News 10.07.2006, 11:45 Uhr

EU nimmt Windows Vista ins Visier

Microsoft könnte auch beim XP-Nachfolger ein Kartellrechtsverfahren drohen.
"Ich habe Microsoft-Chef Steve Ballmer persönlich mitgeteilt, dass die Kommission an Vista die gleichen Massstäbe anlegen wird wie an das bisherige Programm. Das Unternehmen sollte also sehr aufpassen, dass die von uns beanstandeten Punkte, vor allem die mögliche Einbeziehung der Software anderer Anbieter in Windows, nicht auch im neuen System stecken", sagte EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes in einem Interview gegenüber der Welt am Sonntag [1]. Ob die aktuelle Beta-Version von Vista die Erwartungen der EU erfüllt oder nicht, konnte Kroes nicht beantworten: "Ich habe noch nichts gesehen, was mich in die eine oder andere Richtung überzeugen würde."
Im Interview liess die Kommissarin auch verlauten, dass in dem aktuellen Kartellrechtsstreit mit Microsoft schon bald ein Entscheid gefällt werde. Laut Neelie Kroes soll das noch vor der Sommerpause - also in diesem Monat - der Fall sein. Dem Konzern droht eine erneute Millionenbusse, da er trotz zwei Jahren Zeit noch immer nicht alle Auflagen erfüllt hat.


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