Kompakt und leise: Test der PlayStation 4 Slim

Sparsamer Leisetreter plus Fazit

Bei rotierenden Discs deutlich leiser

Bei der Lautstärke machten sich zunächst nur geringe Unterschiede bemerkbar. Nach erfolgter Hintergrundinstallation war die rotierende Disc des Spiels «Bloodbourne» beim Start mit 34 bis 39 dB(A) aus der Distanz bei beiden Konsolen kaum hörbar. Beim Rotieren einer Scheibe dröhnt es aber beim grossen Kollegen teilweise schon lauter. Während die normale PS4 hier schon bei der ersten Introsequenz mit bis zu 58 bis 62 dB(A) noch deutlich vom vier Meter entfernten Sofa aus hörbar ist, sind es bei der PS4 Slim unter Volllast noch angenehme 46 bis 50 dB(A).

Deutlich sparsamer im Energieverbrauch

Noch mehr Unterschiede stellten wir beim Stromverbrauch fest: Während die kleine PS4, kalt gestartet, im Dashboard maximal 43 Watt beansprucht, offenbart sich die grosse PS4 mit bis zu rund 60 Watt Verbrauch nach dem Systemstart als Energieschleuder. Bei Spieleinstallation und ersten Introsequenzen grafisch aufwendiger Titel saugt die alte PS4 schon mal bis zu 110 Watt aus der Dose, und das noch nicht unter Volllast. Bei dem wiederholten Szenario auf dem neuen Gerät waren es bis 83 Watt – also rund 30 Watt weniger.
Modellvergleich: Xbox One S und PS4 (hinten); vorne: PS3 Slim und PS4 Slim
Quelle: PCtipp
Allerdings interessant war der Einbezug der Xbox One S. Im Spiel «Rise of the Tomb Raider» war die neue Microsoft-Konsole bei rotierender Disc manchmal kaum hörbare 6 dB(A) lauter als die PS4 Slim. Dafür entpuppte sich die Xbox One S als äusserst sparsame Konsole: Mit nur ca. 28 bis 32 Watt beim Start in die Menüoberfläche benötigt sie sogar noch weniger Strom als die neue Konsole von Sony (43 Watt). Unter Volllast waren sowohl Lärmdifferenz als auch Stromverbrauch teilweise weniger deutlich erkennbar. Den Geräuschpegel haben wir aus nächster Nähe gemessen. Potenzielle «Unschärfequelle»: Die nebenher im Standby laufende Horizon-Box von UPC würde man im Alltag auch hören.

Minim erneuerter Controller

Der Controller ist nahezu identisch geblieben. Die Farbe der Analogsticks ist jetzt in Grau gehalten. Im Betrieb schimmert nun unter der oberen Kante des Touchpads ein bläulicher Lichtstreifen durch. Wozu das gut sein soll, wusste zunächst niemand. Aber allem Anschein nach will Sony mit dem zusätzlichen Leuchtstreifen nur bezwecken, dass Spieler in Multiplayer-Gefechten ihren Controller farblich unterscheiden können. Beim Stromverbrauch mit demselben Akku und dem angeblich stärkeren Bluetooth-Modul konnten wir bis jetzt keine Unterschiede ausmachen.
Beim Controller hat sich äusserlich fast nichts geändert. Lediglich die Farbe der Thumbsticks (unten) ist dem raueren Finish der PS4-Slim-Konsole angelehnt
Quelle: PCtipp

Fazit

Beim Stromverbrauch kann die PS4 Slim die Xbox One S doch nicht ganz toppen. Auch hier gilt: Wer schon die PlayStation 4 besitzt, wird kaum umsteigen wollen. Wer erst jetzt mit einer PS4 einsteigt und gerade einen 4K-Fernseher gekauft hat, wartet besser auf die PS4 Pro, die im November erscheint. Das Modell kostet zwar 100 Franken mehr, ist aber langfristig die bessere Investition. Preislich war die PS4 aber noch nie so günstig.
Das Testgerät wurde uns freundlicherweise von Digitec zur Verfügung gestellt. Die 500-GB-Version für Fr. 299.– kann hier bestellt werden. Eine 1-TB-Version ist angekündigt, jedoch bei den Händlern noch nicht verfügbar.

Testergebnis

Design, Lautstärke, Preis
Stromverbrauch (im Vgl. zur Xbox One S)

Details:  AMD-Single-Chip-Prozessor, AMD-Jaguar-CPU (8 Kerne), AMD-GPU (1,84 TFLOPS), 8 GB GDDR5-RAM, 500 GB HDD, Blu-ray-Laufwerk, USB 3.0, Ethernet, WLAN AC, Bluetooth 2.1, HDMI, Dualshock-4-Controller mit Touchpad

Preis:  Fr. 298.–

Infos: 
www.sony.ch

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Autor(in) Simon Gröflin



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