ETH-Spin-off 16.04.2021, 16:00 Uhr

Intelligente Kamera denkt mit

Die Software von Seervision bedient Kameras wie von Menschenhand und vereinfacht Videoübertragungen. Seine Wurzeln hat das Start-​up an der ETH Zürich, wo Studenten einst einen klobigen Prototyp für Vorlesungsaufzeichnungen entwickelt hatten.
Dank der Software können mehrere Kameras von einem PC bedient werden
(Quelle: Seervision)
Die Corona-​Krise hat Videos als Kommunikationsmittel einen starken Schub verliehen. Sitzungen, Präsentationen und sogar kulturelle Anlässe werden online übertragen. Wer in der Menge an audiovisuellen Live-​Angeboten herausstechen will, muss eine hochwertige Darbietung liefern. Deshalb investieren immer mehr Unternehmen in die nötige Ausrüstung und Technologien, um ein besseres Erlebnis und hohe Qualität zu liefern. Das spürt auch Seervision, ein Spin-​off der ETH Zürich.
Seervision entwickelt Software, um Kameras in Studios zu automatisieren. Auf diese Weise kann eine Person mehrere Kameras gleichzeitig bedienen und steuern. «Unternehmen können so professionelle Videos produzieren, ohne sich vor der Komplexität der Umsetzung oder den Kosten fürchten zu müssen», sagt Co-​Gründer und CEO Nikos Kariotoglou. Genau danach suchen Firmen in Zeiten von Home Office.
Die Seervision-​Gründer (v.l.): Reto Hofmann (CTO), Nikos Kariotoglou (CEO) und Conrad von Grebel (CMO)
Quelle: Seervision
«Die Welt wechselte auf einen Schlag zu Online-​ und Hybrid-​Veranstaltungen», beschreibt er die Veränderung. Bis anhin bediente das Spin-​off mit seiner Technologie vor allem Videoproduktionsfirmen, die sich mit Kameras und Live-​Übertragungen bereits auskennen. Seit Beginn der Pandemie interessieren sich nun vermehrt Unternehmen aus verschiedenen Branchen dafür, die ein eigenes Studio einrichten wollen, um etwa ihre Geschäftszahlen online professionell zu präsentieren. So vergrösserte sich der Markt von Seervision von einem Moment auf den anderen, «davon waren wir positiv überrascht und unsere Verkaufsgespräche wurden viel einfacher», sagt Kariotoglou.

Autor(in) Omar Zeroual, ETH-News



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