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Verspätung beim elektronischen Patientendossier

Das elektronische Patientendossier ist im Verzug. Das Bundesamt für Gesundheit verschiebt den Start auf den Sommer.

von Luca Perler 21.02.2020

Das elektronische Patientendossier (EPD) hat Verspätung. Eigentlich peilte das Bundesamt für Gesundheit (BAG) an, dieses am 15. April einzuführen. Nun wurde der Start auf den Sommer verschoben, wie es in einer Mitteilung heisst. Grund dafür ist laut BAG, dass die Zertifizierung der Stammgemeinschaften – die zukünftigen Anbieter des EPD – sowie die anschliessende Akkreditierung der Zertifizierungsstellen mehr Zeit in Anspruch nehmen als geplant.

Die Zertifizierung stellt sicher, dass der Schutz der Patientinnen und Patienten gewährleistet ist und die Stammgemeinschaften die strengen Voraussetzungen des EPD-Gesetzes erfüllen. In der Folge können sich dann Akutspitäler, Reha-Kliniken oder stationäre Psychiatrien einer zertifizierten Stammgemeinschaft anschliessen.

Mindestens eine der insgesamt acht Stammgemeinschaften soll jedoch bis zum ursprünglichen Einführungstermin zertifiziert sein und im Sommer den Betrieb aufnehmen können, heisst es in der Mitteilung weiter. Die anderen würden dann noch bis im Herbst folgen. Gut funktionierte laut dem BAG hingegen der Aufbau der Stammgemeinschaften und der technischen Plattform.

Die Verzögerungen wurden auch vom Programmausschuss von Bund und Kantonen zur Kenntnis genommen. Dieser erwartet, dass alle Einwohnerinnen und Einwohner der Schweiz bis im Herbst 2020 ein EPD eröffnen können. Auch will der Programmausschuss abklären, ob die Stammgemeinschaften die Zeit bis zur endgültigen Zertifizierung mit einer Testphase optimal nutzen können. Auf die Gesundheitsversorgung in der Schweiz wirke sich die Verspätung beim EPD nicht negativ aus, versichert das BAG schliesslich.


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