Fast ein Windows 10 24.02.2022, 08:00 Uhr

ExplorerPatcher

Das coole Gratistool macht unter Windows 11 einige von Microsofts umstrittenen Design-Änderungen rückgängig, sei es im Datei-Explorer oder in der Taskleiste.
Der ExplorerPatcher erlaubt Anpassungen, die Microsoft für Windows 11 nicht mehr vorgesehen hatte
(Quelle: PCtipp.ch)
Windows 11 bringt zwar viele interessante Neuerungen, hat aber ein paar sehr beliebte, aus Windows 10 bekannte Funktionen über die Klinge springen lassen.
Viele User würden zum Beispiel gerne die automatische Gruppierung der Fenster in der Taskleiste rückgängig machen und eigene Symbolleisten anzeigen können. Auch mögen viele Nutzerinnen und Nutzer lieber nur kleine Symbole in der Taskleiste. Für das meiste davon wäre eine komplette Rückkehr zur Windows-10-Taskleiste nötig.
Andere wiederum wollen in der Windows-Uhr unten rechts eine Sekundenanzeige haben. Vielen fehlt im Datei-Explorer das herkömmliche Menüband oder sie stören sich an den abgerundeten Ecken.
Dass Microsoft zum Erfüllen dieser Wünsche keine Hand reichen wird, ist abzusehen. Die Nutzerschaft wird in so ziemlich jedem Microsoft-Forum auf den Feedback-Hub verwiesen, mit der Bitte, die Wünsche doch dort zu äussern. Darum muss die Anwendergemeinde die Sache selbst in die Hand nehmen. Der rumänische Entwickler Valentin-Gabriel Radu hat sich des Problems angenommen und den ExplorerPatcher als kostenlose Open-Source-Anwendung zur Verfügung gestellt. In der aktuellen Version ist die Bedienoberfläche nur in Englisch zu haben, ist aber dennoch nicht allzu kompliziert.
Lesen Sie auf der Folgeseite wichtige Hinweise zur Installation und zur Bedienung des ExplorerPatchers.



Kommentare

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crimle
24.02.2022
Toll dieser Explorer Patcher! Es fehlt nur noch die Möglichkeit, das Startmenü so zu haben wie unter Windows 10, das heisst die angepinnten Symbole auf den ersten Blick sichtbar und gleichzeitig die alphabetische Liste aller Apps. Dann ist Windows 11 auch für Power-User wieder brauchbar. Grundsätzlich gefällt mir, dass Windows 11 sehr aufgeräumt daherkommt. Ich kenne viele Benutzer, die nicht wissen, was ein Startmenü ist bzw. wozu man es brauchen kann. Angepinnte Apps finden sie nicht obwohl das Symbol prominent gleich vor der Nase aufleuchtet. Und mit den vielen Symbolen in der Menüleiste des File Explorers sind sie überfordert. Was ich aber nicht verstehe: Microsoft gibt uns PowerUsern keine Möglichkeit, das Verhalten des Startmenüs und die Menüleiste des Explorers zu verändern und an unsere erweiterten Bedürfnisse anzupassen. Es nervt mich, wenn ich für viele Aktionen 2-3 Mausklicks mehr benötige als früher. Das macht im Lauf des Tages hunderte oder sogar tausende von zusätzlichen Mausklicks, die das Arbeiten umständlicher und für Hand und Arm anstrengender machen. Der Explorer Patcher zeigt, dass es durchaus möglich wäre, Windows 11 anpassbarer zu machen. Man (Microsoft) müsste nur wollte. Ich bin sehr froh, dass es Entwickler von solchen Tools (Explorer Patcher) gibt.

