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Handys lenken ab und verändern die Realität

Laut einer Studie führen die Ablenkungen zu einer veränderten Wahrnehmung. Beispielsweise Farben werden falsch abgespeichert.

von pte (Pressetext), Florian Fügemann 24.09.2019

Smartphones fordern nicht nur ständig erneute Aufmerksamkeit und lenken daher ab, sondern verändern auch die Wahrnehmung der Realität, wie eine neue Untersuchung des US-Versicherers Asurion zeigt. Demnach lässt sich der Amerikaner im Schnitt rund 80-mal am Tag von seinem mobilen Alleskönner ablenken, was längst nicht nur mehr eine schwindende Aufmerksamkeitsfähigkeit bedeutet.

Farben anders interpretiert

Laut der im «Journal of Experimental Psychology» veröffentlichten Studie führt permanente Ablenkung zu einer veränderten Wahrnehmung der Realität, was auch Einfluss auf abgespeicherte Erinnerungen hat. Julie Golomb, Psychologin an der Ohio State University, hat eine veränderte Wahrnehmung von Farben festgestellt, sobald Probanden aufgefordert wurden, sich diese zu merken und dabei gezielt abgelenkt wurden.

Ablenkung führt laut den Wissenschaftlern dazu, dass Menschen sich nicht länger fokussiert konzentrieren können und letztlich ihrer fehlerhaften Wahrnehmung beziehungsweise ihren Erinnerungen auch noch glauben und diese entsprechend wiedergeben. «Wir müssen zuerst etwas sehen, um uns daran erinnern zu können. Es ist daher sehr natürlich, dass eine durch Ablenkung veränderte, fehlerbehaftete Wahrnehmung auch im Gedächtnis erhalten bleibt», unterstreicht der leitende Studienautor Jiageng Chen abschliessend.

(www.pressetext.com)


    Kommentare

    • karnickel 28.09.2019, 10.32 Uhr

      Andere Tätigkeiten, von denen ich mir vorstellen kann, dass sie zu ähnlichen Krankheitsbildern führen können sind: Fernsehen Autofahren an Computern arbeiten Schweissarbeiten ...

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