News 13.11.2008, 11:00 Uhr

Vorsicht Falle: Neue Discounter-Schnäppchen

Der PCtipp untersucht die Flyer der Discounter. Nicht alles, was als Schnäppchen gekennzeichnet ist, verdient auch den Ausdruck. Wir geben wichtige Kauftipps. Heute: Fust, Inter Discount und Media Markt unter der Lupe.
In den aktuellen Flyern preisen die Schweizer Discounter angeblich unschlagbare Schnäppchen an. Aber stimmt das wirklich? Wir haben das Preis-/Leistungsverhältnis genau angeschaut und sagen, ob sich ein Kauf lohnt oder es ein Reinfall ist. Letzten Monat: Media Markt bietet das 200-Franken-Notebook.
Media Markt
Das Pavilion dv7-1115ez-Notebook von Hewlett-Packard (HP) ist im Media Markt für 1199 Franken zu haben. Mit dabei ist eine Notebook-Tasche sowie eine Computer-Maus. Die weiteren Merkmake:
- Zweikern-Prozessor T3400 mit 2,16 GHz
- 4 GB Arbeitsspeicher
- 250 GB Harddisk
- GeForce 9200 M
- DVD-RW
- LAN / WLAN
- Windows Vista Home Premium
Der PCtipp meint: Finger weg! Trotz des hohen Arbeitsspeichers von 4 GB ist das System viel zu schwach. Allen vor an der Grafikchip der Marke GeForce 9200 M sowie der Intel-Prozessor T3400 werden ungetrübtes Arbeiten und Spielen verunmöglichen. Ausserdem fehlt die Angabe der Akkulaufzeit. Immer ein Hinweis darauf, dass diese ungenügend ist. Grundsätzlich ist der Notebook-Kauf bei Discountern gefährlich. Warum? Weil die angebotenen Modelle nirgends sonst im Markt erhätlich sind, sondern von den Herstellern auf Wunsch der Discounter gebaut werden. Das ist auch hier der Fall. Beim Pavilion dv7-1115ez-Notebook für 1199 Franken handelt es sich um ein klassisches Lockvogelangebot!
Notebook: Pavilion dv7-1115ez
Wo: Media Markt, Zürich
Wann: ab sofort
Preis: Fr. 1199.-
Panasonics LCD-Fernseher TX-32LED7 gibts für 699 Franken. Die Bilddiagonale beträgt 32 Zoll oder knapp 82 Zentimeter. Der Monitor ist 10,7 cm tief. Die weiteren Merkmale:
- Auflösung: 1366 x 768 Pixel (HD-Ready)
- Kontrast: 7'000:1
- Reaktionszeit: 8 Millisekunden
- Abmessung: 56 x 79 x 11cm (H x B x T)
Der PCtipp meint: Zugreifen! Das Preis- /Leistungsverhältnis stimmt. Zwar verfügt der Fernseher nicht über die bestmögliche Full-HD-Auflösung sondern nur HD-Ready. Aber für die meisten TV-Programme und DVDs wird dies vollends genügen. Dank dem guten Kontrast und der schnellen Reaktionszeit sind auch actiongeladene Streifen oder schnelle 3D-Spiele ein Genuss. Einzig die Angabe zur Anzahl der HDMI-Anschlüsse fehlt. Mindestens zwei sollten es schon sein.
LCD-Fernseher: Panasonic Viera TX-32LED7
Wo: Media Markt, Basel / Pratteln
Wann: ab sofort
Preis: Fr. 699.-

Im Online-Shop von Fust gibt es das monochrom ...

