Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 5 Min.

Smartphone Nothing Phone (4a) im PCtipp-Test

Alles, nur kein 08/15: Mit dem Phone (4a) lanciert Hersteller Nothing sein neuestes Mittelklasse-Smartphone. Und das hat es sprichwörtlich in sich, wie der PCtipp-Test beweist.

Das Nothing (4a) ist ein herausragendes Mittelklasse-Smartphone

© (Quelle: Nothing)

Das Nothing Phone (4a) 5G positioniert sich im umkämpften Mittelklasse-Markt. Zielgruppe sind Nutzer, die sich vom Smartphone-«Einheitsdesign» abheben wollen. Mit einem Strassenpreis von Fr. 409.- bleibt das brandneue Handy preislich attraktiv, rückt ausstattungsseitig und auch technologisch sogar nahe an die Oberklasse heran. Der Reihe nach. Der Lieferumfang: In der Kartonage unseres Testmodells befindet sich neben dem Smartphone ein USB-C-auf-USB-C-Kabel ein SIM-Tool und auch eine einfache Plastikhülle für den Schutz des Smartphones. Ein Netzteil fehlt.

Ausstattung

Das Herzstück des Phone (4a) ist der Qualcomm-Prozessor Snapdragon 7s Gen 4. Unser Testmodell ist ausserdem mit einem Nutzspeicher von 256 GB respektive einem Arbeitsspeicher von 12 GB ausgestattet. Das Gehäuse besteht aus einem stabilen Aluminiumrahmen, abgerundeten, sauber verarbeiteten Rändern.

Das ist im Lieferumfang drin: Nothing Phone (4a)

© Quelle: PCtipp

Auf der Rückseite kommt das aktualisierte Glyph-Interface zum Einsatz, das nun über einzeln ansteuerbare Mini-LEDs verfügt sowie einem Dreifach-Kamerasystem. Zuerst zur Vorderseite: Das Display ist ein 6,78 Zoll (1260 x 2800) grosses OLED-Panel mit einer variablen Wiederholrate von bis zu 120 Hz. Die Helligkeit liegt bei typischen 800 Nits, maximal schafft es sogar 3000 nits. Bei der rückseitigen Kamera setzt Nothing auf ein Triple-System: Eine 50-Mpx-Hauptkamera mit optischer Stabilisierung (OIS), eine 50-Mpx-Telekamera (Minimalabstand: 10 cm) für optischen Zoom und eine 8-Mpx-Ultraweitwinkel-Linse. Der Akku fällt mit 5080 mAh ordentlich gross aus und lässt sich mit bis zu 50 Watt kabelgebunden laden. Kabelloses Laden bietet die 4a-Variante nicht. Wichtig: Das Phone (4a) ist auf die Schutzklasse nach IP64 spezifiziert. Dash heisst übersetzt: Spritzwasser verträgt das Handy, gegen Untertauchen hilft die Schutzklasse aber nicht! Tipp: Hier direkt drunter finden Sie das «Vorstellungsvideo zum Phone (4a)». 

Inbetriebnahme und Nothing-Apps

Unter den «Einstellungen» findet sich das Glyph-Interface

© Quelle: PCtipp

Die Einrichtung unter Nothing OS 4.1 (basierend auf Android 16) verläuft flüssig. Statt auf nervige «Bloatware» setzt der Hersteller auf exklusive «Nothing Apps», die das Ökosystem erweitern. Besondere Eigenheit des 4a-Models ist das Glyph-Interface (erreichbar über Einstellungen). Dort kann der Anwender die rückseitige Matrix mit einem Glyph-Timer (zählt rückwärts), Lautstärkeanzeige oder auch für Essential-Benachrichtigungen genutzt werden. Das sieht cool aus, und verleiht dem Nothing-Phone ein hohes Mass an Individualität. Besonders prominent ist der neue «Playground», ein KI-gestützte und webbasierte Widget-Builder-Plattform (ähnlich einem App-Store, erreichbar über «playground.nothing.tech»), mit der Nutzer eigene System-Tools ohne Programmierkenntnisse erstellen können.

