News 10.01.2020, 07:52 Uhr

Digitec: Fällt Mindermengenzuschlag weg und werden alle Retouren kostenlos?

Digitec Galaxus testet den Wegfall des Mindermengenzuschlags und kostenpflichtiger Retouren. Ausserdem könnte Next-Day-Lieferung mit Bestellung bis 19 Uhr möglich werden.
Digitec Galaxus testet mit ausgewählten Kunden derzeit drei potenzielle Neuerungen, wie «Swiss IT Magazine» berichtet. Die neuen Angebote sollen demnach bis Ende März getestet werden.
Erstens wird der Verzicht auf den Mindermengenzuschlag getestet. Auf Bestellungen unter Fr. 50.– erhebt Digitec bisher bei gewissen Produktkategorien noch eine Gebühr von Fr. 9.–. Zweitens probiert der Onlinehändler kostenlose Rücksendungen aus. Momentan gilt dies gemäss Rückgaberichtlinien nur für Kleider, falsche Lieferungen, Erhalt eines nicht bestellten Artikels, falsche Angaben im Onlineshop etc. Wer etwas anderes retournieren möchte, der trägt die Kosten selbst. 
Drittens könnte der Bestellzeitpunkt nach hinten verschoben werden. Testkunden sollen eine Next-Day-Delivery für Bestellungen bis 19:00 Uhr ausprobieren können. Aktuell müssen Bestellungen bis 17 Uhr eingehen, damit man sie am nächsten Tag erhält.
Update 10.1.2020: Ein Leser, der zu den Testern gehört, hat uns kontaktiert. Ursprünglich hatten wir berichtet, dass die Bestellungen bis 22:00 Uhr ausprobiert werden. Korrekt ist 19:00 Uhr, wie uns auch ein Sprecher von Digitec Galaxus bestätigt hat.

So macht es die Konkurrenz

Beispielsweise STEG Electronics nimmt schon länger Bestellungen bis um 21 Uhr entgegen, ausserdem erfolgt die Lieferung auch sonntags (PCtipp berichtete) und kostenpflichtig innert drei Stunden. Brack erhebt noch einen Kleinmengenzuschlag von ebenfalls Fr. 9.– für eine Bestellung unter Fr. 50.– und Microspot verrechnet bei einem Bestellwert unter Fr. 49.– einen Kleinmengenzuschlag von Fr. 8.90.


Kommentare

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Tweety
09.01.2020
Mache es schon längst so: Wer einen Kleinmengenzuschlag erhebt, für etwas, das ich gerne bestellen würde - dann such ich mir einfach einen anderen Anbieter. Und fast zu 100 % finde ich dann einen, der günstiger ist. Wenn die Geschäfte finden, sie müssen Kunden bestrafen, die nicht für viel Geld einkaufen, ja dann, sollen sie es machen. Aber ich werde sicher nicht noch etwas dazu kaufen, nur damit der Zuschlag entfällt. Nein, ich schaue wo anders. Ganz einfach :-D

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gucky62
10.01.2020
Da sollten sich einige mal über einige wirtschaftliche Grundsätze klar werden. Eine Rücksendung von gekauften Artikeln verursacht nun einmal Kosten udn die müssen ja wohl irgendwie gedeckt werden. Man hat ja schliesslich auch einen Kaufvertrag geschlossen und die Ware erhalten. Das ist keine "zur Ansicht" Bestellung! Entweder diese Kosten werden auf alle Preise aufgeschlagen, oder eben Verursacher gerecht verrechnet, bzw. bezahlt. Die Mentalität man bestellt man zur Ansich ist sowieso ein Unding. Gerade Online hat man mehr als genug Möglichkeiten Informationen über Produkte und Vergleiche zu machen. Massiv besser als im Laden. In CH ist diese Art der Rücksendung zum Glück auch nur eine rein Kulanz-Geschichte und nicht wie in D gesetzlich vorgeschrieben. Zu Recht werden von den Anbietern hier auch meist deutliche Abschläge verrechnet, wennd ie Ware geöffnet wurde. Bei Garantie-Reparaturen ist es zwar auch störend, aber doch eher selten. Dasselbe beim Kleinstmengenzuschlag. Die Lieferung kostet nun einmal. Pakete werden nicht gratis transportiert. Was bedeutet diese Kosten werden in die Produktpreise eingerechnet. Bei Waren mit geringem Warenwert ist dieser Anteil entsprechend viel höher, den die Transportkosten sidn ja nicht vom Preis abhäng, sondern mehr oder weniger konstant und hängen primär von der Grösse/Volumen ab. Wobei eine Grundtaxe immer bleibt. Dazu kommt, das der Anbieter für solche Waren denselben Aufwand hat wie für höherwertige Waren. Also entweder subventionieren diese Kunden diejenigen mit kleinen Warenwerten, ofer es gibt den Kleinmengenzuschlag. Was in meinen Augen deutlich fairer ist und transparent. Irgeniwe scheint das auch eine Frage der "Geiz ist geil" Fraktion zu sein. Gerade bei Digitec kann ich die Ware ggf. ja auch abholen und spare mir dann den Zuschlag. Gruss Daniel

