Das sind die neuen Funktionen in Ubuntu

Ubuntu liefert einen Vorgeschmack auf seine im Oktober erscheinende Version 17.10. Diese kann man bereits ausprobieren – sie erinnert an Windows.

von Alexandra Lindner 03.08.2017

Angekündigt ist das Ubuntu-17.10-Update für den 19. Oktober. Interessierte Nutzer können aber bereits jetzt über die Alpha-2-Version das neue Release der Linux-Distribution herunterladen. Auch die Derivate Kubuntu, Lubuntu, Ubuntu Mate, Ubuntu Budgie und Ubuntu Kylin stehen zum Download bereit.

Die neue Version basiert auf dem Linux-Kernel 4.11. Ausserdem kehren die Entwickler ab dieser Version wieder zur alten Desktop-Umgebung Gnome zurück. Damit verabschiedet sich Ubuntu von Unity, das seit Version 11.04 verwendet wurde. In der Alpha-Version kommt bereits Gnome 3 als Desktop-Umgebung zum Einsatz. Ursprünglich war die Umstellung erst für die Version 18.04 geplant. Dies wird jedoch nun vorgezogen.

Ubuntu Mate mit vielen Neuerungen

Besonders weitreichend sind die Änderungen bei dem Derivat Ubuntu Mate ausgefallen. Die Entwickler haben anlässlich der zweiten Alpha daher einen ausführlichen Blog-Beitrag mit sämtlichen Änderungen veröffentlicht.

Das Design Redmond erinnert stark an die Desktop-Umgebung von Windows Das Design Redmond erinnert stark an die Desktop-Umgebung von Windows Zoom© Ubuntu

Ubuntu Mate kommt mit gleich mehreren, verschiedenen Panel-Designs. Nutzer, die das Layout von Unity etwa liebgewonnen haben, sollten das Mutiny-Design mit seitlichem Programm-Launcher wählen. Das Cupertino-Layout hingegen würde laut den Entwicklern etwas an macOS erinnern. Nutzer, die zu einer Windows-ähnlichen Version tendieren, sollten die Version Redmond wählen. Weitere Varianten sind Pantheon, Contemporary, Netbook und Traditional.

Standardmässig ist in der Ubuntu-Mate-Version natürlich das traditionelle Mate-Design aktiviert. Die anderen Varianten können über das Mate-Tweak-Tool aufgerufen werden. Aber Achtung: Die verschiedenen Layouts kommen auch jeweils mit unterschiedlichen Funktionen. So findet sich etwa das Global-Menu-Feature nur unter Mutiny, Cupertion und Contemporary. Dieses unterstützt GTK und Qt, LibreOffice, Firefox/Thunderbird, Google Chrome, Electron und weitere Tools.

Head-Up-Display soll Menüpunktsuche vereinfachen

Ebenfalls von diesen drei Layout-Varianten unterstützt wird das Head-Up-Display (HUD). Das Feature soll die Suche nach einem Menüpunkt respektive die Ausführung von Befehlen erleichtern.

Ferner soll die Linux-Taste (der Key entspricht auf herkömmlichen Tastaturen der Windows-Taste), die in Linux-Kreisen auch Super-Key genannt wird, eine neue Funktion erhalten. In ihrem Blog-Eintrag weisen die Entwickler ausdrücklich darauf hin, dass die Alpha-Version nur für Nutzer geeignet ist, die bei der Verbesserung der kommenden Version mithelfen möchten, also erfahrene sind. Die Vorabversion enthalte vermutlich verschiedene Bugs und sei nicht absolut stabil.

Tags: Linux

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