Nothing Phone (4a): Glyph auf Lautstärke (LEDs) «legen»

© Quelle: PCtipp

Wers genauer wissen will: Durch sogenanntes «Vibe-Coding» (=Texteingabe) können eigene Mini-Apps und Widgets für das Nothing-Betriebssystem erstellt werden, und so den Homescreen mit individuellen Funktionen zu personalisieren. Die App «Glyph-Composer» erlaubt wiederum das Komponieren eigener Klingeltöne, die synchron zu den Lichteffekten auf der Rückseite abgespielt werden. Zudem ist die Nothing-X-App vorinstalliert, die eine schnelle Integration der markeneigenen Kopfhörer ermöglicht. Die Benutzeroberfläche bleibt im Punktmatrix-Design gehalten, was für eine sehr eigenwillige, konsistente Optik sorgt, mit der sich das Smartphone von der Masse positiv abhebt: Daumen hoch.

Benchmarks, Fotoqualität und Leistung

Das Kamerasystem des Nothing Phone (4a)

© Quelle: PCtipp

Natürlich sind Benchmarks immer auch mit einer Portion Vorsicht zu geniessen. Dennoch gehören solche Tests dazu, um sich möglichst ein umfassendes Gesamtbild vom neuen Nothing-Smartphones zu machen: In der Praxis zeigt das Phone (4a) eine reaktionsschnelle Performance. Apps lassen sich ohne Zeitverlust (parallel) öffnen, starten und schliessen. Alles läuft hier flüssig und ohne Ruckler. In synthetischen Tests erreicht das Gerät einen Geekbench-6-Multicore-Score von 3359 Punkten, was eine solide Multitasking-Fähigkeit unterstreicht.

Nothing Phone (4a): satte Farben, saubere Konturen

© Quelle: PCtipp

Anspruchsvollere Grafikanwendungen spiegelt der 3DMark (Wildlife) mit 4252 Punkten wider, wodurch die meisten aktuellen Spiele flüssig laufen dürften. Die Produktivität im Arbeitsalltag wird durch den PCMark Work 3.0 Score von 11687 Punkten bestätigt. Auch dieser Wert ordnet sich im gehobenen Mittelfeld ein, womit das Handy auch bei komplexen Büroanwendungen und dem Web-Browsing eine gute Figur hinterlässt. Zum verbauten Akku: Die Kapazität von 5080 mAh reicht, um das Handy etwa 2 Tage zu betreiben. Ist der Akku «leer», lässt er sich, so im Test geschehen, innert nur 21 Minuten zu 50 Prozent aufladen. Stark. 

Bildqualität (2) und Fazit

Selbst bei «Gegenlicht» werden noch gute Fotos geknipst

© Quelle: PCtipp

Das AMOLED-Display überzeugt durch eine exzellente Farbdarstellung, exzellenten Kontrast und tiefe Schwarzwerten. Dank der hohen Helligkeit ist die Ablesbarkeit selbst unter direkter Sonneneinstrahlung hervorragend. Die Kameras liefern bei Tageslicht detailreiche Aufnahmen mit natürlicher Farbdynamik. Besonders der neue «Stretch»-Modus für Porträts sorgt für eine spannende Tiefenschärfe.

In Low-Light-Situationen hilft der verbesserte Nachtmodus, zumindest ein wenig, Bildrauschen effektiv zu unterdrücken. Zuviel darf man bei (zu) schlechten Lichtverhältnissen nicht erwarten. Die Ultraweitwinkel-Kamera (8 Mpx) fällt hier im Vergleich zur Hauptlinse leicht ab. Der Hersteller bietet für 3 Jahre Android- und sogar 6 Jahre lang Sicherheitsupdates.

