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Lesedauer 4 Min.

Test: LTE-Router Netgear Nighthawk M1

Mit dem Nighthawk M1 lanciert Netgear einen mobilen LTE-Router, um Geräten wie Smartphones, Tablets oder auch Notebooks einen Internetzugang von unterwegs zu ermöglichen. Der Test zeigt, wie gut sich das Gerät schlägt.

Netgear Nighhawk M1: der mobile LTE-Router

© Quelle: PCtipp.ch

Quadratisch, praktisch und vor allem klein: Das Gerät misst gerademal 11 × 11 × 2 cm (B × T × H), wiegt 243 Gramm (inklusive austauschbarem 5040-mAh-Akku) und dürfte somit in jeder etwas grösseren Jackentasche bequem Platz haben. Ausstattungsseitig verfügt der mobile Hotspot (Strassenpreis: Fr. 329.-) ausserdem über eine Gbit-LAN-Buchse, mit der das Gerät auch als Internet-Gateway genutzt werden kann. Ein USB-A- und kleinerer USB-C-Port komplettieren die Buchsen. Mit dem «A»-Anschluss lassen sich weitere Geräte aufladen, der «C»-Port dient wiederum dazu, den Akku des M1 aufzutanken.

Netgear Nighhawk M1: die Anschlüsse

© Quelle: PCtipp.ch

Zudem können beide USB-Steckplätze benutzt werden, um einen externen Speicher mit dem LTE-Netzwerkknoten zu verbinden, womit sich Daten zum entsprechend verbundenen Endgerät streamen lassen. Gefunkt wird per Dualband-MIMO-Technologie – parallel im 2,4- und 5-GHz-Band. Oberseitig ist ein rundes Display angebracht, das den Benutzer über das benutzte Datenkontingent, die bestehende Verbindung sowie die vorhandene Kapazität des Akkus informiert. Gegenüber der Anschlüsse auf der Seite befindet sich der Power-Button, um das Gerät ein- und auszuschalten.

Lesen Sie auf der nächsten Seite: die Ausstattung

die Ausstattung

Die Ausstattung

Netgear Nighhawk M1: schmatischer Aufbau der Rückseite

© Quelle: PCtipp.ch

Eine weitere Eigenheit des Nighthawks: Links und rechts am Rand, und hinter einer Gummi-Abdeckung geschützt, befinden sich zwei TS-9-Anschlüsse, um das Gerät mit externen Antennen zu erweitern, und so die Reichweite im Netzwerk zu erhöhen. Der Einschub für die Micro-SIM-Karte, die für den mobilen Internetzugang benötigt wird, befindet sich auf der Unterseite. Um sie in das Gerät einzustecken, muss zuerst die Plastikverschalung abgezogen und danach der Akku herausgenommen werden. Dann kann die SIM-Karte eingeschoben werden. Ausserdem befindet sich dort auch noch ein Steckplatz für eine microSD-Karte.

Netgear Nighhawk M1: Mit dem M1-Akku hält der Router bis zu 2 Tage

© Quelle: PCtipp.ch

Die Einrichtung des Nighthawk M1 gelang im Test sehr schnell über die Netgear-App «Mobile» (http://www.netgear.com/mobileapps für Android und iOS). Dazu wird die App zuerst auf das Smartphone installiert. Dann wird der Router (mit installierter SIM-Karte) eingeschaltet. Danach startet man die Mobile-App von Netgear auf dem Smartphone und folgt den Anweisungen des Assistenten. Unter anderem werden bei der Inbetriebnahme Benutzername und Kennwort festgelegt. Damit nun das Smartphone ab sofort auf den mobilen Internetzugang via 4G zugreifen kann, muss man die SSID und das WLAN-Passwort des LTE-Routers unter den WLAN-Einstellungen des Smartphones sichern. Beides kann im Display des LTE-Routers auf Knopfdruck abgelesen werden. Damit ist die Einrichtung abgeschlossen.

Hauptmenü der «Mobile App» (links). Mit «Salt 4G» verbunden, nun folgt das Feintuning: Auswahl der Kanalbreite pro Frequenzband (rechts)

© Quelle: PCtipp.ch

Lesen Sie auf der nächsten Seite: die Einrichtung, sowie «Tempo und Fazit»

die Einrichtung, sowie Tempo und Fazit

Die Einrichtung

Achtung: Ist die SIM-Karte per SIM-PIN gesperrt, muss diese vor dem Einsetzen in den LTE-Router erst entsperrt werden. Meist findet sich in dem Einstellungsmenü des Smartphones der entsprechende Button. Schauen Sie sich dazu auch die entsprechenden Hilfestellungen des Handy-Herstellers an.

Zur App: In ihrem Hauptmenü werden u.a. die Datennutzung «GB verbraucht», der Provider, sowie Netzwerkname angezeigt. Links oben befindet sich ein Button, der zu den erweiterten Einstellungen führt. Dort können Anwender die Reichweite und die Kanalbreite der WLAN-Verbindung feintunen, um Tempo und Reichweite zu erhöhen. Unter Netzwerk lässt sich zudem auch der Anbieter für den mobilen Internet-Zugang («APN») auswählen oder bei Bedarf ändern.

Tempo und Fazit

PCtipp hat den Nighthawk M1 im 4G-Netz von Salt in Zürich getestet. Zum Tempo: Das mit dem M1 per WLAN-ac verbundene Galaxy S7 erreichte im Downloadmodus 19,75 Mbit/s, im Uploadmodus schaffte die Verbindung 9,81 Mbit/s. Bei unserem HP-Testnotebook Elitebook G850 konnte der Datendurchsatz auf 66 Mbit/s (Download) und 39 Mbit/s (Upload) gesteigert werden. In der Vergleichsmessung, in der wir die Karte zurück ins S7-Handy steckten, erreichten wir jeweils 21 Mbit/s (Download/Upload).

Netgear Nighhawk M1: der mobile LTE-Router

© Quelle: PCtipp.ch

Im erweiterten Streaming-Test konnten wir den M1 als Medienserver einsetzen. Auf einer via USB-C-Port angeschlossenen externen Festplatte konnten wir eine Test-Filmdatei (UHD-Format, 3840 × 2160 Pixel) zum Testnotebook hin flüssig streamen. Mit voll aufgeladenem Akku hielt der Hotspot im Praxistest und je nach Nutzung zwischen 0,5 bis 2 Tage durch. Um den komplett entleerten Stromspender per mitgeliefertem Netzteil wieder auf 100 Prozent aufzuladen, wurden im Test lediglich knapp 2 Stunden benötigt.

Fazit: Netgears Nighthawk M1 ist ein LTE-Router der Sonderklasse: Der mobile Hotspot ist schnell installiert, prima ausgestattet und dank Mobile-App auch einfach zu bedienen. Bezüglich Tempo, Akkulaufzeit und Funktionalität verdient sich das Gerät Bestnoten.

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