11 Anzeichen, dass Sie gehackt wurden

von Luca Diggelmann ,Simon Gröflin 07.11.2013

Nr. 11: Händler kontaktieren Sie wegen ausstehenden Zahlungen auf gelieferte Ware

In diesem Fall haben Hacker Zugriff auf eines Ihrer Konten. Darüber haben die Angreifer eine grosse Anzahl an Käufen getätigt, um den Händler glauben zu lassen, Ihr Konto habe eine ausreichende Kaufkraft. Mit der Zeit werden Ihre Ressourcen aber langsam verbraucht und die Zahlungen schlagen fehl.

Was man tun kann: Ein schwieriger Fall. Zuerst sollten Sie herausfinden, wie Ihr Konto geknackt werden konnte. Daraufhin wenden Sie eine der Techniken der vorangehenden Punkte an. Wenden Sie sich dann an die Polizei und überwachen Sie Ihre Bankkonten genau. Wahrscheinlich wird es einige Monate dauern bis Sie alle Transaktionen rückgängig gemacht haben und Sie müssen mit einigen Schäden rechnen. Bleiben Sie mit Finanz- und Kreditinstitutionen in Kontakt. Befolgen Sie zudem die Vorschläge der Polizei, Banken und Kreditoren.

Die drei Hauptgründe für eine Malware-Infektion

Eine perfekte Anti-Malware-Software gibt es nicht. Bleiben Sie daher stets auf der Hut und treten Sie der Onlinewelt kritisch entgegen. Mit ein wenig Vorsicht und einigen Angewohnheiten lassen sich viele Gefahrenherde verkleinern. Die meisten Malware-Infektionen stammen aus drei Bereichen: Veraltete Software, das Ausführen von Trojanern und Phishing-Mails.

Achten Sie also darauf, dass Ihre Software stets auf dem aktuellen Stand ist. Das gilt besonders für gefährdete Tools wie den Adobe Reader, Flash-Plug-ins oder Java. Führen Sie nur Dateien aus, deren Quelle Sie kennen und vertrauen. Im Zweifelsfall informieren Sie sich über Google oder testen die Software in einer geschützten Sandbox-Umgebung. Zuletzt: Treten Sie der E-Mail-Kommunikation mit einer gesunden Portion Misstrauen entgegen. Geben Sie nie auf eine E-Mail-Anfrage private Daten, Passwörter oder Bankdetails bekannt, egal wie vertrauenswürdig der nigerianische Prinz mit seinem Millionenangebot klingt. Denken Sie auch daran, dass nicht alle Betrugsversuche so offensichtlich sind. Im Zweifelsfall klären Sie die Situation mit dem betroffenen Kontakt direkt. Rufen Sie Ihre Bank an oder schreiben Sie dem Facebook-Support, ob die von Ihnen erhaltene Nachricht der Wahrheit entspricht. So können Sie bereits viele Gefahrensituationen vermeiden.

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