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Solothurn hat den Pinguin satt - warum?

Der Kanton Solothurn hat beschlossen, seine Linux-Pläne über den Haufen zu werfen und offenbar auf Windows 7 umzusatteln. Der Verein /ch/open fordert nun eine detaillierte Begründung.

von Sandra Adlesgruber 20.09.2010

Solothurn will den Pinguin loswerden Solothurn will den Pinguin loswerden Zoom Der Kanton Solothurn hat mit seinen Open-Source-Bestrebungen bislang eine Vorreiterrolle übernommen. Bereits 2001 wurde die Ausrichtung auf Linux als Betriebssystem beschlossen. Das Projekt Linux-Desktop wurde vom Regierungsrat im September 2006 definitiv beschlossen, die Umsetzung noch im gleichen Jahr gestartet. Nahezu alle Rechner sollen aktuell bereits unter Linux laufen. Noch im vergangenen August 2010 bestätigte die Solothurner Regierung das Festhalten an der Linux-Strategie.

Adieu Pinguin! Hallo Windows!
Vergangene Woche wurde von einem Strategiewandel berichtet: Windows soll neu an allen kantonalen PCs zum Einsatz kommen. Für den Verein /ch/open ein Schlag ins Gesicht. Die Solothurner Regierung habe dabei entgegen den Empfehlungen der von ihr selber beigezogenen IT-Experten entschieden. Denn: In einer Interpellation vom 23. Juni 2010 unter dem Titel Linux-Strategie am Ende? fragte die Fraktion CVP/EVP/glp im Zusammenhang mit dem Abgang des Chefs des für die Migration zuständigen Kantonalen Amts für Informatik und Organisation (AIO), Kurt Bader, den Regierungsrat, ob es denkbar sei, sich von Linux zu verabschieden. Die Empfehlung war gemäss Mitteilung, Linux nicht zu ändern, sondern nur die bisher gewählte Art und Weise der Umsetzung der Linux-Desktop Strategie zu korrigieren.

Zudem sei der Einzug von Windows 7 ohne öffentliche Ausschreibung festgelegt worden. Die Gründe für den Strategiewandel sollen auch nicht klar dargelegt worden sein. Der Verein Swiss Open Systems User Group /ch/open verlangt deshalb sowohl eine öffentliche Ausschreibung sowie eine detaillierte Auflistung von Gründen für die Kündigung des Pinguins. Zudem sollen die Kosten für die neuerlichen IT-Änderungen offengelegt werden.


    Kommentare

    • swissmac 20.09.2010, 15.28 Uhr

      - Tja, wieso gibt es 100x mehr Win User als Pingu User, obwohl gratis?$ - Wieso gab es von den Pingu Netbooks mit Abstand am meisten 'Retouren' und - ... wieso haben mittlerweile die meisten Netbook-Hersteller wieder auf Win(-win) Systeme umgestellt? Hatte selber mal ein Pingu Netbook, aber rasch wieder auf WIN umgestellt, da einfach viel zu wenig Funktionen und Installationen viel zu kompliziert (x-Versionen !). Die Treibergeschichte kommt noch obendrauf und ist z.T. Fatal. Pingu a[...]

    • Masche 20.09.2010, 16.10 Uhr

      Warte schon mit Spannung auf die Verschwörungstheorien... ;)

    • Hensel 20.09.2010, 16.30 Uhr

      Genau so erging es uns auch, als meine Partnerin sich ein Netbook mit Linux zulegte, war sie gleich von Anfang weg mit diesem relativ komplizierten System überfordert. Erst als ich das dann rauslöschte und ein XP installierte konnte sie wieder ganz normal damit arbeiten, zumal mit dem Linux ja nicht einmal die Daten auf die Systeme im Geschäft übertragbar und voll kompatibel waren (was für den Geschäftseinsatz ja ein 100%-Kriterium ist, wie auch die einfache Bedienbarkeit) Ich sage schon i[...]

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