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Gaby Salvisberg
24.02.2022
Ja, fürs Startmenü gibts leider keine wirklich stabile Alternative, die kostenlos wäre. Bleibt nur das kostenpflichtige Start11 von Stardock. Ein wenig hoffe ich, dass vielleicht die PowerToys-Entwicklergemeinde auf die Idee kommt, hier ein wenig nachzuhelfen. ;-)

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Muvimaker
27.02.2022
Na ja, so ganz alternativlos ist Classic bzw Open Shell nun auch wieder nicht. Ok, es bringt zwar unter Windows 11 nicht das Startmenü im Windows 10-Look zurück, doch es zeigt ein Startmenü, das seinen Namen auch verdient. Die Skins sind sehr flexibel anzuwenden, Aero Glass ist auch möglich, sogar eingefleischte Retro-User können die Windows 7-Darstellung ein- oder mehrspaltig haben. Es läuft jedenfalls unter Windows 11... Die Möglichkeiten des Classic Explorers sind ungleich mächtiger. Alleine die Einstellbarkeit der Symbolleiste ist unbezahlbar. Ob es nur Grundfunktionen oder selbst angepasste Schaltflächen sind, hier findet man alles. Natürlich geht vieles auch über den Schnellzugriff, doch seit Windows 10 ist auch dieser etwas unbequemer geworden. Das Patchprojekt für den Explorer ist jedenfalls nicht zu verachten, wenngleich es noch etwas unrund läuft. Doch Rom wurde ja auch nicht an einem Tag erbaut.

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re460
02.03.2022
Ich bin gegenüber solcher Software äusserst vorsichtig aufgrund früherer Erfahrungen. Warum soll man auf einem aktuellen System mit Windows 11 mit solchen Programmen auf einen älteren Loock zurechtbiegen? Probleme sind so vorprogrammiert, wenn nicht heute dann in einiger Zeit. Das war z.B. bei Classic & Co genau so der Fall. Eingriffe, gleich welcher Art, in ein Betriuebssystem ist keine gute Idee.

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crimle
02.03.2022
... Warum soll man auf einem aktuellen System mit Windows 11 mit solchen Programmen auf einen älteren Loock zurechtbiegen? Wenn man mit all den Neuerungen von Windows 11 zufrieden ist oder sich damit abfinden kann, braucht man solche Tools tatsächlich nicht. Ich bin ein Power-User der den ganzen Tag am PC arbeitet. Es nervt mich, wenn ich für viele Aktionen 2-3 Mausklicks mehr benötige als früher. Das macht im Lauf des Tages hunderte oder sogar tausende von zusätzlichen Mausklicks, die das Arbeiten umständlicher und für Hand und Arm anstrengender machen. Den aufgeräumten oder sogar minimalistischen Ansatz von Windows 11 finde ich für viele Windows-Nutzer ganz ok. Aber ich will mich nicht dem Zwang unterordnen, viel umständlicher arbeiten zu müssen, wenn es auch einfacher geht. Ohne die beiden Tools «Explorer Patcher» und «Start11» würde ich bei Windows 10 bleiben.

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Muvimaker
03.03.2022
@re460 Dann hast Du wahrscheinlich etwas falsch gemacht. Ich verwende Classic/Open Shell schon seit Windows 7 und hatte – bis auf die Anpassung der deutschen Sprachdatei – nie Probleme. Wie bereits User Crimle schreibt – auch ich bin ein Power-User – ist es für flüssiges Arbeiten am Gerät notwendig, eine Oberfläche zu haben, mit der man arbeiten kann. Schön muss sie nicht sein, sondern zweckmäß(ss)ig. Auß(ss)erdem: Wenn ich mit einem persönlich angepassten System (egal ob Windows 7, 8.x oder 10) mindestens 10 Jahre oder mehr gearbeitet habe, dann werde ich mich nicht von heute auf morgen auf eine neue Oberfläche umgewöhnen, sondern mit den vorhandenen Mitteln versuchen, diese gewohnte Umgebung beizubehalten. Ähnliches gilt auch für Office. Ich verwende bis heute kein Ribbon, denn es gibt auch hier Programme, welche bis dato die Verwendung von ganz "normalen" Menüs ermöglichen. Für einen Neueinsteiger mag das Menüband eine ganz normale Erscheinung sein, doch als Hardcore-User war die Umstellung eine nie ganz logisch nachvollziehbare Angelegenheit. Und ob Du es glaubst oder nicht: Es funktioniert noch immer problemlos. Und wenn wir schon von Veränderungen sprechen: Du kaufst Dir doch auch kein neues Auto, ohne vorher den Sitz, die Spiegel und auch sonst einige Dinge nach Deinen Bedürfnissen einzustellen, oder? Vielleicht bist Du auch mit den Felgen/Reifen nicht einverstanden oder möchtest das Fahrzeug tunen lassen. Warum verwendest Du Fremdsoftware wie Textmaker, Firefox und Thunderbird, obwohl es doch so gute "Originalprogramme" vom Hersteller des Betriebssystems gibt, welche sicherlich besser mit dem System harmonieren als diese "Nachbauten"? Eingriffe, gleich welcher Art, in ein Betriuebssystem ist keine gute Idee Dann dürftest Du wahrscheinlich überhaupt keinerlei Anpassungen vornehmen, denn jede Änderung bzw Einstellung stellt schon einen Eingriff im weitesten Sinn dar. Es gibt Fehlermeldungen, welche nur aufgrund "normaler" Einstellungen im System entstanden, nur weil eben genau diese Einstellung in Kombination mit anderen Anwendungen nicht funktionierte.

