Der Überwachungsstaat Internet

Gegenwehr ist zwecklos

Dieser Überwachung könne man sich auch nicht mehr entziehen. Selbst wenn man sich vorsichtig in der Datenwelt bewege, Cookies vermeide und nur unter einem Pseudonym in sozialen Medien unterwegs sei, hinterlasse man Datenspuren. Und Dienste wie das Web, E-Mail und das Smartphone sind für die meisten heute eine Notwendigkeit und unverzichtbar.
Laut Schneier kann man sich in Sachen Privacy auch nicht auf den freien Markt verlassen. Denn alle Firmen würden Daten über ihre Kunden sammeln. Man könne also nicht einfach den Dienstleister wechseln, um die eigene Privatsphäre zu schützen. «Wir Konsumenten haben in dieser Sache keine Wahl», schreibt er.
Und von unseren Regierungen dürften wir ebenso keine Hilfe erwarten, fährt Schneier in seiner Beschreibung fort. Denn diese würden liebend gerne im Bedarfsfall auf all die schönen Daten zugreifen, welche die Firmen für sie sammeln.
Das pessimistische Fazit von Schneier lautet daher: «Wir sind erledigt.» Dem resignierenden Security-Guru bleibt nur noch übrig, uns alle willkommen zu heissen «in einem Internet ohne Schutz der Privatsphäre, das wir obendrein ohne grösseren Widerstand zugelassen haben».



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