News 11.06.2015, 11:15 Uhr

Microsoft bringt das Riesen-Surface fürs Büro

Noch im kommenden Monat bringt Microsoft ein riesiges Tablet, das sich an die Wand hängen lässt, auf den Markt.
Ab Juli kann in 24 Ländern ein Riesen-Tablet von Microsoft bestellt werden. Das «Surface Hub» genannte Gerät wollen die Redmonder mit einem 55 Zoll und 85 Zoll grossen Touch-Bildschirm in den nächsten zwei Monaten ausliefern. Das «Surface fürs Sitzungszimmer» soll als eine Art digitale Tafel fungieren, um mit Kollegen Informationen zu teilen oder Videokonferenzen zu führen. 
An Anschlüssen fehlt es dem Surface-Ungetüm nicht: Neben USB 2.0 und USB 3.0 steht auch ein DisplayPort für einen weiteren Monitor zur Verfügung. Wer will, kann das Surface Hub über HDMI (oder DisplayPort) auch als Monitor verwenden. Ins WLAN verbindet es sich per Dual-Band-WLAN (802.11ac) und ist Bluetooth-fähig. Mit Miracast-Fähigkeit dürfte der Konzern darauf abzielen, den Riesen-PC mit Bildschirm als digitale Leinwand für Notebook-Benutzer einzusetzen.
Werbevideo von Microsoft:

Nicht ganz günstig und bis zu 127 kg schwer

Ganz günstig ist der Spass aber nicht: Das 127 kg schwere Surface Hub mit dem 85 Zoll grossen 4K-Bildschirm kostet um die 23'681 Franken. Das Gerät mit dem 55-Bildschirm und einem Gewicht von 48 kg ist bei einem Strassenpreis von 8329 Franken dagegen preislich noch günstig, wobei letzteres Modell nur mit einer Full-HD-Auflösung aufwarten kann. Auf beiden All-in-One-PCs wird zum Erscheinungszeitpunkt Windows 10 und Office (Word, PowerPoint und Excel) vorinstalliert sein. «Surface-Hub-Pen-Stifte» sollen aber nicht nicht im Lieferumfang enthalten sein.

Samsung hats vorgemacht

Ob sich Microsoft mit dem neuen Riesen-Surface ein Scheibchen vom B2B-Segment der kommenden Genration der «smarten Grossbildschirme» abschneiden will? Auch Samsung hat an der letzten ISE in Amsterdam neue Ansätze in Sachen Grossbildschirmlösungen aufgezeigt. Auf jeden Fall scheinen beide Unternehmen einen Trend nicht zu verschlafen: Dank integrierter Wi-Fi-Schnittstelle, immer kleiner werdenden Hauptplatinen (SoCs) und schnellen Prozessoren eröffnen sich selbst auf sehr grossen und dünnen Monitoren mittlerweile vielseitigere Interaktionsmöglichkeiten, um z.B. schnell und einfach Notebook- oder Tablet-Inhalte in Anwendungsfenstern an der grafischen Präsentationstafel anzuzeigen. 

Autor(in) Simon Gröflin



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