News 13.04.2017, 09:49 Uhr

Achtung: Salt schlägt beim Roaming auf

Salt hat auf seiner Webseite neue Abokosten aufgeschaltet und verrechnet nun innerhalb der EU die höchsten Tarife für Gespräche.
Es ist kein verspäteter Aprilscherz: Während Swisscom kürzlich die Roaming-Datenpakete vergünstigt und bei den Gesprächstarifen keine Anpassungen vorgenommen hat, lässt Salt die Datentarife zwar unverändert – erhöht jedoch seit dem 10. April die Preise für die Roaming-Telefonie. Das Abovergleichsportal Dschungelkompass hat nachgerechnet, welche Auswirkungen der Aufschlag hat.

Teurer telefonieren in Europa

In unseren Nachbarländern (Italien, Deutschland, Frankreich usw.) und in der Zone B (England, Dänemark, Lettland, Griechenland usw.) wird das Telefonieren bis zu 66 Prozent teurer. Besonders wer einen lokalen Telefonanschluss im Aufenthaltsort anruft, muss mit höheren Kosten rechnen. In der Zone B beispielsweise kostet der Minutentarif nun Fr. 1.99 statt Fr. 1.20. Auch in der Nachbarzone, z.B. in Italien, zahlt man nun Fr. 1.79 statt Fr. 1.10 für lokale Anrufe. In der Balkanzone (Albanien, Mazedonien, Serbien usw.) wird es besonders teuer: Der Minutentarif für lokale Anrufe wurde dort von Fr. 1.30 auf Fr. 2.99 angehoben.
So viel teurer wird Roaming-Telefonie mit Salt in Europa
Quelle: PCtipp

Gesprächstarife im Vergleich

Abschliessend hat der Dschungelkompass nachgerechnet, wie Salt nun im Vergleich zu Swisscom und Sunrise abschneidet, mit dem Resultat, dass Swisscom für Gespräche in den drei Kategorien mit Abstand am wenigsten verlange. «Die Gesprächstarife für Anrufe aus der EU in die Schweiz oder im Aufenthaltsland selbst machen dort nicht einmal einen Viertel von dem aus, was Salt neu verlangt», folgert das Vergleichsportal.
Aufgelistet sind die Standardtarife, die Kunden verrechnet werden, die keine Zusatzoption für Roaming gelöst oder die kein Abo mit Inklusiv-Roaming haben
Allerdings gibt es auch eine erfreuliche Botschaft: Abos mit EU-Roaming (Daten und Telefonie) können jetzt in Nordamerika ohne Zusatzkosten genutzt werden. Man berappt nun nicht mehr satte 100 Franken für ein 200-MB-Paket, sondern nur noch 15 Franken. 
Tipp von Dschungelkompass: Aktiviert man vor dem Gebrauch entsprechende Optionen, kostet die Gesprächsminute bei Swisscom 25 Rappen, bei Sunrise 30 und bei Salt noch 20 Rappen. Genauere Infos zu den Zusatzoptionen einzelner Anbieter und Länder erschliessen sich auch mit dem praktischen Roaming-Tool vom Dschungelkompass.
Randnotiz: Salts Tarif pro SMS wurde weltweit von 45 auf 49 Rappen angehoben, der für MMS von Fr. 1.55 auf Fr. 1.99.

Link: 

Den ganzen Vergleichsbericht von Dschungelkompass gibt es hier zum Nachlesen.

Autor(in) Simon Gröflin


Kommentare

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hanswurst1
15.04.2017
Röider heisst jetzt Twüxx, sonst ändert sich nüx... Ein Rebranding ist meistens das Tool eines neuen Managers, der glaubt, der alte Name sei Verbrannt. Nur ist das Volk meistens clever genug um zu merken, dass sie verschaukelt werden (Volksabstimmungen ausgenommen). Bei der versaltzenen Orange faellt aber hier noch das extrem freche Timing auf, in ein paar Wochen wird Roaming in der EU abgeschaft, also ERHOEHT der Verein die Gebühren. Deren Existenz kann man heute nur noch mit vielen grossen Verträgen mit Fimen erklären, die nicht einfach wegkoennen, oder der zuständige Manager nicht wegwill, weil dass ein eingeständniss wäre, das der Vertrag sch*** war...