News 08.08.2005, 09:15 Uhr

Wikipedia: grössere Kontrolle für Online-Enzyklopädie

Um vor Missbräuchen zu schützen, sollen die Editiermöglichkeiten im Online-Lexikon Wikipedia eingeschränkt werden.
Wikipedia [1] ist eine freie Online-Enzyklopädie, die heute in über hundert Sprachen vorliegt. Grund für den Erfolg ist das zugrunde liegende Konzept: Internetanwender können in Wikipedia nicht nur ohne Anmeldung Artikel lesen, sondern auch selbst erstellen und bearbeiten. Diese offene Form hat aber auch ihre Nachteile, wie Gründer Jimmy Wales in einem Interview gegenüber der Süddeutschen Zeitung [2] erklärt. So habe etwa ein Spassvogel kurz nach der Papstwahl das Bild des neuen Kirchenoberhauptes Benedikt XVI. mit einem Foto des Imperators aus Star Wars vertauscht. Dies könnte nach Meinung von Jimmy Wales der Glaubwürdigkeit von Wikipedia schaden. Deshalb planen die Projektverantwortlichen eine Verstärkung der Kontrollen. Zur Debatte steht laut Jimmy Wales eine zeitversetzte Freischaltung für Artikel, die besonders oft von Vandalen heimgesucht würden. Ausserdem will er Inhalte "einfrieren", deren Qualität unbestritten ist. Wer die neuen Schutzfunktionen kontrollieren soll, ist gemäss Jimmy Wales noch nicht geregelt.


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