News 08.02.2006, 10:00 Uhr

Vorsicht bei Gratis-Webangeboten

Vermehrt tauchen Seiten im Internet auf, die Surfer mit vermeintlichen Gratis-Angeboten locken. Wer das Kleingedruckte nicht liest, erhält jedoch umgehend eine saftige Rechnung oder sogar ein böses Schreiben eines Inkassobüros.
Gleich mehrere Leser haben sich in den vergangenen Tagen beim PCtipp beklagt: Sie haben sich auf der Seite Simsen.de eingetragen. Sie verspricht in grossen Lettern "100 SMS Gratis" und als Sahnehäubchen die "Chance auf ein neues Motorola RAZR V3". Für dieses vermeintliche Topangebot, muss sich der Benutzer nur mit seinen Personalien eintragen.
Wie immer steckt der Teufel im Detail. Ein Blick in die Allgemeinen Geschäftsbedingungen verrät: Das Gratisangebot ist gar keines. Unter dem Punkt "Zahlungsbedingungen" ist nur noch von einem 14-tägigen, kostenlosen Testzugang die Rede. Danach sind für den Dienst monatlich sieben Euro fällig; zu bezahlen ein Jahr im Voraus. Mit der ersten Rechnung kommt meist auch gleich eine Mahnung oder sogar ein Schreiben eines Inkassobüros.
Laut dem Verbraucherschutzportal Dialerschutz.de [1] tummeln sich mittlerweile zahlreiche dieser Lockangebote im Web, seit sich das Geschäft mit Dialern nicht mehr lohnt. Auch in etlichen Konsumentenforen wird vor den vermeintlichen Gratisdiensten gewarnt. Die einen ködern mit kostenlosen SMS, andere versprechen Warenproben oder Gutscheine - Aufmachung und Preisgestaltung der Webseiten sind fast immer gleich.
Wie in der realen Welt gilt auch im Web die Regel "Niemand hat was zu verschenken". Trifft man auf ein "supergünstiges" oder kostenloses Angebot, sollten die Allgemeinen Geschäftsbedingungen und alles Kleingedruckte besonders aufmerksam gelesen werden. Genauso wichtig sind die Kontaktdaten. Bei einer Adresse in Dubai oder einem anderen exotischen Ort sollten die Alarmglocken klingeln.


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