Fazit: Das Nothing Phone (4a) ist ein erstklassiges Mittelklasse-Smartphone mit herausragendem Fokus auf Preis-Leistung. Es besticht vor allem durch sein einzigartiges Design und durchdachte Software-Integration. Die Systemleistung ist top, genauso wie die Displayqualität. Das Dreifach-Kamerasystem überzeugt, wenn die Lichtverhältnisse einigermassen passen. Kurzum: Wer Wert auf ein individuelles Handy-Design legt und sich damit von der Masse der Android-Handys abheben will, sollte unbedingt einen genaueren Blick auf das Nothing (4a) werfen. Es lohnt sich.

Testergebnis

Pros + Cons

  • Preis
  • Design
  • Display
  • Helligkeit
  • Glyph-Matrix (Rückseite)
  • Akkulaufzeit
  • Kein Netzteil im Lieferumfang
  • kein Wireless-Laden
  • keine eSIM

Details:  Detailbox: Nothing Phone (4a) 5G
6.78", LTPO AMOLED, 120 Hz, 4500 Nits (Peak), Nothing OS 4.1 (Android 16), Qualcomm Snapdragon 7s Gen 4, 12 GB RAM, 256 GB, USB C, Kamera: 50/ 50/ 8 MP, Glyph-Interface, Dual SIM, 5080 mAh, 50W Fast Charging, IP 64, WiFi 6, 3/6 Jahre OS-/Sicherheitsupdates

Preis:  Fr. 409.-

Infos: 
www.digitec.ch

Kommentare

Hardware Apps Smartphones Künstliche Intelligenz Smartphone & Apps KI & Trends
Anzeige
Anzeige

Neueste Beiträge

Formel-Eins-Rasierer
Mähroboter Navimow Segway X420E im PCtipp-Test
Das Auge rasiert mit: Navimows X420E sieht nicht nur schnittig aus, sondern arbeitet auch so. Der Hersteller empfiehlt den vollautomatischen Rasenpfleger mit Doppelklingensystem für wellige bis hochgradig unebene Flächen von maximal 84 Prozent Steigung und einer Abdeckung von bis zu 2000 Quadratmetern. Der PCtipp-Test zeigt, ob die Rechnung aufgeht.
6 Minuten
1. Sep 2026
Auftakt zur Vergabe der 2029 freiwerdenden Mobilfunkfrequenzen
Die Eidgenössische Kommunikationskommission (ComCom) startet die Ausschreibung für einen wesentlichen Teil der heute genutzten Mobilfunkfrequenzen, die ab dem 1. Januar 2029 verfügbar und neu zu vergeben sind.
3 Minuten
Schleichende Preiserhöhungen bei Handy-Abos
Telekomunternehmen wollen mit Aktionsangeboten Neukunden gewinnen. Nach Vertragsabschluss erhöhen aber einige schrittweise den Abo-Preis. Der prozentuale Preisanstieg bei Salt ist am höchsten, gefolgt von Lebara, Yallo, Sunrise, Wingo und Swisscom.
4 Minuten

Das könnte Sie auch interessieren

Testcenter
Ikea-Smart-Home im Test
PCtipp konnte die neue Symfonisk-Ständerlampe mit Sonos-Speaker, den smarten Hub Dirigera und den Luftreiniger Starkvind testen.
6 Minuten
6. Mär 2023
Powered by Video HUTT
Fensterputzroboter HUTT 10 im PCtipp-Test
Er robbt wie ein kleines Würmchen von links nach recht und oben nach unten: Der Fensterputzroboter HUTT 10 funktioniert dabei ganz ohne App und Smartphone, dafür aber mit einer cleveren Fernbedienung. Und er hat noch viel mehr auf dem Kerbholz, wie der Test zeigt. Plus: so schlägt sich der Hutt-10 im PCtipp-Video. 
5 Minuten
21. Jul 2026
Testcenter
Telemedizingerät TytoHome im Test
Wenn Laien zuhause selber Fieber messen, Herz- und Lungentöne aufzeichnen, den Rachen filmen und dann diese Daten einer Ärztin übermitteln – kann das in guter Qualität geschehen? Das Testresultat lesen Sie hier beim PCtipp.
6 Minuten
24. Feb 2021
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige

Kommentare