News 21.01.2014, 12:40 Uhr

5 Bauteile für künftige Highend-Smartphones

Halbleiterhersteller entwickeln derzeit Smartphone-Komponenten, die es in sich haben und diverse Performance-Verbesserungen versprechen. Wir haben die fünf wichtigsten Bauteile zusammengetragen.
Auch das Jahr 2014 wird mit wichtigen Smartphone-Updates aufwarten. In der Pipeline sind etwa Nachfolger des iPhones 5s, des HTC One und des Galaxy S4. Wie diese genau aussehen und mit welchen technischen Leckerbissen sie ihre Aufwartung machen werden, ist noch ungewiss. Doch geplante Prozessoren, Speichermodule und Bildschirme lassen erahnen, was die Smartphone-Zukunft in petto hat. Computerworld präsentiert die wichtigsten Bauteile, welche die nächste Gerätegeneration zieren dürfte.

1. Snapdragon 805 von Qualcomm

Das Snapdragon 800 dominierte die letztjährige High-end-Smartphoneszene und gab Geräten wie Googles Nexus 5, LG Electronics G2, Samsungs Galaxy Note 3 und Sonys Xperia Z1 genügend «Pfupf». Es ist daher anzunehmen, dass der Nachfolge-Prozessor, Snapdragon 805, ähnlich populär ist bei den Herstellern.
Soll künftigen Smartphones Beine machen: Snapdragon-805-Prozessor von Qualcomm
Der Snapdragon 805 basiert auf der vier-kernigen Krait-450-CPU, welche laut Qualcomm mit bis zu 2,5 GHz pro Rechenherz getaktet ist. Der Prozessor verfügt zudem über einen neuen Grafikchip des Typs Adreno 420. Die GPU weist eine 40 Prozent höhere Grafikleistung auf als ihre Vorgängerin. Dieses Mehr an «Pferdestärke» wird dafür sorgen, dass Smartphones und Tablets 4K-Videoinhalte verarbeiten und darstellen können - entweder am Bildschirm des Geräts selbst oder am angeschlossenen Fernseher.
Die ersten Geräte, welche den Snapdragon verwenden, dürften während der ersten Hälfte des Jahres auf den Markt kommen. Der Gerüchteküche zufolge soll der Prozessor das Samsung Galaxy S5, das Xperia Z2 von Sony und Nokias Lumia 1820 antreiben.
Nächste Seite: Tegra K1 von Nvidia

Tegra K1 von Nvidia

2. Nvidias Tegra K1

Qualcomm aufgepasst: Nvidia will dem Platzhirsch die Stirn bieten und sich mit dem Tegra K1 ein grösseres Stück vom Markt abschneiden. Nvidia entwickelt derzeit 32-Bit- und 64-Bit-Versionen des Chips, die ziemlich wettbewerbsfähig scheinen.

Fünfkerner

Die erste, die 32-Bit-Variante verwendet einen vierkernigen Prozessor, der auf der letzten Version von ARMs «Cortex A15»-CPU basiert. Neben den vier Cores, die mit 2,3 GHz getaktet sind, weist der Tegra K1 einen fünften, Energie-optimierten Kern auf, der gewisse, weniger leistungsintensive Aufgaben erledigt und damit die Batterie schonen soll.
Version 2 basiert auf einer hauseigenen 64-Bit-CPU, welche einen zweifachen «Super Core» aufweist, der bis zu 2,5 GHz schnell ist. Der Prozessor basiert auf der ARMv8-Architektur, welche 64-Bit-Unterstützung in die ARM-Welt bringt.
Die 64-Bit-Version des Tegra K1 von Nvidia

64-Bit-Version bereits in Planung

Mit dem K1 will Nvidia vor allem Gamer zufriedenstellen. Kombiniert mit einer GPU, die auf der Nvidia-eigenen Kepler-Architektur basiert, soll der Chip sowohl die PlayStation 3 als auch die Xbox 360 in den Schatten stellen, behauptet zumindest Nvidia. Daneben hat die Herstellerin auch CUDA implementiert, eine parallele Verarbeitungstechnik mit der die GPU effizienter ausgenutzt werden kann und damit die Leistung erhöht.
Die 32-Bit-Version des Tegra K1 soll in der ersten Hälfte 2014 zur Verfügung stehen, die 64-Bit-Ausgabe soll in der zweiten Jahreshälfte folgen, so Nvidia.
Nächste Seite: 4 Gigabyte RAM fürs Smartphone

