Zäumen wir also das Pferd von hinten auf.

Meisterhafte Videofunktion

Auflösung. Auf der höchsten Qualitätsstufe filmt die G70 in 4K, also mit einer Auflösung von 3840×2160 Pixel – wahlweise mit 24p oder 25p (Vollbilder pro Sekunde). Dabei beträgt die Bildrate satte 100 MBit pro Sekunde, oder anders gesagt: In dieser Auflösung verschlingt eine Minute Film ganze 750 MB auf der Speicherkarte, für eine Stunde werden 45 GB veranschlagt. Wenn Sie Ihre Ferien in dieser Qualität aufzeichnen möchten, sollten Sie wenigstens ein halbes Dutzend schnelle, grosse Speicherkarten einpacken.
Die nächstbeste Auflösung in Full-HD und 50 fps gibt sich mit 28 Mbit deutlich genügsamer; eine Stunde Film belastet die Speicherkarte mit geradezu bescheidenen 12.6 GB. Hingegen fehlt eine Zeitlupenfunktion, wie sie heute total angesagt ist.
Aufnahmefunktionen. Die Videofunktion wird jedoch noch weiter versüsst. Auf der Oberseite befindet eine dedizierte Aufnahmetaste. Sie steht zwar am richtigen Ort, ist aber leider so weit versenkt, dass sie trotzdem jedes Mal neu ertastet werden muss. Das integrierte Stereomikrofon kann über die Buchse an der Seite durch ein externes Mikrofon ergänzt werden. In den Menüs lassen sich ausserdem Windgeräusche unterdrücken und der Mikrofon-Pegel anpassen.
Display und Fokus. Das grosse, frei bewegliche Display ist bei Videos natürlich eine grosse Hilfe. Wie bereits erwähnt, kann die Schärfe durch ein Tippen auf dem Display an die gewünschte Stelle verlagert werden. Das funktioniert nicht nur zuverlässig, sondern auch unhörbar leise – selbst wenn nur mit dem eingebauten Mikrofon aufgezeichnet wird. Die Brennweite lässt sich jedoch nur über den Drehring ändern, was weiche Zooms mit diesem Objektiv praktisch verunmöglicht.
Video-Qualität. Die Videoqualität ist indes spektakulär. Die Wiedergabe von einem Synology-NAS auf einen modernen 75-Zoll-Fernseher bringt jenen «Wow!»-Effekt zurück, der vor langer Zeit der Gewöhnung weichen musste: Die knackig-scharfen Bilder und die hervorragenden Farben heben private Videos auf ein ganz neues Niveau – den passenden Rechner für die Nachbearbeitung vorausgesetzt. Bei unserem Test kam Final Cut Pro an einem iMac zum Einsatz, das den Schnitt problemlos bewältigte.
Kein NTSC. Allerdings gibt es bei der G70 auch einen happigen Nachteil: Die Kamera zeichnet nur im PAL-Format auf, also mit 25p (4K) oder 50p (Full-HD). Hingegen ist es nicht möglich, die Kamera auf NTSC umzuschalten, damit sie mit 30p resp. 60p filmt. Während das einigen Videografen egal sein dürfte, kann diese sinnlose und unverständliche Einschränkung zu einem K.O.-Kriterium werden – nämlich dann, wenn die Filme zum Beispiel mit jenen aus einem Smartphone gemischt werden, das mit 30p respektive 60p filmt. Bei dieser Mischung kommt es zwangsläufig zu feinen Rucklern. Kurz, wer mit 30p resp. 60 aufzeichnen möchte, muss sich die NTSC-Version zum Beispiel über Ebay im Ausland bestellen.

Video trifft Foto

Bevor wir zu den klassischen Fotofunktionen kommen, soll eine ziemlich spektakuläre Eigenheit der G70 gewürdigt werden: die Aufzeichnung von bis zu 30 Fotos mit einer 8-Mpx-Auflösung! Dabei handelt es sich genaugenommen um ein 4K-Video mit 30 fps, das einfach in seine Einzelbilder zerlegt wird. Diese werden anschliessend als JPEG-Dateien gespeichert, Raw-Aufnahmen sind bei diesem Tempo nicht möglich.
Aus der Bilderreihe werden die Favoriten ausgewählt und als JPEG gesichert
Quelle: PCtipp
Wird ausserdem die Funktion «Pre-Burst» zugeschaltet, zeichnet die Kamera konstant die letzten Sekunden auf, ohne die Bilder zu speichern. Erst wenn der Auslöser gedrückt wird, landet die vorhergehende und die nachfolgende Sekunde auf der Speicherkarte. Anschliessend werden auf dem Display die gewünschten Aufnahmen ausgewählt und als reguläre JPEG-Fotos auf der Karte abgelegt. Papi verpasst also nie wieder den grossen Moment, wenn Junior auf dem Sportplatz punktet! Allerdings muss die Funktion mit Bedacht gewählt werden, weil der Akku ungleich viel stärker belastet wird.
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Bildqualität

