Kommentar 20.06.2006, 11:00 Uhr

Kommentar: PC-Hersteller mögen keine Anwender!

Wer einen neuen PC oder Laptop anschafft, kriegt nicht nur viel unnötige Software, sondern auch einen schlecht eingerichteten PC. Profis sollten das besser können.
Ich entschied mich für ein todschickes Notebook eines bekannten Herstellers, das auch prompt geliefert wurde. Was da aber bereits installiert war, schmälerte meine Freude. Da wollte man mir eine Testversion von Norton Internet Security aufzwingen, die gerade mal drei Monate lauffähig ist und sich nur schwer deinstallieren lässt. Zudem war die Systempartition (Laufwerk C:) mit dem unsicheren Dateisystem FAT32 eingerichtet. Ein nachträgliches Umwandeln ins stabilere NTFS kostet wertvollen Speicherplatz. Nicht zuletzt ist eine Systempartition mit 50 GB für meinen Geschmack viel zu gross. Was liegt näher, als das System neu zu installieren und nur die gewünschten Programme und Einstellungen zu verwenden?
Also frisch ans Werk, um die Missstände zu korrigieren. Doch der hierfür notwendige Griff zu einer Windows-Installations-CD ging ins Leere. Stattdessen lag dem Gerät nur ein Satz Recovery-CDs bei, die hartnäckig den unerwünschten Ursprungszustand wiederherstellten. Erst nach langwierigem Gebastel und einigen Fehlschlägen stand mein Notebook so da, wie es mir passte. Mit den zwar gut gemeinten Recovery-CDs zwingen viele Hersteller dem Anwender Programme und Einstellungen auf, die sie in dieser Form gar nicht gebrauchen können. Dazu gehören auch voreingestellte Internetzugangs- oder Mailprovider, bevorzugte Suchmaschinen, versteckte Wartungspartitionen und vieles mehr, die oft nur lästig sind.
Fazit: PC-Hersteller mögen offensichtlich keine Anwender, die sich Gedanken über eine optimale Konfiguration machen. Für mich steht fest: Falls die Hersteller auf dieser Gängelschiene weiterfahren, werde ich mir garantiert keinen PC mit vorinstalliertem Betriebssystem mehr kaufen.


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