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Tweety
10.01.2020
@gucky62 Ueber die Retouren gehe ich mit dir einig. Aber sonst: Ich soll also z.B. für einen USB Stick, der im Couvert versendet werden kann und eben keine Fr. 50.-- kostet noch einen Zuschlag bezahlen. Den schweren, mehrere Kilo schweren Drucker aber wird einfach so versendet? Das geht für mich nicht auf. Ach ja und abholen: Für digitec bräuchte ich ein Zugticket, das grad etwa soviel kostet wie der Zuschlag.

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knobli
10.01.2020
Ich habe schon für tausende Franken da eingekauft und nie einen Mehrmengen-Rabatt bekommen. Man muss halt auf die Hinterbeine stehen und sich beschweren. Ich habe folgende Antwort bekommen: "(...) Sie können sich bei der Abholung jedoch jeweils an den bedienenden Mitarbeiter wenden und dieser wird den Zuschlag sofort stornieren." Ab und zu musste ich das Mail (vorsorglicherweise bei der Abholung mitgebracht) vorweisen, weil der Verkäufer mir nicht glaubte. Weil "das System das automatisch macht" geht das wahrscheinlich nur bei Abholung. Man sollte das aber auch versuchen, wenn man sich beliefern lässt. Wenn ich beim Grossverteiler meinen Tageseinkauf mache, zahle ich auch keinen Extra-Aufschlag bei einer Mindermenge. Der Kunde ist nur König, wenn er das Hals aufmacht. Seit Digitec M ist, ist die Arroganz dieses Ladens merklich gestiegen.

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karnickel
11.01.2020
Was mir insbesondere bei Galaxus/Digitec halt einfach auffällt ist, dass der Shop seit etwa zwei Jahren oft zu den teureren gehört, die dennoch den Kleinmengenzuschlag im Sortiment haben. Davon unabhängig verstehe ich bei günstigen Produkten den Versand mitfinanzieren zu wollen, damit die Einzelpreise nicht den Versand mitfinanzieren. Wahrscheinlich wären gestaffelte Versandgebühren das Richtige, aber der/dem noch unentschlossenen Kundin/Kunden halt etwas schwer zu vermitteln.

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gucky62
12.01.2020
@gucky62 Aber sonst: Ich soll also z.B. für einen USB Stick, der im Couvert versendet werden kann und eben keine Fr. 50.-- kostet noch einen Zuschlag bezahlen. Den schweren, mehrere Kilo schweren Drucker aber wird einfach so versendet? Das geht für mich nicht auf. Ob Du nun einen USB-Stick für 15.- bestellst und liefern lässt, oder einen Drucker für 150.-, der Logistik udn Verwaltungsaufwand ist bei bedien ziemlich deselbe. Die Portokosten unterscheiden sich zwar, aber diese sidn nicht der Hauptanteil. Ob DU nun 9.- oder 7.- zahlen musst ist weniger relevant. Man muss sich aber auch im Klaren sein, je komplizierter das ausgestaltet wird, umso weniger verstehen es die Kunden und der Verwaltungsaufwand steigt dadurch auchn noch. Wie geschrieben. Irgendwie müssen die Verwaltungs- Logistik- und Transportkosten auf den Kunden überwälzt werden. Da sehe ich einen Kleinmengenzuschlag als die fairere Variante. Niemand arbeitet dort kostenlos und die Marge im Consumer-Elektronik und Computer HW Umfeld sind nicht mehr gerade hoch. Gruss Daniel