Im Online-Shop von Fust gibt es das monochrom druckende Lasergerät HL-2035. Das Gerät ist ultrakompakt gebaut, kann maximal 18 Seiten pro Minuten ausgeben und verfügt über eine Auflösung von 1200 x 600 dpi.
Die gesamte Ausstattung:
- Druckermodus: Schwarzweisser Laserdrucker
- Auflösung: 2400 x 600 dpi
- Tempo (max.): 18 Seiten pro Minute
- Speicher (RAM): 8 MB
- Papiergrössen: A4, A5, A6, B5, B6, Letter, Executive, Legal
- Papierfach (max.): 250 Blatt plus Einzelblatteinzug
- Schnittstellen: USB 2.0 (Kabel nicht im Lieferumfang)
- Grösse (B x H x T): 37 x 17 x 36 cm
- Besonderes: getrennte Toner- und Trommeleinheit
- Reichweite, Erstausstattung: ca. 1500 Seiten
- Geeignete Betriebssysteme: Windows 2000, XP, Vista, Mac OS X
- Garantie: 1 Jahr Bring In
Der PCtipp meint: Ein gutes Angebot. Mit 99 Franken durchbricht Fust die 100-Franken-Grenze, und offeriert einen ordentlichen Laserdrucker. Das Gerät zeigte im PCtipp-Test ein gutes Druckbild – ohne gravierende Satelliten-Fehl-Pixel um die gedruckten Buchstaben herum. Kleiner Kritikpunkt, der allerdings auf nahezu alle Druckerhersteller zutrifft, ist die sehr magere Erstausstattung an Verbrauchsmaterial. So reicht der Brother-Toner gerade mal für 1500 Seiten – wohl aus diesem Grund kann der Hersteller den HL-2035 so preiswert anbieten.
Schwarzweisser Laserdrucker, Brother HL-2035
Wo: Fust (Onlne-Shop)
Wann: ab sofort
Preis: Fr. 99.90 (zeitlich unbegrenztes Angebot, statt: Fr. 129.-)

Inter Discount offeriert mit dem Acer Aspire ...

Inter Discount offeriert mit dem Acer Aspire Predator Trooper 2 einen Highend-Gamer-PC mit neuster Technik. Unter anderem ist der Power-PC mit Intels Vierkern-Prozessor Core 2 Quad Q9550, 8 GB RAM, und einem Blu-ray-Laufwerk ausgestattet.
Die komplette Ausstattung:
- CPU: Intel Core 2 Quad Q9550 (Takt: 2.83 GHz, 12 MB L2-Cache)
- Arbeitsspeicher: 8192 MByte
- Festplatten: 2 x 640 GB + 150 GB Raptor
- Optisches Laufwerk: Kombi-Laufwerk: Blu-ray plus DVD±RW
- Grafikkarten: 2 x nVidia GeForce 9600 GT (2 x 512 MB) im SLI-Modus
- Sound: 7.1-High-Definition
- Betriebssystem: Microsoft Windows Vista Home Premium (64 Bit)
- Weitere Ausstattung: Firewire, 8 x USB 2.0, 2 x DVI, HDMI, TV-Out, 2 x LAN, Kartenleser GBit-Ethernet, Gamer-Maus und Tastatur von Logitech
- Garantie: 1 Jahr Garantie Bring In
Der PCtipp meint: Ein leckeres Angebot, das vor allem für Gamer und Highend-User kaum Wünsche offen lässt. Besonders von der schnellen Vierkern-CPU Core 2 Quad Q9550, dem riesigen Arbeitsspeicher von 8 GB und grossem Festplattenplatz profitieren Anwender. Das Gerät zeichnet sich unterm Strich durch einen leisen Geräuschpegel, grosszügige Ausstattung und extrem hohe Leistung aus. Der Acer Aspire G7700 (so die offizielle Bezeichnung des PCs) wurde exklusiv für die PCtipp-Ausgabe 12/2008 (ab Dienstag, dem 18.11. 2008 am Kiosk) im Rahmen der Kaufberatung «Der beste PC für 2009» getestet. Tipp: Jetzt zugreifen und bis zum 15. November zehn Prozent Rabatt abstauben.
Highend/Gamer-PC Desktop Aspire Predator Trooper 2
Wo: Inter Discount (schweizweit)
Wann: ab sofort
Preis: Fr. 2879.10 (inkl. 10 Prozent Rabatt anstelle Fr. 3199.-)

