UPC Happy Home: Powerline im Test

Der PC-Alltag mit UPC Happy Home

Der PC-Alltag mit UPC Happy Home

Auf lange Distanz (bei einem Stockwerk, 50 Meter) bewältigen die UPC-Powerline-Steckdosen bei einer 40-Mbit/s-Internetbandbreite problemlos mehrere Gigabyte grosse Downloads mit vergleichbarer Gigabit-LAN-Performance. Gemessen haben wir zunächst HTTP-Testübertragungen von 100 MB, 200 MB und 1 GB, bei denen wir im Powerline-Modus praktisch keine Unterschiede ausmachen konnten. Auch via FTP geht ein 10-GB-File noch in derselben Zeit (ca. 36 Minuten bei 40 Mbit/s) durch die Leitung. Damit lässt sich problemlos ein 4K-Stream übertragen. Mit Alltagsanwendungen sieht es aber doch ein wenig anders aus. Im zweimaligen Download-Test mit einem typischen Steam-Spiel (3,5 GB) sank die Download-Rate schnell von 1,8 MB/s auf 1,3 MB/s (bei 40-Mbit/s-Bandbreite), was aber für Powerline-Verhältnisse noch tolerabel ist. Ausserdem: Wer öfter auf einen zentralen Netzwerkspeicher zugreift, muss sich auf wesentlich langsamere Lese- und Schreibzyklen gefasst machen. Das kann aufs Gemüt schlagen, wenn sehr grosse ZIP-Archive auf dem NAS geöffnet oder Dateien vom Netzwerkspeicher auf den PC verschoben werden. Schreibt man z.B. einen grossen NAS-Ordner mit 6,5 GB (via SMB) ins Windows-PC-Verzeichnis, wird selbst auf einem älteren 5-Bay-Power-NAS auf einmal nur mit 5 MB/s statt wie bis anhin mit 11 MB/s geschaufelt. Vorbildlich: Der Stromverbrauch lag bei moderaten 2,9 Watt. Die WLAN-Weiterleitung konnte im Schnelltest in der WiFi Analyzer App durch drei Zimmer hindurch mit einem leicht stärkeren mobilen Empfang überzeugen (-50 dBm statt nur -60 dBm), wozu aber mehr Messungen nötig wären. Auf jeden Fall aber sind die Primärfunktion (Powerline) und die einfache Einrichtung sehr überzeugend. Ein abobedingtes Manko bei UPC bleibt die eingeschränkte Upload-Geschwindigkeit.  

Fazit

Das Powerline-Set von UPC ist als Alternative zu WLAN oder Gigabit-LAN eine durchdachte und praxisnahe Lösung, um in den eigenen vier Wänden eine hohe Netzwerkabdeckung zu erreichen.

Testergebnis

Einfaches Setup
Etwas gross und klobig

Details:  Powerline-Starterset (zwei Adapter im Standardlieferumfang), erweiterbar auf bis zu vier Adapter, inkl. Gigabit-LAN-Kabel, RJ-45-Buchse, Stromanschluss, WLAN-Repeater-Funktion

Preis:  Gratis bei Bedarf

Infos: 
upc.ch/de/kombi-angebote/infos-zu-kombi-angeboten/

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Autor(in) Simon Gröflin



Kommentare

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gucky62
26.03.2018
Die Aussagen im Artikel wiedersprechen sich doch ziemlich. Da wird von "UPC verspricht eine Datenübertragung von bis zu 1000 Mbit/s über das Stromnetz, was in unseren Test ungefähr hinkommt." geschrieben, was aber den angeführten Messangaben nicht mal im entferntesten nahe kommt. 1000 MBit würden ja in etwa 90-100 MB/s entsprechen (bei ca. 70-80% Sättigung der TCP Verbindung). Die Messergebisse kommen mit maximal etwa 5 MB/s nicht einmal auf knapp 5% davon. Soviel zur obigen Aussage. Was bei Powerline natürlich auch nicht möglich ist, da wie bei allen Funk-Netzwerk-Verbindungen nur etwa 45% Nettorate als theoretisches Maximum übrigbleibt. Aber selbst dann sind 5MB/s (Das NAS kann ja 11 MB liefern gemäss Artikel) sehr bedächtig (Knapp 42 MBit/s). Zum Surfen reicht es natürlich lange und auch für das meiste andere und es passt im Test zur WAN Bandbreite. Das ich von Powerline aus verschiedenen Gründen rein gar nichts halte ist das eine, aber die obige Aussage passt nur wirklich nicht zu den Fakten, oder habe ich was übersehen? Gruss Daniel

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patrick
26.03.2018
UPC hat übrigens so gesehen keinen Routerzwang. Du kannst jederzeit eine Bridge (Layer1/Layer2) verlangen und deinen eigenen Router benutzen.

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Simon Gröflin
27.03.2018
Die Aussagen im Artikel wiedersprechen sich doch ziemlich. Da wird von "UPC verspricht eine Datenübertragung von bis zu 1000 Mbit/s über das Stromnetz, was in unseren Test ungefähr hinkommt." geschrieben, was aber den angeführten Messangaben nicht mal im entferntesten nahe kommt. 1000 MBit würden ja in etwa 90-100 MB/s entsprechen (bei ca. 70-80% Sättigung der TCP Verbindung). Die Messergebisse kommen mit maximal etwa 5 MB/s nicht einmal auf knapp 5% davon. Soviel zur obigen Aussage. Was bei Powerline natürlich auch nicht möglich ist, da wie bei allen Funk-Netzwerk-Verbindungen nur etwa 45% Nettorate als theoretisches Maximum übrigbleibt. Aber selbst dann sind 5MB/s (Das NAS kann ja 11 MB liefern gemäss Artikel) sehr bedächtig (Knapp 42 MBit/s). Zum Surfen reicht es natürlich lange und auch für das meiste andere und es passt im Test zur WAN Bandbreite. Das ich von Powerline aus verschiedenen Gründen rein gar nichts halte ist das eine, aber die obige Aussage passt nur wirklich nicht zu den Fakten, oder habe ich was übersehen? Gruss Daniel Hallo Gucky Besten Dank für den Kommentar. Damit gemeint ist der theoretische Powerline-Netzwerkdurchsatz, soweit ich das verstehe. Bei älteren Powerlines waren diese jeweils mit ca. 800 Mbit/s spezifiziert, heute teils mit bis zu 1200 Mbit/s. UPC hat mir diese Angabe (1000 Mbit/s) auf Anfrage so kommuniziert. Da diese theoretische Angabe ohnehin nichts aussagt, habe ich sie nur noch in der Produktbox unten drin. Du hast recht: So stimmt meine Aussage eigentlich nicht, v.a. in Bezug auf die Netzwerkübertragungen bei NAS-Szenarien. LG Simon

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VoiceX
27.03.2018
mehr Speed... seit dem lautlosen Upgrade (habe nichts von der Umstellung gespürt) habe ich wirklich fast doppelt so viel Speed: vorher down 250, up 15 MBit jetzt down 450, up 45 gemessen mit meinem iPad und der SpeedTest.net-App über WLAN gleiche Ergebnisse auf MacBook Pro via WLAN