TV-Kopfhörer
16.02.2026, 09:15 Uhr
Im Test – Sennheiser RS 275
Fernsehen, ohne andere zu stören – und dabei jedes Wort verstehen: Genau hier setzt Sennheisers Kopfhörer-Bundle RS 275 an. Der Fokus liegt nicht auf audiophilem High End, sondern auf klaren Stimmen, hohem Komfort und einer möglichst einfachen Integration am TV.
Nicht jeder hört gleich gut – und genau das sorgt beim gemeinsamen Fernsehen regelmässig für Diskussionen über die richtige Lautstärke. Besonders bei modernen Filmen passt die Mischung zwischen Dialogen und Effekten oft nicht: Explosionen übertönen Gespräche, man dreht lauter – und wird bei der nächsten Actionszene fast aus dem Sitz geblasen. Auch Werbeblöcke wirken plötzlich deutlich lauter.
Kabellose TV-Kopfhörer schaffen hier Abhilfe. Idealerweise ohne Kabelsalat, mit flexiblen Anschlussmöglichkeiten und der Option, mehrere Hörer gleichzeitig zu verbinden. Genau dieses Szenario adressiert Sennheiser mit dem RS 275.
Installation mit kleinem Stolperstein
Sennheiser schnürt mit dem RS 275 ein umfangreiches Paket: Es beinhaltet ausser dem Kopfhörer einen stabilen Ständer, den Bluetooth-Transmitter BTA1, ein USB‑Kabel für den Transmitter, ein USB-Lade-Kabel für den Kopfhörer, ein 3,5‑mm-Klinkenkabel und ein optisches Toslink-zu-Mini-Toslink-Kabel. Nur ein HDMI-Kabel sucht man vergeblich.
Die Einrichtung gelingt dank bebilderter Kurzanleitung schnell. Sennheiser empfiehlt, den Transmitter per USB (für den Strom) und per optischem Kabel (für den Sound) mit dem Fernseher zu verbinden – danach koppeln sich Transmitter und Kopfhörer per Knopfdruck. Im Test lief das reibungslos.
Ganz ohne Hürden ging es jedoch nicht: Der Transmitter bietet vier Soundmodi (Standard, 3D, klare Sprache sowie klare Sprache + 3D). Anfangs liessen sich diese nicht aktivieren. Ursache war die automatische Eingangserkennung über USB. Erst über die SmartControlPlus-App konnte ich auf optischen Eingang umstellen – danach waren die Modi verfügbar. Ein Hinweis darauf im Handbuch wäre hilfreich gewesen.
Guter Tragekomfort
Bei einem Kopfhörer, den man mehrere Stunden trägt, ist Komfort entscheidend – und hier punktet Sennheiser. Der RS 275 sitzt sicher, ohne auch nach längerer Zeit unangenehm zu drücken. Wegen des etwas stärkeren Anpressdrucks sollten Brillenträger den Kopfhörer vor dem Kauf jedoch unbedingt anprobieren.
Mit 195 Gramm ist der Kopfhörer angenehm leicht und verzichtet auf Kunstlederpolster. Stattdessen kommt ein atmungsaktives Gewebe zum Einsatz. Ein kluger Entscheid – ich mag keine heissen, verschwitzten Ohren.
Die Bedienung gefällt mir: Sie erfolgt über gut erreichbare, ausreichend grosse Tasten direkt am Kopfhörer. Kein Suchen der Knöpfe, kein fummeliges Getouche. Die Knöpfe ermöglichen alle wichtigen Funktionen wie Pause, Lautstärke oder Titelsprung. Praktisch: Dank Bluetooth lässt sich der Kopfhörer mit jeder Audioquelle verbinden – also auch mit dem Smartphone. So ist er nicht nur am TV, sondern auch unterwegs zum Musikhören oder Netflix schauen einsetzbar.
Empfehlenswert ist zudem die SmartControlPlus-App. Sie bietet viele praktische Einstellungen, etwa ein Umschalten auf Mono-Audio für ältere Filme, das Anpassen der Balance, das Einstellen der Kopfhörersprache (inklusive Lautstärke) und die Anhebung des Basses. Zudem ist die App auch für den Transmitter nützlich. Mit ihr lassen sich die unterschiedlichen Soundmodi bequem vom Sofa aus per Smartphone statt direkt am Transmitter umschalten. Wichtig: Um Zugriff auf alle Einstellungen zu haben, müssen sowohl der Transmitter als auch der Kopfhörer mit der App gekoppelt sein.
Bis zu 50 Stunden Akkulaufzeit verspricht Sennheiser – im Test schien dieser Wert realistisch. Selbst nach längerer Nutzung sank der Akkustand nur moderat. Laut Hersteller soll der Akku bis zu zwölf Jahre halten und – wie auch die Ohrpolster – austauschbar sein.
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