Datenschutz im Netz: So gehts!

von Florian Bodoky, dpa 10.01.2019

Gute Passwörter

Ein gutes Passwort ist erst der Anfang Ein gutes Passwort ist erst der Anfang Zoom

Ein starkes Passwort hat mindestens acht, besser zwölf oder mehr Stellen. Es besteht aus Gross– und Kleinbuchstaben, Ziffern und Sonderzeichen. Namen von Familienmitgliedern, Stars, Geburtsdaten oder simple Wörter sind tabu. Am besten taucht das Passwort nicht im Wörterbuch auf. Ein schwaches Passwort kann auch nicht durch das Anhängen von Zahlen oder Sonderzeichen sicher gemacht werden.

Passwortsicherheit

Mit einem sicheren Passwort ist es nicht getan. Denn jedes Online–Konto braucht ein eigenes sicheres Passwort. Ansonsten stehen Angreifern sämtliche Konten offen, wenn nur ein Passwort geknackt oder bekannt wird. Passwortmanager helfen dabei, den Überblick zu bewahren und starke Passwörter zu erzeugen. Noch einmal: niemals dasselbe Passwort für mehr als ein Konto benutzen.

Doppelt hält besser: Zweifaktor–Authentifizierung

Ein sicheres Passwort ist gut, ein zweiter Sicherheitscode ist besser. Genau das macht die Zweifaktor–Authentifizierung (2FA), die von immer mehr Anbietern – darunter auch Riesen wie Google, Facebook, Amazon und anderen – bereitgestellt wird. Ist sie aktiviert, wird nach Eingabe des Passworts noch ein zweiter Code abgefragt. Dieser kann per SMS übertragen oder über eine App (Google  Authenticator, Microsoft Authenticator, Authy oder Lastpass) oder einen Codegenerator erzeugt werden. Ein dritter Weg sind Sicherheitsschlüssel auf USB–Sticks, die beim Anmelden an den Computer angesteckt sein müssen. Eine Übersicht über Dienste im Netz, die 2FA anbieten, gibt die Website twofactorauth.org. Experten raten dazu, wann immer möglich die Zweifaktor–Authentifizierung zu nutzen.

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    Kommentare

    • Poldi 13.01.2019, 14.09 Uhr

      In diesem Artikel lese ich zum wiederholten Male die Regel, für jedes Online Konto ein eigenes Passwort. Dies entspricht auch meiner Meinung. Warum wird trotzdem überall für die Swiss ID geworben. Da heisst es doch "der Vorteil sei ein Zugangscode und ein Passwort für alle Logins". Was macht diese Swiss ID so sicher, dass diese Regel nicht mehr gilt? Ich habe noch nie eine Antwort auf diese Frage bekommen. Poldi

    • geekyshadow 13.01.2019, 16.11 Uhr

      SwissID bietet mehr Sicherheits-Features (z.B. Zwei-Faktor-Authentifizierung) als ein normaler „08/15-Account“ bei einem beliebigen Internetportal. Würde das SwissID-Konto gehackt, könnte man die Freigaben bei den Online-Diensten zurückziehen.

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