News 26.03.2018, 10:50 Uhr

UPC Happy Home: Powerline im Test

Mit WLAN vom Estrich bis in den Keller und LAN via Strom will UPC die Kunden happy machen. Frust oder Lust? Wir haben die Powerline-Lösung getestet.
Mit dem WLAN Powerline Set und der neuen UPC Connect App verspricht UPC Internet für jede Ecke des Hauses, falls die Netzabdeckung über WLAN in der Wohnung nicht genügen sollte. Nebst der WLAN-Signalweiterleitung ist «Powerline» ist eine Möglichkeit, Internet und Heimnetzwerk über das Stromnetz der Hausinstallation weiterzuleiten. Der Router kann dann mittels eines Netzwerkkabels an den Sender angeschlossen werden. Die Empfänger werden in normale Stromsteckdosen gesteckt, wodurch sie das Signal in andere, weiter entfernte Räume tragen. Positiv ist auch, dass Kunden die beiden Stromadapter während 30 Tagen unverbindlich testen dürfen. Für Kunden mit einem Internetabo ab 200 Mbit/s werden die Adapter kostenlos mitgeliefert. Kunden mit kleineren Abos müssen für die Powerline-Adapter pro Monat zusätzlich 5 Franken pro Monat entrichten. Zusätzlich zum WLAN-Powerline-Set (ein Sender und ein Empfänger) können bis zu vier Adapter bestellt werden. Eine Bedingung zur Inbetriebnahme ist ein UPC-Modem in der Ausgangskonfiguration. Bei einer Weiterleitung über einen Zweit-Router (Bridging) lässt sich die Lösung nicht konfigurieren. Der Praxistest.
Das erhält man
Quelle: nmgz

Einfache Installation

Die Empfänger werden in normale Stromsteckdosen gesteckt, wodurch sie das Signal in andere, weiter entfernte Räume tragen. Einfach je einen Powerline-Adapter in die nahe gelegene Strombuchse einstöpseln. Wie andere Lösungen von Devolo & Co. besitzen die UPC-Powerlines ebenfalls eine Strombuchse. Damit geht dem Anwender beim Einsatz keine Stromsteckdose verloren. An der durchgeschleiften Dose können beliebige Stromverbraucher (z.B. eine Lampe) oder sogar Steckerleisten angeschlossen werden.  Positiv: Bei UPC Happy Home kam es auch bei grösseren Stromschienen mit bis zu zehn Endgeräten pro Raum zu keinerlei Versorgungs- und Signalproblemen an Geräten wie Ladedocks oder dem direkten WLAN-Signal des Routers.
Die UPC Connect App hilft bei der Einrichtung

Einfaches Setup mit der UPC Connect App

Die Einrichtung ist aber sehr simpel. Nichts mit WPA-Knöpfchen. Nichts mit Passwort eintippen. Die Powerline-Adapter finden die WLAN-Einstellungen von selber, sobald das initiale Setup über die Connect App erfolgt ist. Randnotiz: Die Connect App erwies sich dank der praktischen Scan-Funktion der Router-Etikette als flinker Gehilfe bei der Neu- oder Ersteinrichtung einer Connect Box. Ähnlich intuitiv führt die App durch die Powerline-Einrichtung. Router- und WLAN-Einstellungen werden automatisch übernommen. 
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Autor(in) Simon Gröflin


Kommentare

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gucky62
26.03.2018
Die Aussagen im Artikel wiedersprechen sich doch ziemlich. Da wird von "UPC verspricht eine Datenübertragung von bis zu 1000 Mbit/s über das Stromnetz, was in unseren Test ungefähr hinkommt." geschrieben, was aber den angeführten Messangaben nicht mal im entferntesten nahe kommt. 1000 MBit würden ja in etwa 90-100 MB/s entsprechen (bei ca. 70-80% Sättigung der TCP Verbindung). Die Messergebisse kommen mit maximal etwa 5 MB/s nicht einmal auf knapp 5% davon. Soviel zur obigen Aussage. Was bei Powerline natürlich auch nicht möglich ist, da wie bei allen Funk-Netzwerk-Verbindungen nur etwa 45% Nettorate als theoretisches Maximum übrigbleibt. Aber selbst dann sind 5MB/s (Das NAS kann ja 11 MB liefern gemäss Artikel) sehr bedächtig (Knapp 42 MBit/s). Zum Surfen reicht es natürlich lange und auch für das meiste andere und es passt im Test zur WAN Bandbreite. Das ich von Powerline aus verschiedenen Gründen rein gar nichts halte ist das eine, aber die obige Aussage passt nur wirklich nicht zu den Fakten, oder habe ich was übersehen? Gruss Daniel

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patrick
26.03.2018
UPC hat übrigens so gesehen keinen Routerzwang. Du kannst jederzeit eine Bridge (Layer1/Layer2) verlangen und deinen eigenen Router benutzen.

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Simon Gröflin
27.03.2018
Die Aussagen im Artikel wiedersprechen sich doch ziemlich. Da wird von "UPC verspricht eine Datenübertragung von bis zu 1000 Mbit/s über das Stromnetz, was in unseren Test ungefähr hinkommt." geschrieben, was aber den angeführten Messangaben nicht mal im entferntesten nahe kommt. 1000 MBit würden ja in etwa 90-100 MB/s entsprechen (bei ca. 70-80% Sättigung der TCP Verbindung). Die Messergebisse kommen mit maximal etwa 5 MB/s nicht einmal auf knapp 5% davon. Soviel zur obigen Aussage. Was bei Powerline natürlich auch nicht möglich ist, da wie bei allen Funk-Netzwerk-Verbindungen nur etwa 45% Nettorate als theoretisches Maximum übrigbleibt. Aber selbst dann sind 5MB/s (Das NAS kann ja 11 MB liefern gemäss Artikel) sehr bedächtig (Knapp 42 MBit/s). Zum Surfen reicht es natürlich lange und auch für das meiste andere und es passt im Test zur WAN Bandbreite. Das ich von Powerline aus verschiedenen Gründen rein gar nichts halte ist das eine, aber die obige Aussage passt nur wirklich nicht zu den Fakten, oder habe ich was übersehen? Gruss Daniel Hallo Gucky Besten Dank für den Kommentar. Damit gemeint ist der theoretische Powerline-Netzwerkdurchsatz, soweit ich das verstehe. Bei älteren Powerlines waren diese jeweils mit ca. 800 Mbit/s spezifiziert, heute teils mit bis zu 1200 Mbit/s. UPC hat mir diese Angabe (1000 Mbit/s) auf Anfrage so kommuniziert. Da diese theoretische Angabe ohnehin nichts aussagt, habe ich sie nur noch in der Produktbox unten drin. Du hast recht: So stimmt meine Aussage eigentlich nicht, v.a. in Bezug auf die Netzwerkübertragungen bei NAS-Szenarien. LG Simon

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VoiceX
27.03.2018
mehr Speed... seit dem lautlosen Upgrade (habe nichts von der Umstellung gespürt) habe ich wirklich fast doppelt so viel Speed: vorher down 250, up 15 MBit jetzt down 450, up 45 gemessen mit meinem iPad und der SpeedTest.net-App über WLAN gleiche Ergebnisse auf MacBook Pro via WLAN