News 04.07.2011, 09:00 Uhr

Microsoft legt WLAN-Scanner-Code frei

Der IT-Riese setzt auf Transparenz und hat den Quellcode der Software, mit der Daten von WLAN-Netzen gesammelt werden, öffentlich zugänglich gemacht.
Wie so ziemlich alle Anbieter mobiler Betriebssysteme zeichnet auch Microsoft Daten von WLAN-Netzen und Funkzellen auf und legt diese in grossen Datenbanken ab. Ziel dieser Übung ist das Verbessern ortsbezogener Dienste – dank den Datenbanken kann eine mehr oder weniger genaue Ortung auch ohne GPS erfolgen. Bei Apple und Google sorgten die Methoden, mit denen die Daten auf Mobiltelefonen erhoben und übermittelt wurden, für kontroverse Diskussionen. Microsoft will dies mit einer transparenten Kommunikation vermeiden. Der IT-Riese legte jetzt den Quellcode der Software frei, mit der solche Daten gesammelt wurden.
Somit kann sich jetzt jeder den Code anschauen und feststellen, was genau aufgezeichnet wird. Microsoft betont, dass lediglich frei zugängliche Informationen von den WLAN-Netzen gesammelt werden. Datentransfers innerhalb der Funknetze (sogenannte «Payload»-Daten) würden nicht mitgeschnitten. Microsoft nutzt die jetzt freigelegte Software in mit Mobiltelefonen ausgerüsteten Fahrzeugen, um beispielsweise in Städten möglichst umfassende Datenbanken mit Informationen zu WLAN-Netzen und Mobilfunkzellen anzulegen. Auf dieselbe Weise sammelte auch Google mit seinen Street-View-Fahrzeugen Informationen. Google geriet in die Kritik, weil auch Datentransfers von ungesicherten WLAN-Netzen aufgezeichnet wurden. Der Suchmaschinenriese sprach damals von einer unbeabsichtigten Panne.


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