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So schützen Sie Ihre Kinder vor Mobbing, Sexting und Grooming

von Beat Rüdt 23.04.2019

Sensibilisierung

Je mehr Ihr Kind über seine Rechte informiert ist, desto besser kann es sich gegen ungebührliches Verhalten Dritter wehren. Und je mehr es über Datenschutz weiss, desto sicherer bewegt es sich im Internet. 

Das Recht am eigenen Bild

Niemand darf ungefragt fotografiert werden, und niemand darf ohne konkrete Einwilligung ein Foto einer anderen Person im Internet verbreiten. Und: Selbst, wenn man ursprünglich die Einwilligung für die Verwendung eines Fotos erteilt hat, kann sie grundsätzlich später zurückgezogen werden. Das heisst: Ihr Kind muss nicht akzeptieren, dass Bilder von ihm in sozialen Netzwerken verbreitet werden und es kann auch von seinen Kolleginnen und Kollegen verlangen, dass sie von ihm gemachte Bilder wieder von ihren Geräten löschen. 

Keine persönlichen Angaben

Sensibilisieren Sie ihr Kind drauf, so wenig persönliche Angaben wie möglich zu machen. Das fängt damit an, dass das Geburtsdatum nicht öffentlich ersichtlich und auch sonst nur die unbedingt nötigen Angaben im persönlichen Profil sichtbar sind. Bei Bedarf können Sie gemeinsam über die Suchfunktionen der sozialen Netzwerke und mit Suchmaschinen persönliche Angaben suchen und zusammentragen, sodass offensichtlich wird, wie viele Informationen auffindbar sind. Eine gute Gelegenheit, auch die Einstellungen der eigenen Profile zu überprüfen.

Prüfen Sie regelmässig die Privatsphäreeinstellungen der sozialen Netzwerke Prüfen Sie regelmässig die Privatsphäreeinstellungen der sozialen Netzwerke Zoom© Screenshot/PCtipp

Geheim ist geheim – auch für Gspänli

Passwörter und andere Zugangsdaten sind geheim. Nur so kann verhindert werden, dass das eigene Profil von Fremden missbraucht wird. Das gilt auch für die beste Freundin und den besten Freund (und ja, das gilt auch für die Eltern). Für ein sicheres Passwort gilt:

  • Es besteht aus Gross- und Kleinbuchstaben.
  • Es beinhaltet Zahlen.
  • Es besteht auch aus Sonderzeichen.
  • Es beinhaltet keine Namen, kein Geburtsdatum, keine auf der Tastatur oder im Alphabet aufeinanderfolgenden Zeichen.
  • Es wird nur für einen einzigen Dienst verwendet (es braucht also für jeden Dienst ein eigenes Passwort).

Freunde kennt man auch offline

Gute Freunde trifft man nicht nur online, sondern auch im wahren Leben. Man weiss, wo sie wohnen und kennt auch ihr Umfeld. Man trifft sie regelmässig und tauscht sich von Angesicht zu Angesicht aus. Diese Freundschaften kann man bedenkenlos auch in der virtuellen Welt pflegen, um in Kontakt zu bleiben. 

Bösewichte verschleiern Identität

Im Internet kann sich jede Person eine falsche Identität geben. Männer werden zu Frauen, Erwachsene zu Kindern und umgekehrt. Aber es kommt noch schlimmer: Unbekannte können in sozialen Netzwerken vorgeben, gute Bekannte zu sein. Das kann nicht zuletzt passieren, wenn sich ein Täter Zugriff auf ein fremdes Social-Media-Profil verschafft hat und versucht, Geld zu erschleichen, Treffen zu vereinbaren oder an weitere persönliche Informationen zu kommen. Das zu erkennen ist schwierig. Auffällige sind Nuancen in der Sprache, der Wortwahl oder aber auch bei den Themen, die angesprochen werden. 

Pro Juventute ist die wichtigste Anlaufstelle für Kinder und Jugendliche Pro Juventute ist die wichtigste Anlaufstelle für Kinder und Jugendliche Zoom© Pro Juventute

Wichtige Infos

Eine der wichtigsten Anlaufstellen für Jugendliche und Kinder ist die Webseite der Pro Juventute. Auf dieser Webseite finden Jugendliche viele Informationen zu den angesprochenen Themen und können sich im Bedarfsfall über die Nummer 147 persönlich telefonisch beraten lassen. 

Leicht verständliche Informationen zu den Gefahren im Internet gibt es auf der Webseite der Schweizerischen Kriminalprävention (SKPPSC). Beachten Sie insbesondere diese beiden Downloads: 

  • Für Kinder gibt es die Broschüre «Es war einmal… das Internet» (Download unter dem Link go.pctipp.ch/1849)
Das PDF «Es war einmal ... das Internet» eignet sich für Kinder Das PDF «Es war einmal ... das Internet» eignet sich für Kinder Zoom© Schweizerische Kriminalprävention
  • Für Jugendliche ab 12 Jahren ist die Broschüre «My little Safebook» geeignet (Download unter go.pctipp.ch/1850)
Für Jugendliche empfiehlt sich «My little Safebook» Für Jugendliche empfiehlt sich «My little Safebook» Zoom© Schweizerische Kriminalprävention

Auch der Bund betreibt eine umfangreiche Plattform mit Informationen rund um Jugendliche und Gefahren der Onlinewelt: Unter jugendundmedien.ch gibt es konkrete Tipps und viele Informationen für Eltern und Jugendliche. 

Für Schüler und Lehrpersonen gibt Armin Lüchinger auf der Website «Medien und Schule» (medienundschule.ch) viele Tipps. Neben Unterrichtsmaterialien finden Sie dort viele nützliche Anleitungen, weiterführende Links und Verhaltensregeln. 

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    Kommentare

    • Freedantha 24.04.2019, 10.21 Uhr

    • Desktop 24.04.2019, 12.26 Uhr

      Meines Erachtens sind Menschen in der Schweiz ab 18 Jahren volljährig und werden als Erwachsene bezeichnet und nicht als "Jugendliche".

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