News 08.07.2013, 08:27 Uhr

Schweizer Solarflugzeug überquert die USA erfolgreich

Trotz eines Risses in der Tragfläche hat das mit Sonnenkraft betriebene Schweizer Solarflugzeug «Solar Impulse» die USA-Überquerung erfolgreich beendet.
A. Borschberg und B. Piccard kurz nach der erfolgreichen Landung
Vor zwei Monaten hob die «Solar Impulse» nahe San Francisco ab zu einem Transamerikaflug. Die erste Etappe endete in Phoenix, Arizona. Weitere Zwischenstopps waren Dallas, Saint Louis und Washington. Nun landete das vollständig mit Sonnenkraft betriebene Flugzeug am späten Samstagabend sicher in New York. 18 Stunden zuvor war «Solar Impulse» in Washington gestartet. 
Die beiden Schweizer Bertrand Piccard und André Borschberg umarmten sich bei der Landung und legten sich gelbe Fliegerschals um den Hals. 
Final Approach: kurz vor der Landung in New York
Der ganze Transatlantikflug wurde in sechs Etappen zurückgelegt, jeweils etwa in 20 Stunden. Auf der Unterseite des linken Flügels entdeckte die Crew kurz vor der letzten Landung allerdings noch einen 2,5 Meter grossen Riss. 
Gemäss solarimpulse.com sind die rund 12'000 Photovoltaikzellen aus monokristallinem Silizium von 145 Mikron Stärke leicht und haben einen guten Wirkungsgrad. Es wäre sogar ein höherer Wirkungsgrad als bei den im Weltraum eingesetzten Solarpanels möglich gewesen, wobei das viel zu hohe Gewicht aber Nachteile gehabt hätte. Man musste das Hauptaugenmerk auf die Batterien richten, die immer noch genug zum Gesamtgewicht beitragen. Zudem galt es, viele physikalische Aspekte optimal umzusetzen: darunter die Strahlungsenergie der Sonne, die potenzielle Energie, wenn das Flugzeug an Höhe gewinnt sowie mechanische, kinetische und thermische Energie.
Technische Daten «Solar Impulse» (Modell HB-SIA)
  • Spannweite: 63,4 m
  • Gewicht: 1600 kg
  • Motor: 4 Elektromotoren mit je 10 PS
  • Anzahl Solarzellen: 11'628 (davon 10'748 auf dem Flügel)
  • Durchschnittsgeschwindigkeit: 44 km/h
  • Maximale Reiseflughöhe: 8500 m
  • Reisegeschwindigkeit: 70 km/h 

Autor(in) Simon Gröflin


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