News 27.11.2013, 09:52 Uhr

Swisscom testet die Nachbarschaftshilfe

Swisscom kooperiert mit dem Internet-Start-up Mila und vernetzt Nachbarn zu einer technischen Support-Plattform.
Vonseiten Swisscom eine erste Versuchsphase, den Support «social»-medial auszubauen
Swisscom testet zurzeit in Kooperation mit dem Internet-Start-up Mila eine neue Form des Heim-Supports. Personen aus der Nachbarschaft können sich via mila.com/swisscom miteinander vernetzen und zusammen nach technischen Lösungen bei einem bestimmten Problem suchen. Das Projekt startet zunächst als Pilotversuch im Kanton Zürich. 

Auktionsportalprinzip

Um Hobbysupporter zu werden, kann per Anmeldeformular ein Profil angelegt werden. Bis jetzt bieten sich Hauptkategorien zu Computer, mobilen Geräten und Netzwerk beziehungsweise Internet an. Inserate können frei aufgegeben werden. Hat jemand beispielsweise Probleme oder keine Zeit, eine Netzwerkinstallation richtig zu bewerkstelligen oder ein kleines Problem mit einer Maileinrichtung auf dem Smartphone, kann er sich die Angebote der Inserierenden durchschauen. Finden sich passende Personen mit dem richtigen Know-how zum Problem, können die Nachbarn einen Termin vereinbaren.

Bewertungssystem

Die Leistung des Anbieters wird anschliessend vom Service-Empfänger bewertet. Helfer, die sich schon mehrmals bewährt haben, erhalten den Status «Swisscom friend» und sind so auf ihrem Profil gekennzeichnet. Mila selber verfolgt die Bewertungen auf der Plattform aktiv und schaltet Swisscom ein, falls für ein technisches Problem oder für einen Service keine zufriedenstellende Lösung gefunden wurde.

Was hat Swisscom davon?

Die digitale Welt werde zunehmend komplexer, viele Kunden suchen immer spezifischere und kleinere Lösungen, meinte Swisscom-Mediensprecher Olaf Schulze im Gespräch. So habe sich Swisscom auch vermehrt im Social-Media-Bereich umgeschaut, um parallel zum bestehenden Support von Swisscom ein ergänzendes Angebot auszuprobieren, so Schulze. 

Was hat Mila davon?

Mitmachen als Service-Anbieter könne bei Mila jeder. Konkurriert würden keine Fachtechniker, zumal es sich sich um Kleinaufträge im Rahmen von 30 bis 100 Franken handle, sagte Mila bereits gegenüber mehreren Zeitungen. Von jedem abgeschlossenen Geschäft gehen jedoch etwa 8 Prozent an Mila.

Autor(in) Simon Gröflin


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