News 18.10.2011, 10:50 Uhr

E-Government: Schweizer sind zufrieden

Die Bevölkerung ist mit dem Online-Engagement des Bundes, der Kantone und der Gemeinden zufrieden. Für die Kommunikation genutzt wird vermehrt aber das Telefon.
Frau und Herr Schweizer möchten mehr Behördengeschäfte im Internet erledigen. Sie wollen etwa ihre Stimme online abgeben, einen Umzug melden oder die Steuererklärung auf den Webseiten der Ämter ausfüllen. Alles drei funktioniert nicht landesweit. Trotzdem ergab eine repräsentative Umfrage des Informatikstrategieorgans Bund (ISB) unter 1000 Einwohnern, dass das Volk mit den Online-Dienstleistungen der Behörden zufrieden ist.
Laut Studie erwarten die Bürger nicht, dass die Behörden mit ihrem eigenen Internetkonsum schritthalten. Denn mittlerweile verfügen 85 Prozent der Einwohner der Schweiz über einen Internetzugang. Die grosse Verbreitung von Internetanschlüssen schlägt sich nicht in der vermehrten Nutzung von E-Government-Angeboten nieder: Vor zwei Jahren kontaktierten 39 Prozent der Bürger ein Amt via E-Mail oder Behördenwebseite, heute nur noch 32 Prozent. Die Einwohner greifen vielmehr wieder häufiger zum Telefonhörer: 32 Prozent nutzten das altmodische Kommunikationsmittel vor zwei Jahren für den Kontakt zum Amt, mittlerweile sind es 40 Prozent.
Ein vernichtendes Urteil fällen die befragten Bürger über die SuisseID: Nur 13 Prozent kennen den elektronischen Identitätsnachweis, erst 1 Prozent der Wohnbevölkerung nutzen die SuisseID geschäftlich oder privat. Diejenigen Einwohner, die Erfahrung mit der Chipkarte haben, urteilen allerdings fast durchweg positiv: 91 Prozent sind zufrieden, 9 Prozent sind eher unzufrieden. Der mit Millionen Franken subventionierte Start der SuisseID könne laut ISB als «gelungen» bezeichnet werden.


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