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knobli
12.01.2020
Nein, ein Mindermengenzuschlag ist absolut nicht akzeptabel. Geh mal Futter für dein Nachtessen einkaufen. Lässt du dich dort auch abzocken, wenn du nur für 26.75 einkaufst? Zahlst du beim Restaurant-Besuch auch extra, wenn du mal aufs Klo musst? Gemeinkosten gehören in den Preisen verrechnet. Wenn ich ein Geschäft habe, kann ich einem Kunden nicht für jeden Fingerzeig Geld abknöpfen, wenn er nicht für einen bestimmten Betrag einkauft. Ich will keinen Mengenrabatt. Aber ich zahl nicht noch drauf, wenn ich nicht "genug" einkaufe. Ich will nicht KiK (Kunde ist König), ich will klare Preise, die gelten, solange das Angebot besteht. "Faire" Verrechnung der Kosten bedeutet nicht, dass ich als kleiner Kunde dem grossen Kunden die Logistikaufwendungen seines Einkaufs bleche. Sonst sind wir wieder im letzten Jahrhundert, wo für Dienstleistungen am Sonntag mehr verrechnet wird. Wenn das ein Laden nicht begreift, geh ich Mittwochs halt auch woanders einkaufen. Wo ich mein Brot nicht ohne Extrazahlung bekomme, bestelle ich auch keinen Cateringservice für ein grosses Fest. Wehret den Anfängen. Sonst werden die Anbieter nur noch arroganter.

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Tweety
12.01.2020
Wie geschrieben. Irgendwie müssen die Verwaltungs- Logistik- und Transportkosten auf den Kunden überwälzt werden. Da sehe ich einen Kleinmengenzuschlag als die fairere Variante. Niemand arbeitet dort kostenlos und die Marge im Consumer-Elektronik und Computer HW Umfeld sind nicht mehr gerade hoch. Gruss Daniel Und warum soll das jemand bezahlen, der nur was "günstiges" kaufen will? Für mich nicht akzeptabel. (Bei Digitec hatte ich persönlich nie einen Kleinmengenzuschlag, auch wenn es unter Fr. 50.-- :-) .) Bei Galaxus, das ja auch zu Digitec gehört, gibt/gab es immer einen Zuschlag. Oder hätte gegeben. Wohlverstanden für Nicht-Elektronik-Zeugs. Was ist da mit der Marge? Entweder ein Geschäft bietet solche Produkte an oder eben nicht. Brack ist ja noch schlimmer, die machen noch nicht mal einen Unterschied zwischen verschiedenen Rubriken. Da kann mir die Firma noch so sympatisch sein - aber dann schaue ich halt wo anders. @knobli, gehe voll mit dir einig! Aber es ist ja uns Kunden überlassen: Wollen wir bei bestellter Ware und Fr. 50.-- noch einen Strafzuschlag bezahlen oder nicht? Soll jeder selber rechnen, wie sich solche Zuschläge übers Jahr summieren würden. Das allfällige Argument, man müsse ja nicht online bestellen geht nicht auf. Meist ist es in der Läden wesentlich teurer. Aber das ist noch das kleinste Problem. Normalerweise haben die nur ein sehr beschränktes Sortiment. Und die Beratung ist sehr oft grosse Glückssache.

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Erpel65
02.02.2020
Mindermengenzuschlag Digitec Einen Mindermengenzuschlag für Bestellungen unter CHF 50.-- ist noch nachvollziehbar. Dass ich aber bei Abholung in der Filiale Wohlen die CHF 9.-- auch bezahlen muss wiederspricht meinem Verständnis. Gemäss Kundendienst von Digitec ist der Aufwand der selbe, ob ich etwas abhole oder sie die Artikel verpacken,Lieferschein drucken, adressieren und per Post versenden. Das verstehe wer will... Wenn ich in der Migros oder im Coop eine Schokolade kaufe bezahle ich ja auch keine zusätzliche Gebühr.

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Erpel65
02.02.2020
Dazu kommt, das der Anbieter für solche Waren denselben Aufwand hat wie für höherwertige Waren. Also entweder subventionieren diese Kunden diejenigen mit kleinen Warenwerten, ofer es gibt den Kleinmengenzuschlag. Was in meinen Augen deutlich fairer ist und transparent. Irgeniwe scheint das auch eine Frage der "Geiz ist geil" Fraktion zu sein. Gerade bei Digitec kann ich die Ware ggf. ja auch abholen und spare mir dann den Zuschlag. Gruss Daniel Der Gipfel ist ja, dass der Mindermengenzuschlag auch bei Abholung fällig ist! Das wurde mir vom "Kundendienst" der Digitec bestätig! ...