News 25.01.2006, 10:30 Uhr

Google: Kniefall vor China

Während sich Google in den USA für die Privatsphäre der Nutzer einsetzt, unterwirft sich der Suchmaschinenbetreiber in China den strengen Zensurvorschriften der Behörden.
Google will diese Woche einen Suchdienst in China lancieren. Er wird Resultate blockieren, die den Behörden in Beijing nicht genehm sind. Die Begründung von Google: Es sei besser einen abgespeckten Dienst als gar keinen anzubieten. Die neue Seite Google.cn soll Anwender jeweils informieren, wenn ein Ergebnis aus politischen Gründen blockiert wurde. Auch Pornografie dürfen die Einwohner im Reich der Mitte nicht zu Gesicht bekommen.
Googles Deal mit China hat in der Medienwelt für einen Aufschrei gesorgt. Bislang galt das Suchunternehmen immer als Vorzeigefirma, der Ethik wichtiger als Geld war. So verweigerte Google erst kürzlich die Zusammenarbeit mit der US-Regierung, um die Privatsphäre der Anwender zu schützen [1].


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