News 12.07.2006, 11:30 Uhr

Microsoft muss weitere Riesenbusse zahlen

Da der Softwarekonzern auch nach zwei Jahren nicht alle Kartellrechtsauflagen erfüllt hat, verhängt die Europäische Kommission eine zusätzliche Busse von 280,5 Millionen Euro.
Der Kartellrechtsstreit mit der EU kommt Microsoft immer teurer zu stehen. Bereits vor zwei Jahren brummte die Europäische Kommission dem Unternehmen eine Busse von 497 Millionen Euro auf. Zusätzliche forderte sie, dass eine Windows-Version ohne Media Player angeboten werde und Microsoft die Schnittstellenangaben zu seinen Server-Produkten offen lege. Den letzten Punkt hat der Softwarekonzern laut EU noch immer nicht erfüllt. Deshalb muss er eine neue Busse in der Höhe von 280,5 Millionen Euro zahlen. Weigert sich Microsoft auch künftig, die Auflagen umzusetzen, droht ab dem 31. Juli 2006 sogar eine weitere Geldstrafe von täglich drei Millionen Euro. "Kein Unternehmen steht über dem Gesetz", sagt Wettbewerbskommissarin Neellie Kroes. "Ich bedaure, dass Microsoft sein rechtswidriges Verhalten auch zwei Jahre nach dieser Entscheidung weiter fortsetzt, obwohl das Gericht Erster Instanz entschieden hat, dass der Einspruch Microsofts keine aufschiebende Wirkung hat. Ich habe unter diesen Umständen keine andere Möglichkeit, als eine Geldstrafe wegen fortgesetzter Nichteinhaltung der Auflagen zu erheben."


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