News 23.02.2004, 06:15 Uhr

IDF Spring 2004: Grantsdale-Mainboards revolutionieren PCs

Diesen Juni wird Intel einen Chipsatz für Mainboards vorstellen, der mit seinen Spezifikationen die nächsten Jahre dominieren wird und auf breiter Anwenderbasis ein neues Geschwindigkeits-Zeitalter einläutet.
Sei es an den IDF Keynotes (den Show-geladenen 45 Minuten dauernden Präsentationen der Intel-Bosse) oder dem Technology Showcase - der Begriff Grantsdale ist hier überall präsent. Grantsdale ist der Name für Intels nächsten Chipsatz 915G für Mainboards - und er bringt gleich drei neue Schnittstellen mit, an die Sie sich ab Mitte Jahr gewöhnen dürfen: DDR2-Unterstützung, PCI Express-Slots und den neuen Prozessor-Sockel Socket T (LGA 775).
Beim RAM haben Sie die Wahl zwischen DDR1- und DDR2-SDRAM. Sie müssen sich beim Kauf allerdings für eine Technik entscheiden, die zwei DDR-Techniken sind nicht mischbar. Anfänglich werden DDR2-Module mit 400 und 500 MHz unterstützt.DDR2-Speicher von Corsair: Besitzt 240 Pins - 56 mehr als bei DDR1-Modulen
Die neuen seriellen Schnittstellen PCI Express finden Sie in Grantsdale ebenso. PCI Express-Steckplätze gibts in verschiedenen Varianten: von 1x bis 16x. PCI Express in 16x Grösse ist momentan für Grafikkarten vorgesehen (Alderwood-Chipsatz, siehe weiter unten) - die Slots sind ähnlich lang wie die alten AGP-Schlitze. AGP gibts übrigens bei Grantsdale nicht mehr. Die 1x grossen PCI Express-Steckplätze sind richtiggehende Slot-Winzlinge. Alte PCI-Karten werden mit Grantsdale noch unterstützt.Unten links im Bild: PCI Express 1x-Slot
Mit dabei sind vier Serial ATA-Anschlüsse mit integriertem RAID-Controller für RAID 1 und 0 sowie einen ziemlich schnellen DirectX 9.0-kompatiblen Grafikchip (wahlweise). Natürlich ist die ältere IDE-Schnittstelle Ultra DMA/100 dabei und mindestens sechs USB 2.0-Steckplätze. Zurzeit erhältliche Prozessoren passen nicht in Grantsdale-Mainboards - neue Pentium 4s müssen ran. Der neue Prozessor-Sockel T (LGA 775) macht Schluss mit den seit Jahren bekannten Steckfüsschen der CPUs. Der Kontakt wird in Zukunft nur noch per anliegenden Kontaktstiften hergestellt - Sockel, Prozessor und Kühler bilden sozusagen ein Sandwich.Zukünftige Intel-CPUs: Stifte im herkömmlichen Sinne gibts keine mehr (Bild: tech.tyfo.com)
Neben Grantsdale noch Alderwood für Hardcore-Gamer
Grantsdale ist nicht der einzige neue Chipsatz. Sein grosser Bruder hat den Codenamen Alderwood und figuriert mit der technischen Bezeichnung 925P. Er hat im Gegensatz zur Mainstream-Ausgabe keine integrierte Grafik, sondern muss per PCI Express-Grafikkarte betrieben werden. Alderwoods Geschwindigkeitsvorteile sollen laut Intel durch eine optimierte Speicherverwaltung erreicht werden. Beide Chipsätze, Grantsdale und Alderwood, sollen laut Intel mit einem Access-Point ausgerüstet sein. Damit sind diese Mainboards bereits für Wireless LAN vorbereitet.


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