Autor(in) Reto Vogt



Kommentare

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BlackIceDefender
13.11.2008
Der PCtipp meint: Finger weg! Trotz des hohen Arbeitsspeichers von 4 GB ist das System viel zu schwach. Allen vor an der Grafikchip der Marke GeForce 9200 M sowie der Intel-Prozessor T3400 werden ungetrübtes Arbeiten und Spielen verunmöglichen. Ausserdem fehlt die Angabe der Akkulaufzeit. Immer ein Hinweis darauf, dass diese ungenügend ist. Grundsätzlich ist der Notebook-Kauf bei Discountern gefährlich. Warum? Weil die angebotenen Modelle nirgends sonst im Markt erhätlich sind, sondern von den Herstellern auf Wunsch der Discounter gebaut werden. Das ist auch hier der Fall. Beim Pavilion dv7-1115ez-Notebook für 1199 Franken handelt es sich um ein klassisches Lockvogelangebot! das ist wohl bs.... der prozessor ist Intel Core2 Duo T9400 2.53-GHz mit 6- MB L2 cache und 1066-MHz FSB, nicht 3400. was daran falsch sein soll ist mir unklar. auch die graka scheint ok, entspricht so den anderen angeboten von hp 1:1. es ist die gleiche graka. der preis von 1199 ist etwas hoch. hab das teil gerade fuer 549 usd gesehen. es wird in china gebaut. was ist der unterschied, wenn die schachtel zum mediamarkt kommt oder zum lokalen haendler? bei gleichem preis bessere beratung. und der lokale haendler kauft ja ueber eine einkaufsorganisation ein. gleiches volumen wie mediamarkt. und weil die ruecklaufquote besser ist, hat der sogar bessere konditionen.

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MonteCristo
13.11.2008
Schnäppchen wo das Auge hinsieht Meiner Meinung nach sollte man die Finger sowieso von Herstellern lassen die es nicht einmal schaffen eine Recovery-CD/DVD beizulegen. Womit also HP, ACER und div andere ausscheiden. Ich hatte in den letzten Wochen einige solcher Fälle bei mir. Zwar kann man bei vielen Herstellern den Recovery beim ersten Start erstellen, doch bringt das meiner Erfahrung nach, z.B. bei Acer einen feuchten Furz, weil der Recovery in 95% nicht funktioniert. Ausserdem kann es nicht von einem "normal" User verlangt werden das er sowas macht. HP ist nach meiner Erfahrung in etwa das gleiche..... Doch die Oberfrechheit ist das man dann auch noch für einen Recovery bezahlen muss wenn man einen braucht. Da bewegen sich die Preise, je nach Hersteller zwischen 50 und 120.-Fr Ich selber bin froh das ich Linux verwende, da hab ich solche Probleme grundsätzlich nicht.

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ursusuno1
13.11.2008
repacked "schlachtabfälle" also vorsichtig, nicht nur bei discountern...sondern auch bei renommierten herstellern keine ausnahme! die besten analysentools sind immer noch:--genügend kenntnisse der hw/sw und natürlich das internet als unendliche searchengine!l

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leloup
13.11.2008
wer schaut und vergleicht - sich vorher auch informiert - merkt schnell das Schnäppchen beim Discounter meist keine Schnäppchen sind. Diejenigen die es im nach hinein bemerken/bereuen sind selber schuld!

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maedi100
13.11.2008
wer schaut und vergleicht - sich vorher auch informiert - merkt schnell das Schnäppchen beim Discounter meist keine Schnäppchen sind. Diejenigen die es im nach hinein bemerken/bereuen sind selber schuld! du klaust mir die Gedanken :rolleyes:

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X5-599
14.11.2008
wer schaut und vergleicht - sich vorher auch informiert - merkt schnell das Schnäppchen beim Discounter meist keine Schnäppchen sind. Diejenigen die es im nach hinein bemerken/bereuen sind selber schuld! Dem schliesse ich mich an. Die Schnäppchen Flyer sind zu 99.99% nur Kundenverarsche. Meist bekommt man den gleichen Artikel woanders nämlich günstiger oder dort ist es eh schon Normal der Preis der einem hier als schnäppchen angeboten wird. Das ist ja auch das lustige daran dass meist die Daten die wichtig sind, nicht erwähnt werden. Dann meint der Kunde er hätte echt ein Schnäppchen gemacht und merkt vermutlich nicht einmal dass er das schlechtere gekauft hat und somit überteuert. Wer ein Schnäppchen kauft ohne vorher richtig zu vergleichen, ist selber schuld wenn er darauf reinfällt.