Datenschutz im Netz: So gehts!

von Florian Bodoky, dpa 10.01.2019

Onlinespeicher

Cloud-Hacks stehen an der Tagesordnung Cloud-Hacks stehen an der Tagesordnung Zoom

Cloud–Dienste sind praktisch, bergen aber ein Datendiebstahl–Risiko. Vor allem sensible Daten sollten Nutzer deshalb nicht unverschlüsselt in einem Onlinespeicher ablegen, rät das Bundesamt für Sicherheit  in der Informationstechnik (BSI). Zudem empfehle es sich, vor der Nutzung die Datenschutzbestimmungen des Anbieters zu prüfen und auch darauf zu achten, dass die Daten verschlüsselt zum Server übertragen werden.

Einfallstor E–Mail

HTML–Code und eingebundene Anhänge von Fotos machen E–Mails hübsch anzusehen, können aber auch missbraucht werden. Frank Rieger, Sprecher des Chaos Computer Clubs (CCC), rät dazu, beide Funktionen in den Einstellungen seines Mail–Programms abzuschalten. Mails können dann immer noch als Reintext angezeigt werden, die Privatsphäre bleibt aber geschützt. Vorsicht gilt auch bei Dateianhängen. Sie sollten mit Misstrauen behandelt und nicht leichtfertig geöffnet werden.

Phishing

Eine vermeintliche Rechnung von Amazon, ein «Problem» mit dem PayPal–Konto, eine «Sperrung» des Facebookzugangs – und das alles per Mail ins Postfach? In den allermeisten Fällen handelt es sich dabei um Betrugsversuche, die nur darauf abzielen, an persönliche Daten wie Benutzernamen, Passwörter oder Bankdaten zu kommen. Empfänger werden dazu auf täuschend echt nachgebaute Internetseiten  gelockt, auf denen sie Formulare ausfüllen sollen. Auch die Absenderadressen können gefälscht sein und auf den ersten Blick echt aussehen.

Bei solchen Mails ist Vorsicht angesagt. Das Landeskriminalamt Niedersachsen rät dazu, sich im Zweifelsfall beim Absender zu vergewissern, ob ein Schreiben echt ist. Dafür wählt man aber keine Kontaktmöglichkeit aus dem Schreiben, sondern recherchiert den Kontakt auf anderem Weg.

Bei angeblichen Kontosperrungen prüft man erst einmal, ob das Konto wirklich gesperrt ist. Auch hier gilt: nicht auf Links in der verdächtigen E–Mail klicken, sondern beispielsweise die Adresse der Bank von Hand in die Adresszeile eingeben oder per Suchmaschine suchen.

Updates

Aktualisierungen für das Betriebssystem sowie für alle Programme sollten Anwender immer so schnell wie möglich installieren. Sonst können Angreifer im schlimmsten Fall Sicherheitslücken ausnutzen, um Daten vom Rechner abzugreifen. Für den Grundschutz vor Attacken und schnüffelnden Schadprogrammen sind zudem eine Firewall und ein stets aktuell gehaltener Virenscanner unerlässlich.

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    Kommentare

    • Poldi 13.01.2019, 14.09 Uhr

      In diesem Artikel lese ich zum wiederholten Male die Regel, für jedes Online Konto ein eigenes Passwort. Dies entspricht auch meiner Meinung. Warum wird trotzdem überall für die Swiss ID geworben. Da heisst es doch "der Vorteil sei ein Zugangscode und ein Passwort für alle Logins". Was macht diese Swiss ID so sicher, dass diese Regel nicht mehr gilt? Ich habe noch nie eine Antwort auf diese Frage bekommen. Poldi

    • geekyshadow 13.01.2019, 16.11 Uhr

      SwissID bietet mehr Sicherheits-Features (z.B. Zwei-Faktor-Authentifizierung) als ein normaler „08/15-Account“ bei einem beliebigen Internetportal. Würde das SwissID-Konto gehackt, könnte man die Freigaben bei den Online-Diensten zurückziehen.

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