Partnerzone Norton 29.11.2021, 07:30 Uhr

«Darknet»: Was ist das überhaupt?

Auftragskiller, illegale Pornografie, Drogen: Dem sogenannten «Darknet» haftet kein guter Name an. Doch wie kam es überhaupt dazu?
(Quelle: Norton)
Es waren eigentlich hehre Ideale, welche Paul Syverson, Michael Reed und David Goldschlag in den Neunzigern verfolgten, als sie das sogenannte «Onion Routing», also «Zwiebel-Lotsen», erfanden. Sie konstruierten eine Art von «Internet im Internet», das nicht einfach so öffentlich einsehbar war, sondern mit einem bestimmten Browser – dem «Tor», oder «The Onion Router» – entschlüsselt werden musste. Dies führt dazu, dass TOR-Webseiten komplett anonym sind und auch nicht von Google oder Regierungen effizient durchsucht werden können. Diese Sicherheit sollte der US Navy dabei helfen, ihre Kommunikation komplett zu verschlüsseln und so Geheimnisse von nationaler Wichtigkeit sicher zu halten. Dann, im Jahre 2004, wurde der Quellcode für Tor veröffentlicht und von Syverson zusammen mit einigen Mitstreitern weiterentwickelt. Es entstand ein weltweit von politischen Dissidenten, aber auch Kriminellen genutztes Internetsystem, das noch heute unter dem Namen «Darknet» oder «Darkweb» bei den meisten Durchschnitts-Internetnutzern eher negative Assoziationen auslöst.
Das kommt leider nicht von ungefähr: 2015 wurden Onion-Services analysiert und nach Benutzungskategorien aufgeschlüsselt. Ganze 15.4 % aller auf dem System basierenden Webseiten sind dafür da, Drogen zu (ver)kaufen. Auch wenn doch einige komplett legitime Nutzungsszenarien über «Tor» abgewickelt werden, machten illegale Angebote 2016 schon fast 30 % des ganzen «Darknet»-Angebots aus, wobei es über die Hälfte aller regelmässig aktiven Angebote für sich einnahm. Illegale Pornografie findet man im dunklen Netz leider oft, die weit verbreitete Mär von den käuflichen Auftragsmördern im Darknet ist allerdings eher ein «urban myth» – bei den meisten solcher Angebote handelt es sich um Betrugsmaschen.
Wichtig ist die Abgrenzung vom «tiefen Netz», oder «Deepweb». Beim «Deepweb» handelt es sich nämlich um normale und legitime Internetinhalte, die aber nicht einfach so ohne Weiteres einsehbar sind. Dazu gehören auch passwortgeschützte E-Mail- oder Bankkonten. Zusätzlich ist das «Darkweb» trotz seines schmählichen Rufs wichtig: Die oben genannten politischen Dissidenten, die oft in diktatorischen Staaten leben, könnten ohne die Sicherheit von «Tor» nicht kommunizieren, ohne sofort ins Visier der Polizei zu geraten. Ausserdem nutzen investigative Nachrichtenplattformen das «Darkweb», um sich mit Quellen auszutauschen, die ihre Identität auf keinen Fall preisgeben dürfen. Einige der berühmtesten Whistleblowing-Fälle geschahen überdies über das Onion-System. Auch Kryptowährung und deren Transmission ist ein Nutzungsszenario, welchem das «Darkweb» seine Popularität verdankt.
Falls Sie jetzt Lust darauf haben, sich die Sache mal selbst anzusehen, seien Sie gewarnt: Sie können im «Darknet» Inhalte empfangen, die Sie nicht nur nachhaltig verstören können, sondern auch strafrechtlich relevant sind. Achten Sie also darauf, wo Sie hingehen. Geben Sie auch niemals personenbezogene Daten preis und nutzen Sie immer ein VPN wie jenes von Norton™ 360, der umfassenden Sicherheitssuite. Damit verschlüsseln Sie all Ihre Kommunikationsdaten und verleihen Ihren Verbindungen eine zusätzliche Sicherheitsstufe. Das Internet ist frei – sorgen Sie dafür, dass es so bleibt.
Quelle: Norton
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