Fotografische Qualitäten

Die G70 ist Panasonic-typisch mit einem Micro-Four-Thirds-Sensor ausgestattet, der ein pummeliges Seitenverhältnis von 4:3 aufweist. (Der Name ist Programm.) Die Auflösung beträgt 16 Mpx. Wird auf das schlankere Seitenverhältnis von 3:2 umgeschaltet, sinkt die Auflösung auf 14 Mpx.
Verschluss und Serienaufnahmen. Die G70 arbeitet wahlweise mit einen mechanischen oder einem digitalen Verschluss. Dabei macht das mechanische Modell so überraschend viel Lärm, dass es für die stillen Momente immer die falsche Wahl ist. Die kürzeste Belichtungszeit liegt bei 1/4’000 Sekunde, die Blitzsynchronzeit bei einer nicht mehr ganz zeitgemässen 1/160 Sekunde. Wird im Raw-Format fotografiert, schafft die G70 bis zu 8 Bilder pro Sekunde.
Alternativ kann der digitale Verschluss verwendet werden, der die Belichtungszeit auf bis zu 1/16’000 Sekunde reduziert. Perfekt für grelles Tageslicht – verbunden mit dem Wunsch, eine offen Blende zu verwenden. Ausserdem fotografiert die G70 jetzt unhörbar leise. Der Haken: Obwohl die Belichtungszeit extrem kurz ist, werden die Pixel des Sensors nicht gleichzeitig, sondern zeilenweise ausgelesen. Dabei kann es zu Verzerrungen bei schnellen Motiven kommen, auch bekannt als «Rolling Shutter Effect». Ironischerweise eignen sich diese extrem kurzen Verschlusszeiten also nicht für schnelle Motive.
Autos in Schieflage sind eine Folge des Rolling-Shutter-Effekts (Belichtungszeit: 1/4000 Sekunde)
Quelle: PCtipp
Schade: In den Einstellungen kann nur zwischen den beiden Verschlussarten gewählt werden; es ist nicht möglich, den digitalen Verschluss automatisch zuschalten zu lassen, wenn das mechanische Modell an seine Grenzen stösst.

Weitere Highlights

Belichtungsreihen. Automatische Belichtungsreihen lassen sich in verschiedenen Abstufungen im Raw-Format erstellen. Maximal lassen sich 7 Aufnahmen im Abstand von einem Belichtungsschritt aufzeichnen – genug, um auch die extremsten Kontraste zu bändigen. Dummerweise muss der Auslöser für die gesamte Dauer der Belichtungen gedrückt bleiben; das führt ohne Fernauslöser fast zwangsläufig zu leichten Verschiebungen oder sogar zu einer Unschärfe. Die Verwendung des Selbstauslösers ist nicht möglich. Diese Funktion haben die Panasonic-Ingenieure leider nicht zu Ende gedacht.
Schwenkpanoramen. Panoramen werden erstellt, indem die Kamera einfach über die Szene geführt wird. Das fertig montierte JPEG-Bild ist knapp 16 Mpx gross, Raw-Bilder werden dabei keine aufgezeichnet.
Nahtlose Panoramen
Quelle: PCtipp
Bildstabilisator. Zwar fehlt dem Kit-Zoom ein Bildstabilisator, doch ein solcher ist direkt im Gehäuse verbaut – und er leistet ganze Arbeit! Hier die Übersicht:
Die Übersicht
Quelle: PCtipp
Und hier der Crop, wobei die unteren beiden Aufnahmen aus der Hand gehalten wurden. Es wurde jeweils die beste Aufnahme aus drei Versuchen ausgewählt:
Crop: Trotz leichtem Tele sind die Bilder bei 1/8 Sekunde immer noch brauchbar
Im maximalen Telebereich von 84 mm sind selbst bei einer 1/8 Sekunde halbwegs scharfe Aufnahmen möglich. Bei 1/4 Sekunde wird die Schärfe jedoch zum Glücksspiel. Dessen ungeachtet hätte man eine freihändige Teleaufnahme mit 1/4 Sekunde noch vor wenigen Jahren als Fiebertraum der Low-Light-Fotografen abgetan.

