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Vorsicht vor tutti.ch-Betrugsmasche

Ein Leser hat uns Screenshots eines Vorschussbetrugs geschickt, der auf Tutti.ch-Verkäufer abzielt.

von Claudia Maag 12.09.2019

Offenbar sind auf tutti.ch Vorschussbetrüger am Werk. Ein PCtipp-Leser schrieb auf dem Onlinemarktplatz zwei Matratzen für je Fr. 1000.– zum Verkauf aus. «Umgehend» habe ihm ein «Steven» geschrieben und wollte die Matratzen kaufen. 

E-Mail von «Steven» an unseren Leser E-Mail von «Steven» an unseren Leser Zoom© zVg/Screenshot

Obwohl misstrauisch, wollte unser Leser sehen, wie es weitergeht, und stellte auf PayPal eine Rechnung von Fr. 1039.–. Daraufhin wurden zwei E-Mails verschickt, die angeblich von PayPal stammten. Eines ist eine Zahlungseingangs-Bestätigung (Instant Payment Received) von Fr. 1489.–. Die Fr. 450.– sind angeblich für den Transport gedacht. Allerdings: Der Empfänger soll den Betrag im Voraus auf das genannte Konto einzahlen. Es handelt sich hier um sogenannten Vorschussbetrug. 

Angebliche PayPal-Eingangsbestätigung Angebliche PayPal-Eingangsbestätigung Zoom© zVg/Screenshot

Der Leser wurde glücklicherweise misstrauisch und kontaktierte den Tutti-Support. «Steven» wurde gemäss einer E-Mail von Tutti an unseren Leser von tutti.ch ausgeschlossen. «Er/sie wird auf tutti.ch keine Inserenten mehr kontaktieren können», heisst es in der Antwort, die PCtipp vorliegt.

Tutti.ch informiert auf Anfrage von PCtipp: «Auf Ihre Fragen zum konkreten Fall können wir Ihnen aus Datenschutzgründen keine Auskunft geben. Allgemein überprüfen wir bei gemeldeten Verdachtsfällen die angegebenen Nutzer sofort auf verdächtiges Verhalten. Wenn wir tatsächlich eine betrügerische Tat feststellen, wird das entsprechende Konto umgehend gesperrt», so eine Mediensprecherin. Geschädigten rate man, so schnell wie möglich Anzeige bei der Polizei zu erstatten und den Vorfall tutti.ch zu melden.

Der Melde- und Analysestelle Informationssicherung Melani ist auf Anfrage noch kein Vorschussbetrugs-Fall von tutti.ch gemeldet worden.

Hinweis: Kontaktieren Sie in solchen Fällen jeweils den Marktplatz-Anbieter, wenn Sie unsicher sind und melden Sie verdächtige E-Mails an reports@antiphishing.ch oder via antiphishing.ch.


    Kommentare

    • EMkaEL 12.09.2019, 22.47 Uhr

      Geschädigten rate man, so schnell wie möglich Anzeige bei der Polizei zu erstatten und den Vorfall tutti.ch zu melden. dieser tolle ratschlag nützt genau gar nichts! tutti verweist auf die polizei und findet, damit sei alles getan was möglich sei! die polizei nimmt den fall auf und das wars dann. das geld ist auf jeden fall weg!

    • gamma61 14.09.2019, 19.41 Uhr

      Mir ist dasselbe auch auf anibis.ch passiert. Auch bei diesem Portal war die Hilfe... praktisch gleich null. Etaws enttäuschend. dMG

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