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re460
03.03.2022
Warum verwendest Du Fremdsoftware wie Textmaker, Firefox und Thunderbird, obwohl es doch so gute "Originalprogramme" vom Hersteller des Betriebssystems gibt, welche sicherlich besser mit dem System harmonieren als diese "Nachbauten"? Ganz einfach, weil ich keinerlei Microsoft-Software verwende, ausser das Betriebssystem, das jedoch fast zu 100% im Hintergrund arbeitet Dann dürftest Du wahrscheinlich überhaupt keinerlei Anpassungen vornehmen, denn jede Änderung bzw Einstellung stellt schon einen Eingriff im weitesten Sinn dar. Ich arbeite schon seit Ewigkeiten mit PCs, zuerst unter DOS, dann ab Windows 3. Jede Änderung und spez. Anpassung im Betriebssystem bringen nicht sehr viel, denn wozu soll ich dafür wertvolle Zeit verschwenden. Genau wegen dem speditiven Arbeiten verzichte ich auf Windows-Programme mit den unübersichtlichen, viel zu grossen Ribbon-Leisten. Genau damit wird ein zügiges Arbeiten verunmöglicht. Nochmals, das Betriebssystem soll im Hintergrund arbeiten und das macht es ohne Anpassungen usw. am besten und am fehlerfreisten. Bluescreens usw. kenne ich schon seit Jahren nicht mehr, vor allem ohne die Microsoftgeschwüre wie MS-Office & Co. Ja, meine PCs und Laptops laufen so zuverlässig wie MAC-Maschinen - warum wohl?

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Muvimaker
04.03.2022
Ja, meine PCs und Laptops laufen so zuverlässig wie MAC-Maschinen - warum wohl? Seltsam, bei mir ist es genau so und ich bin seit DOS 3 .x dabei. Unter Windows 3.x war es sogar oftmals notwendig diverse INI- und andere Konfigurationsdateien anzupassen, um das System zu optimieren bzw Fehler zu beheben. Ich habe immer Anpassungen und Optimierungen (allerdings im Rahmen von vernünftigen Einstellungen, und ohne mit von "Wundertools" wie SoftRAM oder TuneUp Utilities und wie sie alle heißen mögen, blenden zu lassen) vorgenommen. Blue Screens kenne ich zwar, doch mit jeder Version von Windows werden sie seltener (unter 10 hatte ich überhaupt noch keinen). Ja, meine PCs und Laptops laufen so zuverlässig wie MAC-Maschinen - warum wohl? Auch das kann ich zu 100 % unterschreiben. Vielleicht, weil ich nicht unbedingt die neuesten (Beta)-Treiber ausprobiere. Vielleicht auch, weil ich nicht unbedingt sofort auf ein neues System update (7 auf 10, 10 auf 11), sondern eine saubere Neuinstallation vornehme. Vielleicht auch, weil mir nicht jeder Mist auf das System kommt, nur weil er in diversen Computerzeitschriften als schreiender Leitartikel erscheint. Fazit: So oder so - ob jemand das System nahezu unverändert belässt oder eben (in Maß(ss)en) eingreift, es ist auch unter Windows möglich, ein stabiles und über lange Zeit funktionierendes System zu betreiben. Jeder muss selbst wissen was er/sie tut.