 4 Gigabyte RAM fürs Smartphone

3. 8-Gigabit-LPDDR4-Mobile-DRAM von Samsung

Heute haben die meisten teuren Smartphones 2 Gigabyte RAM. Geht es nach Samsungs Halbleiterabteilung, werden die gescheiten Mobiltelefone bald auf 4 Gigabyte Zwischenspeicher zugreifen können. Möglich macht dies der mobile 8-Gigabit-LPDDR4-Speicherbaustein (Low Power Double Data Rate) von Samsung. Dieser wird nicht nur die Smartphone-Apps beschleunigen, sondern auch funktionsreichere Anwendungen ermöglichen sowie Bildschirme mit höherer Auflösung unterstützen, wie Samsung verspricht. Daneben braucht das Bauteil weniger Strom als herkömliche Speicherchips.
Die Speicherbausteine von Samsung machen Smartphones mit 4 Gigabyte RAM möglich
Das Produkt soll dieses Jahr auf den Markt kommen und hauptsächlich in Smartphones mit grossem Bildschirm, Tablets und ultradünnen Notebooks verbaut werden.
Nächste Seite: Hochauflösender Bildschirm von LG Display

Hochauflösender Bildschirm von LG Display

4. 2560 mal 1440 Pixel von LG Display

Grössere Bildschirme mit immer höherer Auflösung stehen schon seit ein paar Jahren im Trend. Und es scheint wenig Zeichen zu geben, dass sich das ändern wird. So hat die Bildschirmabteilung von LG einen 5,5 Zoll grossen Monitor für die nächste Smartphone-Generation entwickelt, der eine Auflösung von 2560 mal 1440 Pixel aufweist.
Dies ergibt eine Pixeldichte von 538 ppi (Pixel pro Inch). Derzeitige Highend-Produkte können da nicht mithalten. So weist der 4,7 Zoll messende Bildschirm des HTC One 468 ppi auf, und die 5-Zoll-Mattscheibe des Galaxy S4 von Samsung kann mit 441 ppi.
Der 5,5-Zoll-Bildschirm von LG hält derzeit den Pixeldichte-Rekord
Laut LG können dadurch Anwender eine Web-Seite in PC-Auflösung anschauen, und zwar one Verzerrung.
Allein auf weiter Flur ist LG mit dem Highend-Smartphone-Display aber nicht. Samsung und Sony sollen Gerüchten zu Folge an ähnlichen Konzepten arbeiten.
Nächste Seite: Bewegungs- und Positionssensor der Spitzenklasse

Bewegungs- und Positionssensor der Spitzenklasse

5. Neuer Bewegungs- und Positionssensor 

Was wären heutige Smartphones ohne Sensoren? Kaum «smart». Denn erst die verschiedensten Fühler machen das Kommunikationsgerät zum Navi, Schrittmesser und Gameboy.

9-Achsen-Sensor

STMicroelectronics hat einen Bewegungs- und Positionssensor angekündigt, der insgesamt mit 9 Achsen operiert. So weist dieser ein dreiachsiges Gyroskop, einen dreiachsigen Beschleunigungsmesser und einen ebenfalls dreiachsigen Magnetometer auf. Mit dieser Kombination sollen etwa Funktionen wie Gestensteuerung, Navigation in Gebäuden und Augmented Reality auch im Smartphone-Umfeld möglich werden.
Der Sensor misst ganze 3,5 mal 3 Millimeter und ist damit rund 35 Prozent kleiner als Fühler der letzten Generation. Neben Smartphones soll der Sensor in Fernbedienungen, Gamecontrollern, in tragbaren Sportgeräten und medizinischen Apparaten untergebracht werden, hofft STM.
Derzeit sind die Sensoren erst in kleinen Mengen verfügbar. Wann die Massenproduktion beginnt und die ersten neunachsigen Fühler in Smartphones auftauchen werden, ist noch nicht bekannt.



Kommentare
Avatar
Simon Gröflin
22.01.2014
Hoi Preggy Danke für den Hinweis! lg Simon