News 23.12.2005, 10:45 Uhr

Microsoft droht tägliche Millionenbusse

Die EU hat Microsoft ein Ultimatum für die Erfüllung der letztjährigen Kartellrechtsauflagen gestellt. Hält sich das Softwarehaus nicht daran, muss es eine tägliche Busse von zwei Millionen Euro zahlen.
Seit März 2004 verlangen die EU-Wettbewerbsbehörden von Microsoft, dass die Firma Schnittstellenspezifikationen ihrer Betriebssysteme offen legt, um Drittherstellern eine bessere Interoperabilität zu ermöglichen [1]. Jetzt ist den Wettbewerbshütern anscheinend der Kragen geplatzt: Sie liessen verlauten, dass Microsoft für die Erfüllung der Auflagen noch fünf Wochen Zeit habe; sonst erwarte die Firma eine tägliche Busse von zwei Millionen Euro - rückwirkend auf den 15. Dezember.
Microsoft wehrt sich gegen die Vorwürfe: Die Aussagen der EU-Behörden seinen ungerecht. Man werde die Forderung mit allen rechtlichen Mitteln bekämpfen. "Die Vorwürfe der EU-Kommission basieren auf technischen Dokumenten, die wir letzte Woche eingereicht haben. Aber weder die Kommission noch der Sachverwalter haben nach eigenen Angaben die neuen Dokumente gelesen oder beurteilt", so das Softwarehaus in einer Pressemitteilung.


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