Test: Surface Laptop

Power unter der Haube

Power unter der Haube

Uns hat Microsoft Schweiz eine Core-i5-Version mit 8 GB RAM und einem 128-GB-SSD testhalber zur Verfügung gestellt. Rein von der Performance her konnten wir Windows 10 S daher bezüglich Rohleistung nur mit einigen App-basierten Benchmarks wie AnTuTu auf den Zahn fühlen. Der Vergleich verdeutlicht den kaum wahrnehmbaren Leistungsunterscheid von 255'013 Punkten (Windows 10 S) gegenüber 244'274 Punkten (Windows 10 Pro). Zum Spass haben wir auch einmal das actiongeladene Prügelspiel «Killer Instinct» installiert, das aber doch deutlich ruckelte und kaum spielbar war. Dies aber eher, um zu überprüfen, ob der Laptop noch ein paar Leistungsreserven hat, die jene eines Surface Pro 4 überbieten, was definitiv nicht der Fall ist. Im 3DMark-Testprogramm Sky Diver schnitt der Surface Laptop mit 3681 Punkten ab, womit er sich etwa auf Augenhöhe mit einem HP Spectre 13 (3910 Punkte) bewegt, das damals noch einen sparsamen Core-i7U-Prozessor der Vorgängerserie hatte. Im direkten Vergleich mit einem Kaby-Lake-i7K-Desktop-PC scheidet der Laptop sogar im PC-Mark-8-Test noch sehr gut ab (2316 zu 4579 Punkten bei einem Core-i7-PC mit einer GeForce GTX 1080). Im Grunde genommen haben wir es mit einem sehr schnellen Ultrabook zu tun, das auch anspruchsvollere Applikationen sehr rasch startet und problemlos 22 Tabs in einer Browser-Sitzung offen haben kann. Für Videoschnitt oder Games reicht es dann aber ganz klar nicht.
Eine Grazie aus Alu
Quelle: NMGZ

Über 14 Stunden Akkulaufzeit

Das Beste aber ist die ausgesprochen lange Akkulaufzeit von 14 Stunden und 20 Minuten. Man kann praktisch den ganzen Arbeitstag vor dem Gerät verbringen und hat gegen Abend noch problemlos 40 bis 50 Prozent Akkuleistung übrig. Wir hatten im Test sogar einmal das Surface Pro 4 und den neuen Laptop parallel im Betrieb, indem wir tagsüber auf beiden Geräten mit ca. 66 Prozent Bildschirmhelligkeit gelegentlich ein wenig im Internet surften. Über den Daumen gerechnet, schaffte das Surface Pro 4 ungefähr siebenenhalb Stunden, während der neue Laptop beinahe mit der doppelten Akkulaufzeit trumpfen konnte. Interessant sind hier auch der Wärmevergleich und der Geräuschpegel. Das Core-i5-Notebook ist, abgesehen von Prozessen während der Leistungstests, fast nicht hörbar. Das Surface Pro 4 kann am Deckel auf der ganzen Fläche sehr warm werden. Nicht so beim Surface Laptop, der sich nur ganz minim in der Base beim Klappscharnier, und auch nur unter Last, ein wenig aufwärmt.
Die Surface-Familie

Diese Modelle gibt es

Haben kann man den dünnen Silberling mit aktuellen Kaby-Lake-i5- und -i7-Prozessoren und variablen Speicherbestückungen im Microsoft-Store und bei Resellern ab einem Strassenpreis von 1129 Franken. Damit gemeint ist die günstigste Ausführung (mit Core i5 und 4 GB RAM), die uns beim Arbeitsspeicher ein wenig gähnen lässt. Die High-End-Ausführung mit 512 GB SSD und Core i7 mit zusätzlichem Iris-Pro-Grafikkern ist mit rund 2500 Franken fast doppelt so teuer. Die Handauflage besteht bei allen Modellen aus Alcantara, einem faserigen Polyestermaterial, das sich in der Bedienung sehr gut anfühlt, weil es den Händen eine rutschsichere Unterlage bietet. Wie wir schon im ersten Hands-on-Test angetönt haben, sind wir noch immer überzeugt davon, dass sich mit der Zeit leider auch ein wenig Fett ansammeln könnte.
Ein Stoff, der sicher Fett aufnimmt
Quelle: NMGZ

Fazit

Der Surface Laptop bereitete uns im Test eine Menge Freude. Die dünne Bauweise und das gute Display könnten manche neidischen Blicke auf sich ziehen. Von der allgemeinen Systemleistung, der Abwärme und der Lautstärke her gibt bei unserer Konfiguration kaum etwas zu beanstanden. Auf Spiele ausgelegt sind auch das Surface Book und das Surface Pro 4 nicht. Microsoft orientiert sich vor allem an Power-Office-Nutzern. Ein bisschen Bauchschmerzen bereiten uns die Konfigurationen mit teilweise recht grossen Preissprüngen nach oben. Wünschenswert wären zudem weitere Tastaturoptionen ohne den heiklen Kunststoff. Warum nicht einfach Alu? Wir empfehlen ausserdem dringend ein stoffiges Etui, um den schlanken Gefährten wegen der Verkratzungsgefahr jederzeit ohne Berührungsängste im Rucksack verstauen zu können.
Erhältlich ist der Surface Laptop in den Farben Burgunder, Silber, Blau und Gold.

Testergebnis

Design, Gewicht, Akkulaufzeit, Tastatur, Touchpad
Kratzanfälligkeit, Tastatur-Cover, Konnektivität

Details:  13,5 Zoll (PixelSense-Display, 2256 x 1504 px), i5-7300U (2,6 bis 3,5 GHz), Intel-Grafiklösung, 8 GB RAM, 128 GB SSD, WLAN 802.11ac, Bluetooth 4 LE, 30,8 x 22,3 x 1,4 cm, 1,25 kg, Windows 10 S

Preis:  ab Fr. 1129.–

Infos: 
microsoftstore.com/store/mseea/de_CH

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Autor(in) Simon Gröflin


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