Bildqualität

Farbe. Die G70 überzeugt mit kräftigen Farben und einer sehr guten Schärfe, die zusammen mit dem Kit-Zoom bis in die Ecken reicht. Wenn bunte, knackige Ferienfotos genau Ihren Geschmack treffen, empfiehlt sich für JPEG-Aufnahmen ausserdem die Anpassung «Lebhaft». Bei allen Vorgaben lassen sich die Farbgebung und die Kontraste anpassen; kontrollwütige Fotografen können sich also die Motivprogramme auf den Leib schneidern.
Knackig-scharf
Quelle: PCtipp
Belichtungsmessung. Die Kamera tendierte in unserem Test fast durchs Band zu einer deutlichen Unterbelichtung. Diese ist sogar so ausgeprägt, dass es sinnvoll sein kann, die Belichtung pauschal um 2/3 Belichtungsstufen zu verlängern:
Der Hang zur Unterbelichtung ist überdeutlich
Quelle: PCtipp
Schärfe. Die Schärfe hingegen lässt nichts zu wünschen übrig: das Kit-Zoom überzeugt bis in die Ecken. Hier die Übersicht, aufgenommen bei Blende 8.
Die Übersicht
Quelle: PCtipp
Und hier der Crop aus der Ecke:
Die Schärfe erreicht auch die Ecken (Blende 8)
Dämmerung. Selbst in der Dämmerung kann die G70 bestehen. Bilder mit 800 ISO sind nahezu rauschfrei. Das ändert sich auch bei 1600 ISO kaum. Bei 3200 ISO und 6400 ISO verschwinden die ersten Details. An den möglichen 12’800 ISO und 25’600 ISO erfreut sich hingegen vor allem die Marketing-Abteilung. Hier die Übersicht:
Die Übersicht
Quelle: PCtipp
Und hier die Crops:
Sehr gute Resultate bis 3200 ISO
Allerdings fällt auch hier auf, dass die G70 deutlich zu knapp belichtet. Das wiegt umso schwerer, weil bei der Aufhellung am Computer zuerst einmal das Rauschen in den dunkeln Bereichen verstärkt wird. Bei den korrekt belichteten Stellen überzeugen die Resultate zwar – aber es wird auch deutlich, dass es sich hier «nur» um einen Sensor im Format Micro-Four-Thirds handelt – und dessen Fläche ist eben deutlich kleiner, als das APS-C-Format, das preislich etwa in derselben Liga spielt.
Hier ein direkter Vergleich mit den OOC-JPEGs einer Fujifilm X-E2. Die Kamera löst ebenfalls mit 16 Mpx auf und liegt preislich etwa mit der G70 auf Augenhöhe. Allerdings ist sie mit einem APS-C-Sensor ausgerüstet. In der Übersicht fällt vor allem die unterschiedliche Belichtung auf. Die Fujifilm belichtet vielleicht einen Tick zu hell – doch solange Zeichnung in den Lichtern vorhanden ist, kommt das der Nachbearbeitung sogar entgegen:
Dramatische Unterschiede bei der Belichtungsmessung
Im Crop werden anschliessend die Reserven des grösseren Sensors deutlich, hier bei 6400 ISO:
Ohne Worte
Kurz, die G70 bietet ansprechende Ergebnisse, solange stets ein Auge auf die Belichtung geworfen wird. Wer jedoch häufig in der Dämmerung fotografiert, findet in dieser Preisklasse besser geeignete Kameras.
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Kaufempfehlung und Fazit

Mischrechnung

Die G70 hinterlässt einen gemischten Eindruck, doch die positiven Eindrücke überwiegen bei weitem. Die Kamera eignet sich hervorragend für anspruchsvolle Amateure, die auf eine bestmögliche Video-Qualität Wert legen. Das Bedienkonzept lässt kaum Wünsche offen, was nicht zuletzt dem hervorragenden Display und der übersichtlichen Menüstruktur zu verdanken ist.
Aufgrund des bescheidenen Gewichts wird die G70 auch zur idealen Ferienkamera. Allerdings sollte erwähnt werden, dass das Kit-Zoom mit seiner beschränkten Brennweite von 28 mm bis 84 mm schnell an seine Grenzen stösst – und zwar an beiden Enden. Wer damit leben kann, wird mit scharfen, knackigen Bildern belohnt. Nur die zickige Belichtungsmessung verwässert die einwandfreie Bilanz. Im Dämmerlicht schwächelt die G70 zwar ab 6400 ISO, doch die Resultate sind für einen Sensor dieser Grösse überzeugend.
Die Video-Funktion, eines der auffälligsten Merkmale, sorgt für hervorragende Filme. Umso schwerer wiegt der Makel, dass bei der Bildrate nur ein Vielfaches bei PAL-Norm unterstützt wird, also 25p resp. 50p. Das gilt sowohl für 4K, als auch für Full-HD-Streifen. Werden diese zum Beispiel mit Filmen aus einem iPhone gemischt (Full-HD, 60p), dann kommt es zwangsläufig zu feinen Rucklern. Wie schwer das wiegt, ist jedoch Ermessenssache.
Über diesen Link gelangen Sie zum deutschen Handbuch im PDF-Format.

Fazit

Die Panasonic Lumix DMC-G70 bietet viel Spitzentechnologie und zeigt nur wenige Schwächen. Für Globetrotter und Familienfotografen wird sie zum idealen Begleiter.
Das Testgerät wurde uns freundlicherweise von Digitec zur Verfügung gestellt. Über diesen Link gelangen Sie direkt zur Produktseite.

Testergebnis

Gewicht, Display, Menü, Ergonomie, Bildqualität, 4K-Filme, alternativer Digitalverschluss, «Pre-Burst»-Funktion
Keine Filme mit 30/60 fps, deutliche Tendenz zur Unterbelichtung, «preiswerte» Anmutung

Details:  Micro-Four-Thirds-Sensor mit 16 Mpx, Filme bis 4K (25 fps), schwenkbares Touch-Display, Aufklappblitz & Blitzschuh, Zoom 14-42 mm (KB: 28-84 mm), ƒ3.5-5.6, Raw & JPEG

Preis:  789 Franken

Infos: 
www.panasonic.ch

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